Challenge League

Super-League-Aufsteiger Lausanne will Aaraus Stéphane Besle verpflichten

Nach dem bevorstehenden Abgang von Igor Nganga droht dem FCA nun auch der Verlust des Abwehrchefs. Es gibt aber einen Streitpunkt: Lausanne soll nicht gewillt sein, für Besle eine Ablösesumme zu bezahlen.

Ruedi Kuhn und Dean Fuss
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Super-League-Aufsteiger Lausanne will FCA-Abwehrchef Stéphane Besle (Mitte) verpflichten

Super-League-Aufsteiger Lausanne will FCA-Abwehrchef Stéphane Besle (Mitte) verpflichten

Keystone

Es ist eine Hiobsbotschaft für den FC Aarau: Das bereits seit verganger Woche als Super-League-Aufsteiger feststehende Lausanne-Sport will FCA-Innenverteidiger Stéphane Besle verpflichten. Für das Team von Trainer Marco Schällibaum wäre der Abgang des 32-jährigen Franzosen ein schwerer Schlag.

Erinnern Sie sich an den vergangenen Januar? Damals suchte Besle einen Job und heuerte beim FC Aarau an. Nach einem Gespräch mit Sportchef Raimondo Ponte ging alles schnell. Besle reiste mit der Mannschaft ins Trainingslager in die Südtürkei und unterzeichnete kurze Zeit später einen Vertrag bis Ende Saison 2016/17.

Zankapfel ist die Ablösesumme

Im Verlauf der Rückrunde verlieh Besle der Abwehr Stabilität. Mehr noch. Der Franzose wurde mehr und mehr zum Abwehrchef. Logisch, dass der eine oder andere Verein auf Besle aufmerksam wurde.

Interesse an einer Verpflichtung von Besle hat vor allem Lausanne. Die Waadtländer wollen den Routinier, sollen allerdings nicht bereit sein, eine Ablösesumme zu bezahlen. Geht es nach dem Willen von Ponte, ist die Sache damit vom Tisch. «Ich habe mit Besle ein längeres Gespräch geführt», sagt der Sportchef. «Er hat einen Vertrag und wird deshalb beim FC Aarau bleiben. Das ist mein letztes Wort.»

Besle schweigt

Besle selbst will sich nicht zur Sache äussern. Trotzdem ist davon auszugehen, dass er einem Wechsel ins Waadtland gegenüber positiv eingestellt wäre. Schliesslich würde das auch aus familiärer Sicht durchaus Sinn machen: Besles frühere Partnerin wohnt zusammen mit dem gemeinsamen Sohn in Neuenburg.

Ob Besle gegen Chiasso einsatzfähig ist, steht in den Sternen. Besle leidet seit mehreren Tagen an einer leichten Wadenzerrung und verfolgte deshalb die Partien gegen Lausanne (1:2) und Wil (3:3) von der Tribüne aus.