Fussball 2. Liga inter
Wangen-Trainer Fatmir Cuculi: «Die Mannschaft musste in den letzten Monaten leiden»

Der erste Saisonsieg soll seiner Mannschaft Mut und Auftrieb geben für die letzten beiden Spiele der Vorrunde, hofft Wangens Trainer Fatmir Cuculi.

Raphael Wermelinger
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Bis jetzt hatten die Wangner in dieser Saison in der 2. Liga inter nur wenig Grund zum Jubeln.

Bis jetzt hatten die Wangner in dieser Saison in der 2. Liga inter nur wenig Grund zum Jubeln.

Bruno Kissling

Im elften Versuch hat es endlich geklappt. Die Flaute ist vorbei, der FC Wangen bei Olten feierte am Samstag den ersten Saisonsieg in der 2. Liga inter. «Die Mannschaft musste in den letzten Monaten viel leiden. Zehn Spiele hintereinander zu verlieren, das macht die Spieler mental schon etwas kaputt», blickt Trainer Fatmir Cuculi auf die Niederlagenserie zurück.

Diese endete im Heimspiel gegen den Tabellendritten FC Dietikon. Eine aufreibende Partie. Die Wangner legten in der ersten Halbzeit zweimal vor. In der 21. Minute eröffnete Denis Kostadinovic das Skore mit seinem dritten Saisontreffer. Der Ausgleich der Zürcher folgte keine fünf Minuten darauf, doch in der 34. Minute lagen die Gastgeber nach dem Tor von Albin Avdilji wieder vorne.

Der FC Dietikon hatte von den vorherigen zehn Spielen nur eines verloren und dabei gerade mal sechs Gegentreffer zugelassen. «Uns war klar, dass es wieder eine sehr schwierige Aufgabe ist», sagt Cuculi. «Wir wollten ohne Druck auftreten und einfach spielen und etwas probieren. Bereits früh merkten wir, dass sie ihre Schwachstellen in der Defensive haben – die wollten wir ausnutzen, was uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen ist.»

Ein verwandelter Penalty tief in der Nachspielzeit

In der Pause habe er den Spielern eingetrichtert, dass die ersten Punkte nicht mehr weit weg seien. Und dass sie mit der Führung im Rücken nicht überheblich werden dürfen, sondern den Match clever zu Ende spielen müssen. «Sie haben es perfekt gemacht. Jeder ist für den anderen gegangen und hat gefightet», zeigt sich Cuculi stolz. Für den ersten Dreier war indessen auch etwas Glück nötig.

«Dietikon hatte in beiden Halbzeiten ein paar sehr gute Chancen», rekapituliert Cuculi. Eine davon nutzten die Zürcher in der 67. Minute zum neuerlichen Ausgleich. Der Gamewinner gelang den Wangnern erst in der Nachspielzeit. Fatlum Kastrati traf vom Penaltypunkt aus zum viel umjubelten 3:2. Sein Team habe das Glück erzwungen, so Cuculi: «Am Ende profitierten wir auch vom Fehler des gegnerischen Goalies, der unseren Stürmer im Sechzehner gefoult hat. Trotzdem war es ein verdienter Sieg für eine ganz gute Leistung von uns.»

Der entscheidende Penalty zum 3:2, verwandelt von Fatlum Kastrati.

Der entscheidende Penalty zum 3:2, verwandelt von Fatlum Kastrati.

Ruedi Burkart

Es sein nicht nur für die Spieler, sondern auch für ihn ein sehr emotionaler Moment gewesen, die ersten Punkte in der 2. Liga inter einzufahren. «Darauf haben wir nach dem Match natürlich noch angestossen», sagt Cuculi mit einem breiten Lachen. «Die Freude der Spieler zu sehen, war sehr schön. Sie haben es sich verdient. Der Sieg bringt wieder Mut, Motivation und Selbstvertrauen.»

Zehn Punkte fehlen für einen rettenenden Platz

Trotz des ersten Erfolgs belegt der FC Wangen bei Olten immer noch den letzten Tabellenplatz. Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. In den letzten beiden Spielen des laufenden Kalenderjahres stehen das Gastspiel beim Tabellenzweiten FC Muri am Sonntag und eine Woche später zum Abschluss der Vorrunde das Heimspiel gegen den SC Zofingen an. «Muri ist eine erfahrene Mannschaft, schon lange dabei in dieser Liga und ein ganz starker Gegner», blickt Cuculi voraus. «Wir wollen wie gegen Dietikon auftreten. Mit dem nötigen Respekt, aber wir haben nichts zu verlieren.»

Sorgen bereiten ihm die vielen verletzten Spielen. Er müsse sich gut überlegen, wie er die Ausfälle am Sonntag kompensieren könne. Und er ist froh, dass die Vorrunde bald einmal vorbei ist. Die Planung für die zweite Saisonhälfte läuft bereits auf Hochtouren, erläutert Fatmir Cuculi: «Wir diskutieren mit ein paar Spielern, die uns helfen könnten in der Rückrunde. Die wird wiederum sehr lange dauern. Es ist noch vieles möglich und jetzt wissen wir, wie es in dieser Liga läuft.»

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