Challenge League

"Er hat mich ermutigt": So lockte Oli Jäckle Marco Aratore zurück nach Aarau

Für den neuen Flügelstürmer ist der Wechsel nach Aarau wie «ein Heimkommen» – welche Rolle spielte Jäckle?

Ruedi Kuhn, Sebastian Wendel
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Marco Aratore ist zurück in Aarau

Marco Aratore ist zurück in Aarau

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Es gibt einige Gründe, warum Marco Aratore in der vergangenen Woche seinen bis im Frühling 2021 laufenden Vertrag beim russischen Verein Ural Jekaterinburg aufgelöst und beim FC Aarau einen Dreijahresvertrag mit Option unterschrieben hat. Der erste: die Erinnerungen. «Ich hatte von 2010 bis 2012 eine gute und erfolgreiche Zeit im Brügglifeld», blickt Aratore zurück. «Die Rückkehr nach Aarau bedeutet mir emotional viel. Es ist in etwa so, wie wenn ich nach Hause kommen würde. Zudem hat mir Sportchef Sandro Burki einen langfristigen Vertrag bis 2023 mit Option für ein weiteres Jahr angeboten. Das gibt meiner Frau, meinen drei Kindern und mir eine gewisse Sicherheit.»

Marco Aratore als 20-Jähriger im Einsatz für den FC Aarau, knapp zehn Jahre später kehrt er zurück

Marco Aratore als 20-Jähriger im Einsatz für den FC Aarau, knapp zehn Jahre später kehrt er zurück

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Interessant: Mit ein Grund für Aratores Wechsel zu Aarau und vielleicht das Zünglein an der Waage, weshalb sich Aratore für den FCA und gegen Angebote aus der Super League und aus dem Ausland entschied, ist Olivier Jäckle. «Oli und ich spielten in der Rückrunde der Saison 2011/12 zusammen für den FC Aarau und verstanden uns von Beginn an ausgezeichnet», sagt Aratore. «Seither hat sich eine Freundschaft entwickelt, die uns viel bedeutet.» Jäckle war Trauzeuge bei der Hochzeit von Aratore vor gut sechs Jahren. Und Jäckle ist Götti des ältesten Sohnes von Aratore.

«Den Entscheid hat Marco selbst gefällt»

Jäckle als Hauptgrund für den Wechsel Aratores zum FC Aarau? «Mit der Abwicklung des Transfers hat Olivier nichts zu tun», sagt Aratore, «aber es ist schon so, dass wir im Vorfeld des Wechsels oft miteinander darüber gesprochen haben. Er hat mich ermutigt, nach Aarau zu kommen. Das hat bei meinem Entscheid mit Sicherheit eine Rolle gespielt.»

Jäckle selbst freut sich, dass Aratore jetzt beim FC Aarau spielt, stellt aber klar: «Ich bin einzig und allein Spieler des FC Aarau. Den Entscheid hat Marco selbst gefällt. Aber ich habe ihm in den vergangenen Wochen immer wieder gesagt, dass es schön wäre, wenn er wieder zum FC Aarau kommen würde. So gesehen, konnte ich ihn bei seinem Entscheid wohl schon ein wenig beeinflussen. Ich freue mich, dass er einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat.»

Nun werden die zwei wieder gemeinsam für den FC Aarau spielen. Und zwar schon am Samstag gegen Chiasso: Die Freigabe aus Jekaterinburg für Aratore ist eingetroffen. Damit ist Aratore gegen die Südtessiner spielberechtigt und dürfte zumindest zu einem Teileinsatz kommen. Sein Können ist gefragt: Nach den Niederlagen gegen Wil (1:3) und Winterthur (2:5) ist der FC Aarau schon am dritten Spieltag dringend auf Punkte angewiesen.