NLA-Handball

Knappe Niederlage nach dramatischer Schlussphase: Der HSC Suhr Aarau verliert beim BSV Bern mit 17:18

Der HSC Suhr Aarau verliert die Partie der 4. NLA-Runde auswärts beim BSV Bern mit 17:18. Damit wartet das Team von Trainer Misha Kaufmann weiter auf seinen ersten Auswärtssieg der Saison. Die Berner hingegen gewinnen dank des Erfolges gegen den HSC ihre ersten Punkte 2020/21 – und reichen die rote Laterne an den TV Endingen weiter.

Dean Fuss
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Impressionen von der Partie HSC Suhr Aarau gegen BSV Bern (17.9.2020)
16 Bilder
Enttäuschung bei HSC-Kreisläufer Lukas Laube, der zwei Mal erfolgreich in den Abschluss ging.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka drohte nach seiner zweiten Zweiminutenstrafe noch vor Ablauf der Startviertelstunde bereits der Restausschluss.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka ärgert sich über die Niederlage seiner Mannschaft.
HSC-Rückraumspieler Daniel Parkhomenko (hinten) im Zweikampf mit dem Berner Samuel Weingartner.
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (hinten) war bei drei seiner fünf Wurfversuche erfolgreich.
Die Berner Marco Strahm (l.) und Nico Eggimann bringen HSC-Flügel Timothy Reichmuth, der drei von fünf Würfen versenkte, zu Boden.
Der tschechische HSC-Flügel David Poloz versuchte sich drei Mal im Wurf und war nur ein Mal erfolgreich.
HSC-Torhüter Dario Ferrante (hinten) kam für zwei Siebenmeter auf die Platte und konnte einen davon parieren. Hier hat er gegen BSV-Topskorer Ante Kaleb das Nachsehen.
Trainer Misha Kaufmann und die HSC-Bank ärgern sich über einen Schiedsrichterentscheid.
HSC-Routinier Patrick Strebel (unten) im Zweikampf mit dem Berner Ante Kaleb.
HSC-Allrounder Patrick Strebel (M.) tankt sich gegen die BSV-Defensive durch.
HSC-Rückraumspieler Sergio Muggli (l.) behauptet den Ball gegen BSV-Spieler Samuel Weingartner.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka im Abschluss, die Berner können nur noch zusehen.
HSC-Rückraumspieler Manuel Zehnder (M.) wird von den Bernern Claudio Vögtli (l.) und Michael Kusio in die Mangel genommen.
HSC-Trainer Misha Kaufmann hält während eines Teamtimeouts eine Ansprache an seine Mannschaft.

Impressionen von der Partie HSC Suhr Aarau gegen BSV Bern (17.9.2020)

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Am Ende fehlte auch einfach das nötige Glück: Tim Aufdenblatten, David Poloz und Manuel Zehnder trafen in den letzten gut viereinhalb Minuten alle nur Pfosten oder Latte des Berner Torgehäuses und so verlor der HSC Suhr Aarau die Partie der vierten Runde in der NLA auswärts beim BSV Bern mit 17:18.
«Schlussendlich hätte die Partie auf beide Seiten kippen können», sagte HSC-Trainer Misha Kaufmann wenige Augenblicke nach der Schlusssirene.

Zur Pause war seine Mannschaft nach einem Schlussspurt in der Endphase der ersten Halbzeit noch mit 10:9 in Führung gelegen. In der zweiten Halbzeit zeigten sich dann die Berner Gastgeber in einer hart umkämpften und teilweise zähen Partie in der Offensive etwas effizienter.

Die Abwehr des HSC stand über die komplette Spielzeit gut und liess gerade einmal 18 Gegentreffer zu – und das, obwohl Abwehrchef Martin Slaninka bereits in der zwölften Spielminute seine zweite persönliche Zweiminutenstrafe kassiert hatte und in der Folge wegen des drohenden Restausschlusses nur noch dosiert zum Einsatz gekommen war.

Zu wenige Treffer erzielt

Das Problem des HSC lag am Donnerstagabend aber vielmehr in der Offensive. Dort liessen die Schützlinge von Trainer Kaufmann schlicht und einfach zu viele Chancen liegen. «Mit gerade einmal 18 Gegentreffern sollte man eigentlich trotzdem gewinnen. Nun gilt es die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.»

Mit gerade einmal 18 Gegentreffern sollte man eigentlich trotzdem gewinnen.

(Quelle: Misha Kaufmann, Trainer HSC Suhr Aarau)

Für Kaufmann war klar: «Wir haben uns heute für eine gute Leistung nicht belohnt – aber mit einer solchen Niederlage kann ich viel besser leben, als mit derjenigen in St. Gallen.» Gegen St. Otmar hatte der HSC nach einer schwachen Leistung zum Saisonauftakt Anfang September mit 26:29 verloren. Damit warten die Aargauer auch nach der zweiten Gelegenheit weiterhin auf ihren ersten Auswärtssieg in der neuen und noch jungen Saison.

Insofern dürfte dem HSC gelegen kommen, dass sich das am kommenden Dienstag: aller Voraussicht nach ändern wird: Im Cup-Sechzehntelfinal beim Erstligisten Fortitudo Gossau II ist ein Sieg schlicht und einfach Pflicht. In der NLA geht es in knapp anderthalb Wochen in der fünften Runde mit einem Heimspiel gegen GC Amicitia weiter.

Telegramm

BSV Bern - Suhr Aarau 18:17 (9:10)

Mobiliar Arena, Gümligen. – 420 Zuschauer. – SR Boshkoski/Stalder. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen BSV Bern, 5mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau.

BSV Bern: Cvitkovic (9 Paraden/1 Tor)/Schelling; Arn (2 Tore), Baumgartner (2), Eggimann, Freiberg, Getzmann (2), Jauer, Kaleb (2), Kusio (5), Mühlemann (1), Rohr, Strahm (1), Vögtli (1), Weingartner (1).

Suhr Aarau: Marjanac (6 Paraden)/Ferrante (1 Parade)/Grazioli; Attenhofer, Aufdenblatten (3), De Abreu Oliveira (3), Laube (2), Muggli, Parkhomenko (1), Poloz (1), Reichmuth (3), Slaninka (1), Strebel, Zehnder (3).

Bemerkungen: Suhr Aarau ohne Ferraz, Brandt (beide verletzt), Hofer und Kalt (beide TV Solothurn.) – Verhältnis verschossener Penaltys: 1:2.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an: