Handball

HSC Suhr Aarau verliert knapp – Aufholjagd wird nicht belohnt

Die 21:22-Niederlage von Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur basiert auf einer ungenügenden ersten Hälfte, das Spiel enthielt aber auch eine erstaunliche Wende.

Jörg Greb
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Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.
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Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.
Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.
HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur
Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.
Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.
Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.
Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.

Die Impressionen des Spiels: HSC Suhr Aarau gegen Pfadi Winterthur.

Alexander Wagner

Vor der Saisonrekordzuschauerkulisse von 920 Zuschauern bahnte sich für den Aufsteiger erstmals eine Kanterniederlage an. Mit 8:14 lag der HSC Suhr Aarau nach 30 Spielminuten zurück, und Gegner Pfadi Winterthur zeigte sich in allen Belangen überlegen.

Die HSC-Defensive genügte zwar einigermassen höheren Ansprüchen, aber die Offensive blieb weitgehend wirkungslos. Kein Rezept fand die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison gegen die stärkste Deckung der NLA. Immer wieder rannte sich Suhr Aarau fest im gegnerischen 3:2:1.

Über die Flügel lief gar nichts, kaum etwas über den Kreis, und bei den Rückraumspielern konzentrierte sich alles auf Tim Aufdenblatten und Patrick Romann. «Uns fehlte die Geduld, die Würfe hatten nicht die nötige Genauigkeit», bemängelte später Coach Misha Kaufmann.

Da nützte die taktische Massnahme, mit gleich drei Kreisläufern anzugreifen, nun bedingt etwas. Denn wenn das Abwehrbollwerk der Zürcher einmal überwunden war, stand der argentinische Nationaltorhüter Mathias Schulz richtig und parierte nicht weniger als acht Bälle.

Beeindruckende Wende

Nur zwei Treffer konnte sich die Heimmannschaft zwischen der 16. und 30. Minute gutschreiben lassen. Die Partie schien bei Halbzeit so gut wie entschieden. Dass dem so nicht war, sondern in den letzten zehn Spielminuten nochmals Hochspannung aufkam, dafür sorgte vor allem eine erstaunliche Leistungssteigerung des HSC Suhr Aarau.

Schritt für Schritt kämpfte sich die Equipe wieder heran. Basis bildete eine ausgezeichnete Abwehrleistung. Torhüter Mihailo Radovanovic verdreifachte seine Paradenzahl im Vergleich zur ersten Hälfte und steigerte diese auf neun. Drei gehaltene Penaltys bildeten die Krönung. Auf lediglich sieben Treffer kam das hochdotierte Pfadi- Ensemble in der zweiten Hälfte.

Und auch in der Offensive wurde Suhr Aarau effizienter, breiter und variantenreicher. Auffallend war der erst 19-jährige Linkshänder Raphael Rohr. Er sorgte für mehr Dynamik als zuvor der blasse Golubovic. Nicht zuletzt Rohr war es zu verdanken, dass auch die beiden Rückraumstützen Romann und Aufdenblatten besser ins Spiel fanden und mit deutlich geringeren Fehlerquoten gefielen.

So kam der HSC in den letzten acht Minuten fünf Mal bis an ein Tor heran. Der Ausgleich hing in der Luft, wollte aber nicht gelingen – auch nicht mit einem letzten Versuch nach 59:59 Spielminuten und einem Direktwurf von Torhüter Radovanovic.

Der Überraschungscoup blieb damit zwar aus, und dennoch hatte Kaufmann recht, wenn er betonte: «Diese zweite Halbzeit macht stolz, und ich möchte der Mannschaft ein Riesenlob aussprechen: Toll, wie sie gekämpft, an sich geglaubt und umgesetzt hat, was ich ihr auf den Weg gegeben hatte.»