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ABSCHIED: Flatscher sagt Servus

Swiss Ski verliert auf Ende Saison Hans Flatscher, den Cheftrainer der alpinen Frauen-Equipe. Der Österreicher, der seit Jahren in der Ostschweiz lebt, will sich mehr seiner Familie widmen können.
Werner Eisenring (sda)
Abgang: Nach über 20 Jahren im Ski-Weltcup verabschiedet sich Hans Flatscher. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEY)

Abgang: Nach über 20 Jahren im Ski-Weltcup verabschiedet sich Hans Flatscher. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEY)

Werner Eisenring (SDA)

Die Rolle als Cheftrainer mit den vielen, teilweise langen Abwesenheiten sei mit jener als Familienvater zeitlich nicht mehr vereinbar, erklärte Flatscher seinen überraschenden Rücktritt. «Es ist mir ein Anliegen, meine Kinder in den nächsten, für sie wichtigen Jahren, enger begleiten zu können», so der Ehemann von Sonja Nef, der ehemaligen Schweizer Weltklasse-Skirennfahrerin. Zusammen haben sie zwei Töchter und einen Sohn und wohnen seit zehn Jahren in Mörschwil.

Die Wogen im Team geglättet

Im März 2012 trat Hans Flatscher seinen Posten als Nachfolger des Tessiners Mauro Pini an. Der Österreicher übernahm damals keine leichte Aufgabe, denn vieles lag im Team darnieder. Es gab das Theater um entlassene Chef- und Gruppentrainer, die über Jahre hinweg enttäuschenden Resultate in den technischen Disziplinen, die Medaillenlosigkeit an Olympia 2010 in Vancouver und an der WM 2011 in Garmisch, und nicht zuletzt den nicht endgültig gelösten Zwist mit Lara Gut und ihrem Privatteam.

Doch Flatscher schaffte es mit seiner ruhigen und umsichtigen Art, die Wogen zu glätten und die Equipe wieder zu festigen. Seine wertvolle Arbeit zeigte sich am deutlichsten in den Erfolgen der letzten Jahre mit dem Gesamtweltcupsieg von Lara Gut, der äusserst erfolgreichen Heim-WM in St. Moritz und den ebenfalls sehr medaillenreichen Olympischen Spielen in Pyeongchang. Bei Flatschers Übernahme befand sich die Mannschaft auf Platz sechs der Nationenwertung. Aktuell aber scheint es für die Schweizerinnen sogar möglich, erstmals seit 1995 wieder die Spitze zu übernehmen. Die Schweizer Frauen liegen drei Rennen vor Schluss mit 105 Punkten Rückstand hinter Österreich.

Nachfolger noch nicht gefunden

Dem 49-jährigen Österreicher, der seit über 20 Jahren im Ski-Weltcup tätig ist, fiel der Entscheid zum Rücktritt nach vielen erfolgreichen Jahren nicht leicht. «Die Funktion als Cheftrainer habe ich mit viel Passion ausgeführt», sagte Flatscher. «Die Motivation und die Leidenschaft sind nach wie vor gross. Trotzdem habe ich mich schweren Herzens entschieden, das Amt loszulassen und mich verstärkt meiner Familie zu widmen.»

Flatscher möchte aber sein gesammeltes Wissen und seine Erfahrung weiterhin dem Skisport zur Verfügung stellen. Swiss Ski und Flatscher diskutieren derzeit Optionen, ob und in welcher Form diese Kompetenzen weiterhin innerhalb des Verbandes eingesetzt werden können. Wer die Nachfolge als Frauen-Cheftrainer übernehmen wird, ist noch nicht bestimmt. Dabei will man seitens des Schweizer Skiverbands keinen übereiligen Entscheid fällen. «Wir werden uns für die Entscheidung die nötige Zeit lassen und in Ruhe die richtige Lösung für die kontinuierliche Weiterentwicklung der jungen Equipe finden», sagte Swiss-Ski-Direktor Stéphane Cattin.

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