HSC Suhr Aarau
Ein Spiel für den siebten Mann: Torhüter Grazioli überragt beim Sieg über GC Amicitia

Der HSC Suhr Aarau gewinnt auswärts in Zürich mit 27:25. Den Sieg verdient sich die Mannschaft dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Mann des Abends war Goalie Leonard Grazioli - dem sogar ein eigener Torerfolg gelang.

Frederic Härri
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Trainer Aleksander Stevic (links) konnte sich gegen GC Amicitia auf Torhüter Leonard Grazioli verlassen.

Trainer Aleksander Stevic (links) konnte sich gegen GC Amicitia auf Torhüter Leonard Grazioli verlassen.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Zuletzt wurde das Torhüter-Trio des HSC Suhr Aarau ein wenig vermisst. Anwesend waren sie zwar, doch Einfluss auf das Geschehen besassen sie kaum. Am Donnerstagabend war das anders, zumindest galt dies für einen der dreien. Leonard Grazioli gehörte die Partie in der Saalsporthalle. Es war ein Spiel wie gemalt für den siebten Mann.

Grazioli hatte grossen Anteil an diesem 27:25-Sieg des HSC Suhr Aarau über GC Amicitia Zürich. 15 von 40 Würfen entschärfte er, was einer Abwehrquote von fast 40 Prozent gleichkommt. Gar einen eigenen Torerfolg steuerte Grazioli bei: In der zweiten Halbzeit traf er ins verwaiste Tor, so wie dies zuvor auch seinem Antipoden im GC-Tor, Baul Par, gelungen war.

Die Flügelspieler kommen erst in der zweiten Halbzeit zur Geltung

Man konnte es auch derart sehen: Der HSC hatte ihn dringend nötig, diesen Leonard Grazioli in Bestform. Er allein war es, der verhinderte, dass seine Mannschaft zur Pause nur mit drei Toren in Rückstand lag. Erneut krankte Suhr Aarau zunächst an einer fehlerhaften Abwehrleistung, die mit 16 Gegentoren noch gnädig bestraft blieb. Gewiss liess auch der Gegner viele Möglichkeiten zu, doch der HSC konnte daraus nur selten Profit schlagen. Die Würfe aus dem Rückraum waren zu oft unvorbereitet, zudem schienen die Gäste ihre Aussenspieler im Angriff weitgehend zu ignorieren. Timothy Reichmuth, Lars Hofer und Gian Attenhofer erhielten kaum verwertbare Zuspiele.

Dies änderte sich im zweiten Umgang grundlegend. So waren es die eben genannten Flügelspieler, welche mit ihren Toren zur Aufholjagd animierten. Und auch das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter funktionierte zunehmend besser. Davon zeugen die neun Gegentore, die der HSC in der zweiten Halbzeit lediglich erhalten hat. Ein Topwert.

Am Ende ging dem Heimteam nach und nach die Luft aus. Suhr Aarau hingegen hatte – selbst nach dem Europacup-Strapazen – noch Kraft. Auch das war bemerkenswert.

Telegramm

GC Amicitia – Suhr Aarau 25:27 (16:13)

Saalsporthalle. SR Abalo/Maurer. 325 Zuschauer

GC Amicitia: Bar (13 Paraden/1 Tor); Bodenheimer (1), Brücker (4), Popovski (2), Sluijters (2), Bamert (1), Quni (1), Poloz (4), Maric (3), Ben Romdhane (6).

Suhr Aarau: Grazioli (15 Paraden/1 Tor); Reichmuth (3), Hofer (3), Zehnder (6), Ferraz (4), Attenhofer, Aufdenblatten (3), Pejkovic (4), Laube, Muggli (1), Strebel (1), Slaninka (1).

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