Ajoie als die Überraschung

Ajoie als Gewinner der NLB-Qualifikation nach 50 Partien ist für fast alle eine echte Überraschung. Heute Freitag beginnen die Playoffs.

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EISHOCKEY. Für Ajoie ist dies der grösste Erfolg seit dem zweiten Aufstieg in die NLA 1992. Auch damals holten sich die Jurassier den Qualifikationssieg. Und was folgt diesmal? Zum Playoff-Auftakt wartet Aufsteiger Martigny. Einer, der viel zum Triumph beitrug, ist Topskorer James Desmarais, der in der Skorerliste wie Marco Truttmann (Olten) 84 Punkte sammelte. Weil Truttmann mehr Tore erzielte (34 gegenüber 26), durfte sich der Ex- HCT-Akteur die Krone aufsetzen lassen. Als Letzter dieser Garde kam der junge HCT-Topskorer Devin Muller auf 19 (6/13) Punkte.

Nicht unter den Top Five

HCT-Sportchef Roger Maier nannte vor der Saison seine Top Five: «Lausanne, Langenthal, Olten, La Chaux-de-Fonds und Visp.» Auch er hatte die Jurassier nicht auf der Rechnung: «Ajoie hat eine riesige Überraschung geschafft. Ich hatte das Team eher in den hinteren Regionen erwartet. Doch nach einer recht durchzogenen letzten Saison hat diesmal Desmarais wieder aufgetrumpft.»

Mit Rang zwei hat der NLB-Meister des Vorjahres, Langenthal, die Hoffnungen erneut erfüllt. Ebenso Olten als Dritter. Enttäuschend dagegen ist Platz vier von Lausanne, das mit aller Macht zurück in die NLA will. Auch mit Visp (5.) und La Chaux-de-Fonds (6.) durfte man in den Playoffs rechnen. Eher weniger mit der jungen Truppe der GCK Lions (7.) und mit Aufsteiger Martigny (8.).

Basel enttäuschte krass

«Wir wollen die Halbfinals erreichen», lautete die Zielsetzung von Basel. Jetzt hat der Verein, der sich schon vor einiger Zeit von Trainer Dany Gelinas (trotz Vertrag auch für die nächste Saison) getrennt hat, nicht einmal die Playoffs geschafft. Schlusslicht Sierre hatte vor kurzem mit dem Engagement der Ex-Nationalspieler Thierry Paterlini, Valentin Wirz und Paul Di Pietro Grosses vor. Jetzt sind die Walliser sogar bankrott. Sie werden in der nächsten Saison wohl kaum dabei sein.

Anzahl Teams ungewiss

Darum haben die Gesellschafter an ihrer Versammlung am Mittwoch in Ittingen eine Dreier-Variante für 2013/14 vorgesehen. Bei 12 Teams: jeder gegen jeden 4 Spiele, total 44 Partien. Bei 11 Teams: jeder gegen jeden 5 Spiele, total 50 (Status quo). Bei 10 Teams: jeder gegen jeden 5 Spiele, total 45 Begegnungen.

Heute Freitag beginnen die Playoff-Viertelfinals mit folgenden Partien: Ajoie (1.) – Martigny (8.), Langenthal (2.) – GCK Lions (7.), Olten (3.) – La Chaux-de-Fonds (6.), Lausanne (4.) – Visp (5.). Die eine oder andere Überraschung ist möglich und für die Fans auch wünschenswert. (rs)