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Abstiegsrunde ohne Biss

Die 1.-Liga-Abstiegsrunde war von Anfang an nur noch für den EC Wil und den SC Weinfelden spannend. Für die Pikes war es deshalb schwierig, sich für diese sechs Spiele zu motivieren.
Ralf Rüthemann
Das erste Thurgauer Derby in der Abstiegsrunde entschied der SC Weinfelden mit 6:1 für sich, drei Tage später gewannen die Pikes EHC Oberthurgau (weiss) in Weinfelden mit 7:6. (Bild: Mario Gaccioli)

Das erste Thurgauer Derby in der Abstiegsrunde entschied der SC Weinfelden mit 6:1 für sich, drei Tage später gewannen die Pikes EHC Oberthurgau (weiss) in Weinfelden mit 7:6. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Erst zwei Runden vor Schluss stand fest, dass der SC Weinfelden in der 1. Liga bleiben darf. Bis dahin lieferten sich die Trauben und der EC Wil einen harten Kampf um den Ligaerhalt. Das letzte Abstiegsrundenspiel zwischen den beiden Mannschaften fand gestern abend in der Güttingersreuti statt (siehe Text nebenan). Um etwas gegangen ist es aber nicht mehr.

Schon früher war die Saison für die anderen beiden Mannschaften in der Abstiegsrunde, den EHC Bülach und die Pikes EHC Oberthurgau, gelaufen. Mathematisch konnten diese Teams schon seit Beginn der Abstiegsrunde nicht mehr absteigen.

Einsatzzeit für die Jüngeren

Für die Pikes waren die letzten sechs Spiele deshalb mehr oder weniger eine Alibiübung. Zwar konnten die Hechte diese Spiele nutzen, um den jüngeren Spielern Einsatzzeit auf dem Eis zu geben, doch Teamleiter Richard Stäheli war trotzdem nicht ganz glücklich über diese Situation. «Während der Spiele ist es noch gegangen, aber im Training hat sich die Motivation der Spieler in Grenzen gehalten», sagt Stäheli. «Natürlich wollen wir länger spielen als nur bis im Februar. Aber es ist schade, wenn es um nichts mehr geht.» Attraktiv wäre es laut Stäheli auch noch für die Pikes gewesen, wenn zum Beispiel Bellinzona anstelle von Wil oder Weinfelden in den Abstiegskampf verwickelt gewesen wäre. «In diesem Fall hätten wir auch ein Interesse an einem Abstieg Bellinzonas, um nicht mehr so weit reisen zu müssen.»

Doch auch Playouts sind nicht die Lösung. Denn wenn man sich nicht für die Playoffs qualifizieren würde, dann wären alle erspielten Punkte in der Qualifikationsphase für die Katz. Für Harry-Louis Beringer, Regionalpräsident Ostschweiz und Ligaleiter 1. Liga, ist das aktuelle Spielsystem in der 1. Liga am geeignetsten: «Es war jetzt zum erstenmal so, dass es für zwei Teams in der Abstiegsrunde um nichts mehr ging.» Die Meisterschaft wird laut Beringer schon seit etwa 15 Jahren in diesem Modus ausgetragen. «Es ist schon oft zur Debatte gestanden, das Spielsystem zu ändern. Die Vereine haben sich aber immer wieder für das System mit der Abstiegsrunde entschieden.»

Eine weitere Amateurliga

Ab der Saison 2017/18 gibt es eine zusätzliche Liga, die Swiss Regio League. Die Grundidee dieser Liga ist, die Diskrepanz zwischen der NLB und der 1. Liga zu verringern. Der Amateurbereich soll durch die neue Swiss Regio League eine attraktive Meisterschaft erhalten, welche einerseits den Ausbildungsbereich stärkt und andererseits den teilnehmenden Clubs weitere Vermarktungsstrategien ermöglicht. «Diese Swiss Regio League ist eine absolute Fehlkonstruktion», sagt Richard Stäheli. Er kritisiert, dass es immer mehr in sich abgeschlossene Ligen gibt und sportliche Auf- und Absteiger immer seltener werden. «Das ist für die Spieler nicht sehr motivierend.»

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