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ABSCHIED: Ammann sagt Olympia gut gelaunt Goodbye

Simon Ammann verabschiedet sich mit Rang 13 von den Olympischen Spielen, die seine Karriere prägten. Der Toggenburger genoss in Pyeongchang nochmals die Wettkampfatmosphäre.

Simon Ammann, nach dem ersten Durchgang mit vier Metern Rückstand auf Bronze Zehnter und noch mit dem Hauch einer Chance, fiel in der Reprise in den 13. Rang zurück. Das war es somit bei Olympia, denn die Schweiz nimmt heute beim Mannschaftsspringen nicht teil. Der 36-Jährige hatte es, nachdem Kamil Stoch als Sieger feststand, trotz eisiger Kälte nicht eilig. Gut gelaunt und ausführlich sprach er in jedes Mikrofon, das ihm auf dem Weg zur Wärme entgegengestreckt wurde. Die obligate Frage zur sportlichen Bilanz seines Olympia­auftritts schob er gleich zur Seite. «Ich weiss gar nicht, ob ich meine Sprünge überhaupt analysieren soll», sagte er. «Ich will jetzt meiner Frau und meinem Team danken, einfach allen, die es mir ermöglicht haben, nochmals an Olympia teilzunehmen. Ich durfte ein weiteres Mal diesen Traum haben, dass etwas Wunderbares passieren kann.»

Die Geschichte von 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver wiederholte sich nicht. Er wusste bereits im voraus, dass nur ein Lucky Punch helfen könnte. Trotz der Gedanken an seine letzten Sprünge bei Olympia bekundete er keine Mühe, den Wettkampfmodus zu finden. «Gerade im zweiten Durchgang war ich voll konzentriert. Ich bin noch nicht in der Goodbye-Stimmung. Aber der Abschied wird mir hier schon noch bewusst werden», sagte er. Pyeongchang war trotz der Ränge 11 und 13 eine Art Versöhnung. Denn vor vier Jahren in Sotschi war Ammann als einer der Favoriten angetreten. Der Toggenburger gab allerdings ein mögliches Gold aus der Hand.

Kein abruptes Ende seiner Karriere

Viermal Einzelgold bei Olympia war schweizweit bis zu diesen Spielen einmalig. Im Skispringen bleibt es trotz des Triumphs des Polen Kamil Stoch vor dem Normalschanzen-Sieger Andreas Wellinger aus Deutschland und dem Norweger Robert Johansson einzigartig. Für Stoch war es nach dem Doppelerfolg von Sotschi der dritte Olympiasieg. In der Schweizer Hierarchie wird Ammann möglicherweise diese Woche abgelöst, falls Dario Cologna eine weitere Medaille holt. Stören würde es Ammann keineswegs, denn er durfte die Spiele noch ein sechstes Mal geniessen. Über die Zeitspanne von zwanzig Jahren der Weltspitze anzugehören, macht ihn stolz.

Mehr als ein Abschied von Olympia waren die letzten Sprünge in Pyeongchang allerdings nicht. Der Schweizer liess sich in Sachen Zukunftspläne nicht in die Karten blicken. Fest steht: Das abrupte Ende seiner grandiosen Karriere wird Südkorea nicht markieren. «Ich freue mich noch auf ein paar schöne Sprünge. So weit kann ich sicher planen», sagte er. Er dürfte also zumindest bis zum traditionellen Saisonabschluss auf der Flugschanze in Planica Ende März weitermachen. (sda)

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