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«Änderungen brauchen Zeit»

Die Handballer von St. Otmar schliessen die Finalrunde der NLA auf dem letzten Platz ab. Spielertrainer Jan Filip spricht über die vergangene Saison und den Wechsel in das Traineramt.
Jan Filip fühlt sich wohl in St. Gallen und möchte mit St. Otmar in der nächsten Saison einen Schritt weiterkommen. (Bild: Urs Bucher)

Jan Filip fühlt sich wohl in St. Gallen und möchte mit St. Otmar in der nächsten Saison einen Schritt weiterkommen. (Bild: Urs Bucher)

Herr Filip, wie zufrieden sind Sie mit der Saison von St. Otmar?

Jan Filip: Das Hauptziel Finalrunde haben wir erreicht. Wir haben uns zudem vorgenommen, mehr Punkte als in der vergangenen Saison zu holen. Das ist uns nicht gelungen. Deshalb bin ich nicht ganz zufrieden.

Wäre aus Ihrer Sicht mehr möglich gewesen?

Filip: Wenn ich das Potenzial meiner Mannschaft betrachte, wäre eine bessere Plazierung oder gar die Playoff-Qualifikation möglich gewesen. Dafür spielten wir aber zu wenig konstant.

Warum konnten Ihre Spieler nicht ihr ganzes Potenzial abrufen?

Filip: Bei meinem Amtsantritt vor rund einem Jahr habe ich das Spielsystem verändert. Diese Änderungen brauchten Zeit. Meiner Meinung nach haben wir uns aber im Vergleich zur ersten Saisonhälfte in der Finalrunde gesteigert. Wenn wir aber unter Druck standen, sind wir ins alte Muster zurückgefallen und haben nicht mehr so gespielt, wie wir es eigentlich könnten.

Wie sieht Ihr Spielsystem aus?

Filip: Meine Idee ist, mit einer stabilen Abwehr und soliden Torhütern in der Defensive den Ball zu gewinnen. Mit einem schnellen Konterspiel möchten wir zu Toren kommen. Über die gesamte Saison gesehen waren unsere Abwehr- und Torhüterleistungen dafür aber zu wenig stabil.

Welche positiven Eindrücke nehmen Sie aus der abgeschlossenen Saison mit?

Filip: Wir sind physisch stärker geworden und haben uns spielerisch gesteigert. In einigen Spielen, beispielsweise in der Finalrunde gegen Bern-Muri und Schaffhausen, hat unser System funktioniert. Zudem habe ich grossen Respekt vor der Leistung meiner Equipe. Ich war meine ganze Karriere lang Profi und konnte mich voll auf den Sport konzentrieren. Meine Spieler kommen direkt von der Arbeit in die Halle und geben im Training trotzdem Vollgas.

St. Otmar ist Ihre erste Station als Spielertrainer. Wie haben Sie diesen Wechsel erlebt?

Filip: Für mich war das Trainergeschäft Neuland und ich musste Erfahrungen sammeln. Ich muss mich nun beispielsweise um viel mehr Dinge kümmern als noch als Spieler. Mein Fokus liegt nicht mehr nur auf der eigenen Leistung, sondern auf dem gesamten Team. Glücklicherweise hat sich die Zusammenarbeit mit Coach Jan Keller gut eingespielt. Wir sind auf der gleichen Wellenlänge und haben die gleichen Vorstellungen von Handball.

Sie werden 39 Jahre alt. Werden Sie auch in der kommenden Saison noch spielen?

Filip: Ich fühle mich fit und werde deshalb auch in der kommenden Saison spielen. Natürlich wird in meinem Alter die Fitness immer wichtiger. Daran werde ich aber hart arbeiten, um meine optimale Leistung abrufen zu können.

Welches sind Ihre Ziele für die kommende Saison?

Filip: Das neue Saisonziel werde ich gemeinsam mit dem Team definieren. Ich will aber einen Schritt vorwärtskommen. Zudem will ich unsere Neuzugänge, die Rückraumspieler Jakub Szymanski und Vedran Banic schnell ins Team integrieren.

Interview: Christof Krapf

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