Abseits der Millionentransfers

Die kleine Sportfrage

Sergio Dudli
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Im Fussball werden Spielertransfers für Ablösesummen jenseits der 100-Millionen-Grenze zur Gewohnheit. Doch wie sieht es mit den Transfersummen im Eishockey aus?

Seit der Saison 2006/07 werden im Schweizer Eishockey keine Transfersummen mehr überwiesen. Dieser Beschluss basiert auf einem Entscheid der Vereine der beiden höchsten Spielklassen. Seitdem müssen die Clubs jede Saison eine kostenpflichtige Lizenz für ihre Spieler lösen. Ein Teil dieses Geldes fliesst als sogenannte Ausbildungsentschädigung zu den früheren Vereinen des Spielers zurück. Die Berechnung dieser Entschädigung erfolgt anhand von Faktoren wie dem Alter des Akteurs, seiner Anzahl absolvierter Spiele oder ob er für das Nationalteam aufläuft. So ist die Gebühr für einen gestandenen Nationalspieler höher als für einen 18-Jährigen Neuling. Generell gilt: Je stärker ein Verein an der Ausbildung des Spielers beteiligt war, desto mehr Geld erhält er. Wechselt ein Akteur den Club, profitiert der ehemalige Verein so lange von einer jährlichen Entschädigung, bis der Spieler seine Karriere beendet.

Das Nachsehen haben die Vereine bei einem Wechsel nach Nordamerika. Aufgrund des fehlenden Abkommens zwischen der Schweiz und der NHL gibt es dann keinen Rappen. Gäbe es eine solche Vereinbarung, bekämen die Clubs pro Transfer 225 000 Dollar. Der Haken: Ein Spieler könnte dann trotz eines laufenden Vertrags in die NHL wechseln.

Sergio Dudli

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.