Bremgarten
Überzeugender Saisonstart: Fabienne Schlumpf und Matthias Kyburz dominieren den Reusslauf

Ein überzeugender Saisonstart für die letztjährige Zweifach-EM-Medaillengewinnerin Fabienne Schlumpf und für den OL-Weltcupsieger Matthias Kyburz: Die Wetzikerin und der Mehlemer siegten beim 37. Reusslauf in Bremgarten souverän.

Jörg Greb
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Der OL-Läufer Matthias Kyburz siegte am Reusslauf in Bremgarten souverän.
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Mit dem OL-Weltcupsieger Kyburz vermochte es niemand aufzunehmen.
Auch bei den Frauen war der Fall klar: Fabienne Schlumpf holte sich überlegen den Sieg.
Reusslauf Bremgarten 2019
Die Bremgartner Altstadt.
Der Start der Juniorinnen.
Kyburz in Aktion.
Der drittplatzierte Bruno Albuquerque aus Villigen.
Der Start der Hauptkategorie Frauen mit Fabienne Schlumpf.
Auch die Junioren geben alles.
Spass und Freude bei allen Teilnehmern.

Der OL-Läufer Matthias Kyburz siegte am Reusslauf in Bremgarten souverän.

Alexander Wagner

Die Frage stellte sich kaum: Wiederholt Fabienne Schlumpf ihren Vorjahrestriumph über die 11 km des Reusslaufs? Trotz namhafter Konkurrenz, etwa der U23-Schweizer-Rekordhalterin über die 3000 m Steeple Chiara Scherrer oder der Triathlon-Sprint-Europameisterin vom vorletzten Sommer Jolanda Annen, liess die letztjährige Silbermedaillengewinnerin an den Leichtathletik-Europameisterschaften auf der Bahn wie im Cross keinen Raum zum Diskutieren. Fabienne Schlumpf löste sich schnell von der Konkurrenz und war sodann nicht mehr gesehen.

Und auch nicht viele Männer vermochten der Topläuferin Paroli zu bieten. Gerade noch vor Schlumpf ins Ziel schafften es der aktuelle Schweizer Marathon-Meister Armin Flückiger als Elfter bei den Männern sowie Triathlet Ronnie Schildknecht, der neunfache Sieger des Ironman Switzerland. Als Zwölfter.

Mit ihren 36:23 Minuten nahm Schlumpf der Frauenzweiten Scherrer 1:23 Minuten ab, der dritten Julie Derron – auch sie eine Triathletin – 2:10 und Annen 2:39. Sie sorgte für klare Verhältnisse.

Ein gutes Gefühl

Die 28-Jährige Zürcher Oberländerin freute sich entsprechend: «Ich sah mich in der letzten Woche im Training stets von einem guten Gefühl begleitet, und dieses konnte ich nun auch in den Wettkampf mitnehmen.»

Aufgrund der Rennkonstellation orientierte sie sich unterwegs weniger an Flückiger und Schildknecht, sondern an Timon Amstutz (15.) Mit ihm lief sie etliche Kilometer und mit ihm wechselte sie verschiedentlich die Position, um dem Wind besser zu trotzen. Dass sie 15 Sekunden länger unterwegs war als vor einem Jahr, beunruhigte sie nicht: «Der Wind war hart, und Priorität hatte für mich sowieso das Gefühl und der Saisoneinstieg.»

Kyburz‘ Initiative im Wind

Umstrittener als bei den Frauen war der Kampf um den Sieg bei den Männern. Auf den letzten Kilometern als Stärkster erwies sich Matthias Kyburz. «Es war wie so oft hier: Niemand wollte im Wind fürs Tempo sorgen.» Der aktuell weltbeste OL-Läufer ergriff so früh die Initiative.

Der Kräfteverschleiss im Wind hätte aber rasch zu einem «Eigentor» führen können. Er aber war sich der Gefahren bewusst: «Bis Kilometer 8 nahm ich zwischenzeitlich immer wieder Tempo heraus.» Sodann setzte Kyburz zu einem Steigerungslauf an. Vom Spitzenquartett vermochte zuerst Vorjahressieger Mekonen Tefera nicht mehr mitzuhalten. Auf dem letzten Kilometer mussten auch Bruno Albuquerque und Fabian Kuert kapitulieren. «Erstmals siegen bei meinem «Quasi-Heimrennen» ist cool», freute sich Kyburz.

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