ABSCHLUSS: Pflichtsieg gegen den Letzten

Zum Ende der NLB-Qualifikation besiegt Playoff-Teilnehmer Thurgau den Tabellenletzten GCK Lions mit 3:1. Die Ostschweizer können sich nun auf die erste Playoff-Partie vorbereiten.

Markus Rutishauser
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Der Thurgauer Silvan Wyss (rechts), Torschütze zum 2:0, gegen GCK-Goalie Daniel Guntern. (Bild: Mario Gaccioli)

Der Thurgauer Silvan Wyss (rechts), Torschütze zum 2:0, gegen GCK-Goalie Daniel Guntern. (Bild: Mario Gaccioli)

Markus Rutishauser

Nach dem ungefährdeten Erfolg zum Abschluss der Qualifikation liegt der Fokus von Headcoach Stephan Mair und seinem Team nun auf den am nächsten Freitag beginnenden Playoff-Viertelfinals. Gegen den souveränen Qualifikationssieger Langenthal schnüren die Thurgauer ihre Schlittschuhe zwar als Aussenseiter, aber sie sind nicht zum vorneherein chancenlos. Nach zuerst drei – zumindest resultatmässig – deutlichen Niederlagen gegen die Oberaargauer gelang den Ostschweizern am 5. Februar ein viel beachteter 2:0-Heimerfolg. Zum einzigen Mal in dieser Saison blieben die Langenthaler ohne Torerfolg. Sorgt dieses Negativerlebnis vielleicht sogar für Verunsicherung beim Favoriten? Die weiteren Viertelfinals lauten La Chaux-de-Fonds gegen Visp, Martigny gegen Ajoie und Rapperswil-Jona gegen Olten.

Das erste Drittel gegen die GCK Lions riss die Zuschauer in der Güttingersreuti nicht gerade von den Sitzen. Thurgau ohne den angeschlagenen Eric Himelfarb führte zwar spielerisch die feinere Klinge und war auch deutlich öfter in Scheibenbesitz, gute Torchancen blieben allerdings aus. Diese besassen die Zürcher. Dominik Diem und Raphael Prassl verpassten innerhalb von knapp 60 Sekunden das 0:1 jeweils nur um Zentimeter. Das waren die einzigen heissen Momente im Startdrittel.

Steigerung im zweiten Drittel

Die Einheimischen mussten sich bis zur 25. Minute gedulden, ehe Verteidiger Manuel Gossweiler den Zürcher Torhüter Daniel Guntern erstmals beunruhigte. Das hatte offenbar Signalwirkung, denn wenig später kam Andri Spiller dem ersten Treffer noch näher. In der kurz darauf folgenden Überzahl brachte Thurgau jedoch keinen einzigen Torschuss zu Stande. Just als die GCK Lions gerade wieder komplett waren, traf Ruben Rampazzo mit einem harten Slapshot zum verdienten 1:0. Die Zürcher besassen ihre beste Phase in den letzten zwei, drei Minuten vor der zweiten Sirene. Aber der formstarke Janick Schwendener musste sich bis zur zweiten Pause nicht bezwingen lassen.

Weil Silvan Wyss einen Abpraller vor Guntern aus spitzem Winkel sehenswert zum 2:0 in die lange hohe Ecke zirkelte, war die Partie schon nach 63 Sekunden im Schlussdrittel vorentschieden. Die Zürcher versuchten zwar zu reagieren, scheiterten bei ihren wenigen guten Möglichkeiten aber immer wieder an Schwendener. Dann allerdings leisteten sich die Ostschweizer gleich zwei Fouls innerhalb von knapp 30 Sekunden. Was die Zürcher aus der doppelten Überzahl machten, war jedoch bescheiden. Die resultatsmässigen Schlusspunkte setzten Adrian Brunner mit dem 3:0 in der 52. Minute und Tim Ulmann, der 119 Sekunden vor dem Abpfiff Torhüter Schwendener um den dritten Shut-out in den vergangenen fünf Runden brachte.