EHC Aarau
Glücklicher Aarauer Sieg gegen den Tabellenletzten

Der EHC Aarau hat sich in der 1. Liga zum Auftakt der Rückrunde gegen den Tabellenletzten EHC Adelboden schwer getan. Mit zwei Treffern im Schlussdrittel zitterten sich die Aarauer zum glücklichen Sieg

Peter Gschwind
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Der EHC Aarau gegen den EHC Adelboden
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Aaraus Captain Daniel Eichenberger
Keilerei zwischen Aarau und Adelboden
Aaraus Raoul Dünser (rechts)

Der EHC Aarau gegen den EHC Adelboden

«Wenn wir offensiv und defensiv so konzentriert spielen wie gegen den SC Unterseen-Interlaken, dann bin ich zufrieden», sagte Patric With, Trainer des Erstligisten EHC Aarau, vor Spielbeginn gegen Tabellenletzten EHC Adelboden.

Bis in die letzten Sekunden mussten die Aarauer dann den glücklichen Sieg erzittern. Unbedrängt schlenzte der Adelbodner Lukas Baumann die Scheibe noch wenige Sekunden vor der Schlusssirene über das Torgehäuse von Marco Mathis und verpasste so den Ausgleich und die Verlängerung.

Bereits mit dem 1:1-Zwischenstand nach dem Startdrittel konnte der Aarauer Übungsleiter nicht zufrieden sein. Sein Team dominierte zwar die ersten 20 Minuten klar, konnte aus der Überlegenheit und den erstklassigen Tormöglichkeiten aber keinen Nutzen ziehen.

Der Treffer von Boris Neher, der in 6. Minute den Puck ins Lattenkreuz schlenzte, war eine schwache Ausbeute der Offensivbemühungen der Aarauer, die vor dem Tor des stark spielenden Stephan Küenzi für viel Verkehr sorgten, ihre Chancen aber versiebten. So verpasste Michael Widmer die Resultaterhöhung, als er nach einem perfekten Pass alleine auf den Torhüter der Gäste losziehen konnte.

Mit dem 1:1 kurz vor Drittelsende folgte ein Rückschlag für die Aarauer. Bis unter das Dach der Eishalle war dann im Mitteldrittel die Stimme von Patric With zu hören. Wenn ein Trainer nach einem Gegentor ein Time-out nehmen muss, ist etwas nicht in Ordnung. In der Tat spielten die Aarauer im zweiten Drittel konzeptlos und sorgten dafür, dass der EHC Adelboden, der erst einen Punkt auf dem Konto hat, die Gangart der Partie sogar bestimmen konnte.

Der EHC Aarau agierte im Mittelabschnitt konzept- und ideenlos, sodass die Berner Oberländer gar nicht anders konnten, als durch Bruno Marcon in Führung zu gehen. Zu einfach kamen die Gäste immer wieder zum Abschluss, und sie hätten den Vorsprung sogar noch ausbauen können. «Wir haben unser Konzept aus dem Kopf verloren», teilte Patric With zur Leistung in den zweiten 20 Minuten mit.

«Ich bin zufrieden mit den drei Punkten, nicht mit mehr und nicht mit weniger», gab With zur Leistungssteigerung im letzten Abschnitt bekannt. Mit seinem zweiten Treffer erzielte Neher in der 45. Minute den Ausgleich. Es war in der Folge Patrick Bula, der im Powerplay mit seinem Treffer den Aarauern zum Sieg verhalf.

«Hätten wir im zweiten Drittel so weitergespielt wie im ersten Abschnitt, wir wären nicht ins Zittern gekommen», sagte Patrick With zu Recht über die Leistung seines Teams. Immerhin zeigten die Aarauer Moral und konnten ein Spiel, das aus den Händen zu gleiten schien, doch noch wenden.
EHC Aarau - EHC Adelboden 3:2 (1:1, 0:1, 2:0)
Eishalle KEBA. - 187 Zuschauer. - SR Stingelin; Anliker, Brönnimann. - Tore: 6. Neher (Wegmüller) 1:0. 19. Loretan (Ausschluss Unterluggauer) 1:1. 26. Marcon (Nico Schmid) 1:2. 45. Neher (Bula) 2:2. 52. Bula (Neher, Eichenberger/Ausschluss Reto Brügger) 3:2. - Strafen: 8-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Wegmüller) gegen Aarau. 2-mal 2 Minuten gegen Adelboden.
EHC Aarau: Mathis; Wälti, Humbel; Dünser, Eichenberger; Leuenberger, Wegmüller; Riolo; Blatter, Boner, Ruprecht; Neher, Kissling, Bula; Christen, Frei, Unterluggauer; Wernli, Bracher, Widmer.
EHC Adelboden: Stephan Küenzi; Allenbach, Marolf; Nicolas Bleuer, Koller; Haueter, Baumann; Bruno Marcon, Grichting, Nico Schmid; Kaspar Schmid, Loretan, Tobias Bleuer; Reto Brügger, Mario Brügger, Michael Küenzi; Steiner, Adrian Marcon.
Bemerkungen: Aarau ohne Gisin, Frei 1 (beide Partnerteam EHC Wettingen-Baden). - 25:23 Timeout EHC Aarau. 47:21 Time-out Adelboden.

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