Unihockey

Drei Unihockeyklubs unter ein Dach bringen – eine Herausforderung

Die Aargauer Klubs Bremgarten, Lenzburg und Wohlen spannen in der Nachwuchs-Förderung zusammen und wollen die Juniorenteams U16 bis U21 ab 2014 in einem neuen Dachverein zusammenfassen. Der Branchenprimus Lok Reinach fehlt dabei.

Ruedi Burkart
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Auch Bremgartens C-Junioren (rotes Dress) werden in Zukunft vom Projekt profitieren. ruedi burkart

Auch Bremgartens C-Junioren (rotes Dress) werden in Zukunft vom Projekt profitieren. ruedi burkart

Ruedi Burkart

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, welches eine Arbeitsgruppe der drei Klubs aus Bremgarten, Lenzburg und Wohlen vorantreibt. Das Ziel: Die Juniorenteams von U16 bis U21 ab 2014 in einem neuen Dachverein zusammenfassen und somit die Voraussetzungen für eine gezielte Nachwuchs-Förderung schaffen. «Leistungswilligen Spielern wollen wir Perspektiven bieten», so Adrian Meyer, Sportchef bei Lenzburg und Sprecher der Projektgruppe. Anders ausgedrückt: Man will verhindern, dass talentierte Spieler zur Konkurrenz abwandern.

Mehrheitlich positive Reaktionen

Quasi als Probelauf spielen aktuell zwei U21-, eine U18- und zwei U16-Teams als Spielgemeinschaften, zusammengestellt aus Personal der drei Vereine (die total 214 Nachwuchsspielerinnen und -spieler vereinen). Ein Team tritt als Bremgarten auf, je zwei als Lenzburg und Wohlen.

Ab der nächsten Saison sollen – so zumindest der Plan – folgende Mannschaften unter dem neuen Dachverein laufen: 2.Liga, U21, U18 sowie zwei U16. Die Rückmeldungen aus den Vereinen seien grösstenteils positiv, so Meyer.

Ein Knackpunkt könnte allerdings die Tatsache sein, dass aus den beiden 2.-Liga-Teams von Bremgarten und Lenzburg nur noch eines wird. Ob die ganze Vorbereitungsarbeit umsonst war oder nicht, wird sich im Januar 2014 weisen. Dann stimmen die drei Klubs an ausserordentlichen Generalversammlungen über den neuen Dachverein ab.

30’000 Franken zum Start

Bis das Projekt bei einem Ja der Mitglieder mit der Anmeldung beim Schweizer Unihockeyverband im kommenden Frühling definitiv gestartet werden kann, harrt den drei Vereinen noch viel Arbeit.

Einen Namen für das Konstrukt sowie die Vereinsfarben müssen gefunden werden. Es braucht neue Trikots, Sponsoren – und Bares. «Wir rechnen mit einer Anschubfinanzierung von rund 30’000 Franken», so Meyer. Das Geld wird von den drei Klubs zur Verfügung gestellt.

Mit Lok Reinach fehlt der wichtigste Unihockey-Klub im Aargau. Warum? «Für uns war nach Abklärungen mit verschiedenen Vereinen klar, dass wir unseren eigenen Weg gehen müssen», so Jan Rickenbach, Reinachs Sportchef.

Man habe gespürt, dass ein solches Projekt sehr schwer umsetzbar sei und es viel Einsatz und Organisation brauche. «Das haben wir in diesem Fall nirgends entdecken können», so Rickenbach. In Reinach beobachte man jedoch sehr genau, wie sich die Zusammenarbeit Lenzburg-Wohlen-Bremgarten entwickelt.