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ABSTIEGSKAMPF: Ohne Trainer ins Sechs-Punkte-Spiel

Im wegweisenden Vergleich Vorletzter gegen Letzter muss der FC Wil heute ab 19 Uhr in Winterthur ohne seinen Trainer Konrad Fünfstück auskommen. Die Swiss Football League bestätigte gestern eine Sperre gegen ihn. Drei Personen springen in die Bresche.
Simon Dudle
FC-Wil-Trainer Konrad Fünfstück fehlt gesperrt. (Bild: Urs Bucher)

FC-Wil-Trainer Konrad Fünfstück fehlt gesperrt. (Bild: Urs Bucher)

Es steht viel auf dem Spiel für die beiden FCW aus Wil und Winterthur. Der Sieger der heutigen Partie rückt, zumindest über Nacht, auf Platz acht der Tabelle vor. Der Verlierer wird hingegen schon drei Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzten aufweisen. Es treffen auf der Schützenwiese zwei Mannschaften aufeinander, die ihren eigenen Ambitionen hinterherhinken. Beide sind der Überzeugung, dass mehr möglich sein müsste als acht Punkte aus den ersten 14 Meisterschaftsspielen dieser Saison.

Tatsache aber ist: Die beiden Teams haben – zusammengezählt – von den bisherigen 28 Meisterschaftsspielen gerade einmal zwei gewonnen. Während die Wiler ihren einzigen Saisonsieg am 5. August im Heimspiel gegen Wohlen holten, fuhren die Winterthurer ihren «Dreier» ausgerechnet im Bergholz ein, als sie gegen numerisch dezimierte Gastgeber dank zweier später Tore zu einem 2:0-Erfolg kamen.

Das war am 26. August. Während die Winterthurer seither in acht Spielen sieglos geblieben sind, warten die Wiler seit bereits elf Partien auf einen Vollerfolg. Heute ist auch die Frage zu beantworten, ob die Wiler den ersten Auswärtssieg dieser Saison realisieren oder die Winterthurer den ersten Erfolg vor eigenem Anhang bejubeln dürfen.

Wenig Verständnis für das Liga-Urteil

Ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel müssen die Wiler auf ihren Trainer Konrad Fünfstück verzichten. Dieser verbüsst eine Sperre und darf die Partie nur als Zuschauer verfolgen. Kontakt zur Mannschaft ist vor und während der Partie untersagt. Bei der 2:3-Heimspielniederlage gegen Chiasso vor zwei Wochen war Fünfstück in der Schlussphase wegen Reklamierens auf die Tribüne verbannt worden. Die Swiss Football League sperrte den Deutschen für eine Partie – die heutige in Winterthur. Weil Fünfstück laut eigenen Angaben «nur schlichten» wollte, sah er sich zu Unrecht bestraft, und der FC Wil legte Rekurs gegen die Sperre ein. Gestern Nachmittag wurde diese allerdings von der Swiss Football League bestätigt. Da ein Weiterzug mit aufschiebender Wirkung nicht möglich ist, bleibt Fünfstück definitiv gesperrt. «Das Urteil ist schwer nachzuvollziehen und ärgerlich. Zumal wir diese Woche jeden Tag bei der Liga angerufen haben und dann das Urteil am Freitagabend um 16.45 Uhr gemeldet wurde», sagt Fünfstück. Wäre es nicht mehr gekommen, hätte der Rekurs aufschiebende Wirkung gehabt, und der Deutsche wäre heute als Trainer an der Seitenlinie gestanden.

Nun aber wird Fünfstück nicht einmal die Reise im Mannschaftsbus mitmachen, und er darf auch nicht per SMS eingreifen. In die Bresche springen die Assistenztrainer Marco Grimm und Denis Sonderegger sowie Goalietrainer Stephan Lehmann.

Simon Dudle

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