Umbau

So schick ist das Corona-Brügglifeld geworden: Nun wartet der FC Aarau sehnlichst auf die Bewilligung

Sebastian Wendel
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Rund 50 Helfer finden sich am Tag, nachdem der FC Aarau auswärts gegen Stade Lausanne-Ouchy 1:1 gespielt, im Stadion Brügglifeld ein. Darunter Präsident Philipp Bonorand, Sportchef Sandro Burki, Chefcoach Stephan Keller und Nachwuchschef Sven Christ: Die Montage der ersten 1600 von insgesamt 2600 Sitzschalen auf den Stehrampen steht an.

Um 10 Uhr ist Arbeitsbeginn, eine Stunde später bereits ist die Arbeit getan. Und das Ergebnis lässt sich sehen. Analog zur Hauptrtibüne sind die Sitzschalen in den Klubfarben Schwarz, Rot und Weiss gehalten. Die Spieler und der Trainerstaff, die zum Training eintrudeln, bleiben stehen, zücken für Fotos ihre Handys und sind ausnahmslos begeistert.

Blick von oben - im Brügglifeld werden die Corona-Sitzplätze montiert
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Blick von oben - im Brügglifeld werden die Corona-Sitzplätze montiert (2)
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Blick von oben - im Brügglifeld werden die Corona-Sitzplätze montiert (6)
Blick von oben - im Brügglifeld werden die Corona-Sitzplätze montiert (7)

Blick von oben - im Brügglifeld werden die Corona-Sitzplätze montiert

CH Media

Auch Präsident Philipp Bonorand und Geschäftsführer Roland Baumgartner gefällts. Ihre Gedanken gehen jedoch weiter, genau gesagt zum 24. Oktober: An diesem Samstag soll das erste FCA-Heimspiel mit mehr als 1000 Zuschauern seit dem 23. Februar 2020 (4:4 gegen Kriens) stattfinden: Gegner ist Xamax, 2400 Zuschauer hätten Platz.

Am 3. November dann gegen Kriens, wenn die bislang nicht lieferbaren restlichen 1000 Sitzschalen montiert sind, steigt das Fassungsvermögen auf 3400.

Die bange Frage von Bonorand und Baumgartner: War die 150'000 Franken teure Übung für die Katz? Zumindest vorerst? Denn die in den vergangenen Tagen explodierten Corona-Zahlen haben Grossveranstaltungen zurück auf die Agenda der Politiker und Behörden gebracht: Am Sonntag, 18. Oktober, trifft sich der Bundesrat zu einer Notsitzung, um ab Montag gpltige Massnahmen zu beschliessen. Es komplett ausschliessen, dass er die Teilnehmerzahl bei Anlässen wieder auf 1000 beschränkt, kann man nicht.

Beim FCA ist man noch guter Dinge, dass am 24. Oktober gegen Xamax 2400 Personen ins Stadion dürfen, wenn denn so viele wollen. Die für die Durchführung des Grossanlasses nötige, schriftliche Bewilligung vonseiten des Kanton Aargau ist jedoch noch nicht im Brügglifeld eingetroffen - obwohl sie eigentlich für spätestens vergangenen Donnerstag angekündigt war.

Die kantonalen Behörden dürften die Beschlüsse des Bundesrats abwarten, ehe sie dem FCA die definitive Bewilligung erteilen. Oder im schlechten Fall für den FCA bis auf weiteres eben nicht.