Fussball 1. Liga
Der FC Solothurn kommt mit zwei Penaltytoren zu einem Punktgewinn

Am neunten Spieltag der 1. Liga macht der FC Solothurn auswärts bei der Reserve der Grasshoppers einen 0:2-Rückstand wett. Hannes Hunziker und Loic Chatton treffen vom Punkt aus.

Pius Rüegger
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Hannes Hunziker verwertete in der 27. Minute den ersten Strafstoss für die Solothurner zum 1:2-Anschluss.

Hannes Hunziker verwertete in der 27. Minute den ersten Strafstoss für die Solothurner zum 1:2-Anschluss.

Hans Peter Schläfli

Dieses Remis war eine deutliche Reaktion auf das vermasselte Zug-Spiel, so weit möglich, wie es GC II mit seiner technisch und spielerisch überlegenen Mannschaft zuliess. Dank der zwei Penaltytore von Hunziker (27.) und Chatton (70.) holte Solothurn beim mit den Super-League-Spielern Momoh und Da Silva verstärkten GC-Nachwuchs einen Zwei-Tore-Rückstand auf.

Die Besucher sicherten sich glückhaft einen Punkt. «Ich bin zufrieden mit diesem Punkt, eine Steigerung war da», kommentierte Solothurns Trainer Jürg Widmer. Nach der Zug-Blamage wartete er mit Umstellungen auf. Chatton und Mast blieben draussen, Hunziker und Musaj kamen in die Startaufstellung. Weil Kaiser krank ausfiel und Sebastian Gerspacher wieder auf die Ersatzbank musste, agierten der genesene Stuber und Koekenbier in der Innenverteidigung. Philippe Gerspacher rückte auf die linke Aussenläuferposition vor. Für ihn ­übernahm Mzee die Position des Aussenverteidigers. «Die Umstellungen machte ich, weil wir eine gute Bank haben und unser Kader sehr ausgeglichen ist. In der ersten Halbzeit wollten wir zudem defensiver auftreten», erklärte Widmer.

Dass diese Taktik nötig war, weil GC mit acht schnellen und spritzigen U21-Akteuren begann, zeigte der Auftakt. Mit ihrem Tempofussball machten die Zürcher eine klare Ansage. Vor dem Tempofussball kapitulieren musste FCS-Hüter Bähler in der 13. Minute. Nach einem Foul an Hunziker schalteten die Einheimischen blitzschnell. De Carvalho enteilte links. Bähler konnte den scharfen Schuss nur in die Füsse von Rastoder abwehren. Dieser staubte zur Führung ab. In der 19. Minute setzte sich Momoh gegen Koekenbier durch, traf aber nur den linken Pfosten. Erfolgreich war der Nigerianer dafür kurz darauf. Er konnte sich gegen Philippe Gerspacher im Zentrum durchsetzen und schnörkellos auf 2:0 erhöhen (24.).

Solothurn nach der Pause offensiver eingestellt

«Am Anfang mussten wir schauen, dass wir nicht unter die Räder gerieten», sagte Widmer über diesen Ansturm. Die Solothurner liessen sich jedoch nicht beeindrucken und lösten umgehend einen Gegenangriff über links aus. Nach Zuspiel Mzees wurde Hunziker im GC-Strafraum von Tschopp gefällt. Den Elfer versenkte der Gefoulte souverän: Mit seinem platzierten Linksschuss versetzte er den nach rechts hechtenden Berbic im GC-Tor klassisch (27.).

Nach dem Seitenwechsel setzte Widmer auf eine offensivere Variante. Chatton und Mast kamen für Philippe Gerspacher und Loosli. Die Zürcher spielten weiterhin voll ihre offensive Karte aus. Doch die Solothurner hatten sich inzwischen besser auf ihre Spielanlage eingestellt. Eine der wenigen Offensivaktionen führte zum zweiten Penalty. Mathys wurde an der Strafraumgrenze von Paciencia gelegt. Chatton liess mit seinem satten Strafstoss Berbic keine Abwehrchance (70.).

Das Geschehen wurde danach offener. Die Zürcher mussten zuerst die neue Situation verdauen, denn sie fühlten sich offensichtlich zu siegessicher. Sie wurden nervöser und leisteten sich mehr Fouls. Die in neuen schwarzen Auswärtsdresses angetreten Aarestädter setzten bei ihren Kontern nun mehr auf direkte und lange Bälle. Die Zürcher gaben sich mit dem 2:2 nicht zufrieden. Sie wollten den Sieg. Entsprechend forcierten sie in der Schlussphase. Einerseits hielt Bähler ausgezeichnet, anderseits blieben ihre fünf letzten Eckbälle folgenlos. Die Solothurner konnten sich festigen und wurden kompakter. «Wir gewannen an Sicherheit und waren in der zweiten Halbzeit das bessere Team, wobei wir mutiger und mit mehr Emotionen in die wenigen Aktionen gehen müssen», sagte Widmer.

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