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ABSTIEGSRUNDE: Sieg der zweiten Garde

St. Otmar erfüllt die Pflicht und besiegt GC Amicitia Zürich daheim 30:27. EM-Torschützenkönig Ondrej Zdrahala steuert zwei Tore bei.
Daniel Good
St. Otmars Benjamin Geisser trifft viermal. (Bild: Ralph Ribi)

St. Otmars Benjamin Geisser trifft viermal. (Bild: Ralph Ribi)

Daniel Good

St. Otmars Cheftrainer Vedran Banic liess seinen Star zunächst auf der Bank. Ondrej Zdrahala hatte erst am Donnerstag wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. In den ersten 20 Spielminuten vertrat der 19-jährige Thurgauer Thierry Gasser, das wohl grösste Talent St. Otmars, den Tschechen im mittleren Rückraum. Gasser wartete mit einer ordentlichen Leistung auf. Verantwortlich für den 30:27-Sieg St. Otmars gegen GC Amicitia Zürich war aber ein anderer Spieler aus der zweiten Garde.

Als es zu Beginn der Partie im Spiel der St. Galler harzte und St. Otmar froh sein musste, immer wieder auszugleichen, tauschte Banic die Goalies. Für den Slowaken Michal Shejbal kam der Winterthurer Jonas Kindler, die nominelle Nummer zwei im Tor St. Otmars. Kindler verschaffte seinem Team umgehend den notwendigen Rückhalt.

Shejbal spielte einmal mehr glücklos, Kindler gelangen 14 Paraden. Als Kindler kam, stand es 7:7. Ein paar Minuten später lag St. Otmar mit 12:8 im Vorsprung. Der Heimerfolg der St. Galler gegen den Rekordmeister fiel schliesslich ungefährdet aus.

Der Torschützenkönig scheitert vom Penaltypunkt

Als der EM-Torschützenkönig Zdrahala in der 20. Minute des Spiels eingewechselt wurde, bekamen die Zuschauer auch technische Kabinettstückchen zu sehen. «Ich war immer noch müde von den Anstrengungen vor und während der EM. Wir hatten eine harte Vorbereitung und an der Europameisterschaft sieben Spiele in fünfzehn Tagen. Wir mussten immer hundertzehn Prozent geben», sagte Zdrahala. «Aber ich war bereit, St. Otmar zu hundert Prozent zu helfen. Ich überliess es dem Trainer, wie und wann er mich einsetzen wollte», so der 34-jährige Zdrahala nach dem Spiel gegen GC Amicitia.

Die statistische Ausbeute Zdrahalas blieb bescheiden. Aus fünf Versuchen erzielte der Topskorer St. Otmars zwei Tore. Mit zwei Siebenmetern scheiterte er am gegnerischen Goalie. An der EM hatte er gegen Mannschaften wie Olympiasieger Dänemark oder Gastgeber Kroatien 55-mal getroffen.

In die Bresche sprangen andere wie der sichere Penaltyschütze Severin Kaiser, der mit fünf Treffern der erfolgreichste Torschütze St. Otmars war. Viermal erfolgreich war der deutsche Linkshänder Max Höning, der zum erfolgreichen Start in die NLA-Abstiegsrunde sagte: «Wir haben in der Abwehr einen Zacken zugelegt und das Tempospiel verbessert. Zudem kam uns natürlich der Heimvorteil zugute.» In der Hauptrunde hatte St. Otmar gegen GC Amicitia – allerdings auswärts – noch 29:30 verloren. Viermal trafen gestern für St. Otmar auch Amadeus Hedin und Benjamin Geisser.

Respekt vor dem Derby

Mit dem gestrigen Sieg hat sich St. Otmar in eine gute Ausgangslage gebracht, um doch noch das Playoff zu erreichen. Die St. Galler führen die Tabelle in der Abstiegsrunde vor GC Amicitia an. «Wenn man einmal Erster ist, will man das natürlich bis am Ende bleiben», sagte Höning weiter. Schon am Mittwoch wird St. Otmar im Derby auswärts gegen Fortitudo Gossau einem Belastungstest ausgesetzt.

Der EM-Star Zdrahala hat Respekt vor dem kleinen Nachbarn. Aber er wird weiter erholt sein von den EM-Strapazen. Und bestimmt mehr Einsatzzeit erhalten als gestern, als die zweite Garde den Unterschied ausmachte.

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