Automobil

Fabio Leimers Reise der Hoffnung mit dem hohen Ziel Formel 1

Der Rothrister Fabio Leimer startet am Wochenende in die GP2-Series - mit grossen Erwartungen. Der ehrgeizige 22-Jährige hat für die Saison beim Start in Kuala Lumpur hohe Ambitionen. Denn nächstes Jahr möchte der Aargauer in der Formel 1 fahren.

Daniel Weissenbrunner und David Bernold
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Fabio Leimer vor dem Sauber F1-Boliden C11.

Fabio Leimer vor dem Sauber F1-Boliden C11.

Keystone

Dienstagvormittag, Flughafen Kloten, Flug SQ 345. Der Airbus A 380 nimmt Kurs Richtung Singapur. An Bord des Riesenvogels: Fabio Leimer und sein Manager Stefan Meier. Ziel: Kuala Lumpur.

Es ist eine Reise der Hoffnung. Filmregisseur Xavier Koller wollte sich mit dem gleichnamigen Film einst den Weg nach Hollywood ebnen, Fabio Leimers Reise soll in die heiligste Klasse des Automobils führen – in die Formel 1. In Sepang beginnt am Wochenende für den Rothrister die Saison der Wahrheit.

An die Spitze und in die Formel 1

Seine Ambitionen sind ehrgeizig. Für Leimer soll das dritte Jahr in der GP2-Series, dem grössten Schaufenster für zukünftige Formel-1-Fahrer, das letzte sein. Er nimmt die Saison erneut mit einem neuem Rennstall in Angriff. 2010 war er für das portugiesische Equipe Ocean Racing gestartet, im vergangenen Jahr hatte der Absolvent der Sporthandelsschule beim italienischen Top-Team Rapax unter Vertrag gestanden. Nach dem Wechsel zu Racing Engineering soll nun der Schritt an die Spitze vollzogen werden.

Geht es nach den Vorstellungen des 22-Jährigen, ziert seine Name nächste Saison an einen Formel-1-Boliden. Wie realistisch das Vorhaben ist, weiss Leimer noch nicht. Dazu fehlen ihm vor dem ersten Rennen die konkreten Anhaltspunkte. Die winterlichen Tests in Jerez und Barcelona verliefen planmässig. «Die Bedingungen in Malaysia sind aber mit jenen in Spanien nicht zu vergleichen.»

Regelmässig aufs Podest

Damit sein grosser Traum in Erfüllung geht, benötigt Fabio Leimer vor allem eines – Spitzenergebnisse. Nicht nur vereinzelt, gefordert sind regelmässige Podestplätze. Die Umsetzung des Plans hat Leimer schnell erklärt. «Möglichst viele Polepositions, viele Rennen gewinnen, die Meisterschaft für mich entscheiden.» Er ist überzeugt, dass der grosse Wurf diesmal gelingen kann. «Es war eigentlich schon mit dem Rapax-Team das Ziel gewesen, den Titel zu gewinnen.»

Der angestrebte Gesamtsieg würde Leimer wohl einen Schritt näher an sein ultimatives Ziel Formel 1 bringen. Ein Blick zurück wird dem Talent aus Rothrist bestätigen, dass der Titel zum Türöffner für die ganz grosse Bühne werden kann. Seit die Serie 2005 die Formel 3000 abgelöst hat, fanden sämtliche GP2-Champions, unter ihnen Nico Rosberg (2005) und Lewis Hamilton (2006), in der Formel 1 ein Cockpit. Im vergangenen Jahr sicherte sich der mit einer französischen Lizenz ausgestattete Genfer Romain Grosjean den Titel – und erhielt danach bei Lotus eine zweite Chance.