Handball U13
Die U13 des TV Endingen unterliegt im Final um den Schweizermeistertitel trotz Rückspiel-Sieg

Nach einer langen Saison standen sich zum Schluss die beiden jeweils stärksten U13-Teams, der TV Endingen und Pfadi Winterthur Espoirs, gegenüber und machten in einem Hin- und Rückspiel den U13-Schweizermeister unter sich aus. Winterthur gewinnt das Hinspiel mit 27:23. Endingen gewinnt das Rückspiel mit 30:27, was aber nicht für den Titelgewinn gereicht hat.

Marc Schurgast
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tv endingen u13
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tv endingen u13

Marc Schurgast

Die Endinger mussten vor einer Woche zuerst in Winterthur antreten. Viele mitgereiste Fans unterstützten die Surbtaler lautstark mit Trommeln und Anfeuerungsrufen über die gesamte Spielzeit. Trotz einem guten Spiel der körperlich klar unterlegenen Endinger mussten sie sich mit 4 Toren Unterschied geschlagen geben. 27:23 lautete das Schlussresultat in Winterthur und manch einer fragte sich, ob die Sache damit bereits gelaufen sei. Pfadi Winterthur präsentierte sich als sehr robuste, hart anpackende Mannschaft, welche aber auch spielerisch einiges zu bieten hatte.

Spiele werden oft im Kopf entschieden

Das Trainerteam nutzte die Zeit zwischen den Spielen intensiv, um die doch sehr enttäuschten Spieler und Spielerinnen im Training wieder zu motivieren und auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten. Es gab einige Punkte, die es zu verbessern gab. Die vielen Überzahlsituationen zu Gunsten von Endingen mussten unbedingt besser ausgenutzt werden. Auch wenn die Winterthurer ab und zu an die Grenzen des Erlaubten gingen, brauchte es nun entschlossene Endinger Spieler, welche nicht zurückschreckten, sondern mutig den Torerfolg suchen.

Starke Reaktion im Rückspiel

Das Rückspiel startete in der GoEasy-Arena vor einer imposanten Zuschauerkulisse. Rund 250 Supporter (!) unterstützten ihr Team lautstark und man wähnte sich an einem NLB-Derby. Die Einheimischen konnten den Schub sogleich nutzen und mit 1-2 Toren in Führung gehen. Die Gäste aus Winterthur konterten aber immer wieder geschickt und Endingen machte sich mit dummen Fehlern das Leben zum Teil selber schwer. Bis zur Pause stand es 13:12 und Endingen spürte, dass der 4 Tore Vorsprung aus dem Hinspiel mit einer konzentrierten 2. Halbzeit einzuholen war.

Klare Führung bis kurz vor Schluss

Die Surbtaler kamen stark aus der Kabine. Entschlossen setzten sie ihren Marschplan um und erhöhten das Resultat zielstrebig. Pfadi Winterthur, welches wie bereits im Hinspiel einige 2-Minutenstrafen und sogar eine rote Karte wegen unsauberer Verteidigungsarbeit kassierte, musste die Endinger bis zur 55. Minute auf sechs Tore davonziehen lassen. Jetzt war vieles möglich und die 250 Zuschauer in der GoEasy-Arena gaben noch einmal alles, um ihre Spieler anzufeuern.

Das Penaltyschiessen musste entscheiden

Anstatt den 28. Treffer zu erzielen und damit den sicheren Sieg zu feiern, schossen die Einheimischen fast fünf Minuten kein Tor mehr. Im Gegenzug erzielten die Gäste aus Winterthur noch zwei Treffer, so dass der Endstand aus dem Hinspiel egalisiert wurde und es direkt zu einem Penaltyschiessen um die Schweizermeisterschaft kam.

Die Einheimischen versuchten noch einmal alles, verschossen aber einmal mehr als die Zürcher und mussten sich nach 120 Spielminuten und einem Penaltyschiessen enttäuscht geschlagen geben.

Es war ein Spiel, in dem beide Teams auf Augenhöhe spielten und das Pendel jederzeit auf die eine oder andere Seite hätte drehen können. Nuancen haben entschieden. Entscheidend ist, dass die endinger Spieler und Spielerinnen in dieser Finalissima viele Erfahrungen sammeln konnten, welche für ihren weiteren Weg sehr wertvoll sein werden.

TV Endingen – Pfadi Winterthur Espoirs 30:27 nach Penaltyschiessen

Siggenthal Station, GoEasy-Arena – 250 Zuschauer – Schiedsrichter: Schaad Sandra

TV Endingen: Senn Gino, Erni Simon; Galovic Maro (5/1), Baumgartner Lars (3), Fischer Timo, Rohr Mischa (2), Härtsch Maximilian, Jao Jehona, Wiederkehr Lino (2), Müller Jessica (2/1), Cescato Silas Leandro (7/1), Gomboso Eligio (9/2)

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