Schweizer Cup

«Das wird für uns das wichtigste Spiel der Saison»: SC Schöftland will das grosse Los ziehen

Am kommenden Samstag (18 Uhr) will der SC Schöftland vor heimischer Kulisse gegen den FC Sierre den Einzug in die 2. Runde des Schweizer Cups erreichen. Bei einem Sieg stehen die Chancen für den SCS gut, dass ihm ein attraktiver Gegner zugelost wird.

Nik Dömer
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Der SC Schöftland bereitet sich auf das wichtigste Spiel der Saison vor.

Der SC Schöftland bereitet sich auf das wichtigste Spiel der Saison vor.

Chris Iseli

FC Zürich, FC Luzern oder doch ein Derby gegen den FC Aarau? Die Liste von möglichen Gegnern in der 2. Runde des Schweizer Cups für den SC Schöftland klingt verlockend. Mit einem Sieg vor heimischer Kulisse heute Samstag gegen den FC Sierre käme der SCS dem Ziel von einem Fussballfest gegen einen prominenten Vertreter aus den beiden oberen Profi-Ligen einen riesigen Schritt näher.

Sportchef Manuel Moor ist bereits voller Vorfreude: «Wir hatten in den letzten Jahren noch nie eine solche Chance. Das wird das wichtigste Spiel der Saison für uns. Wenn wir in die nächste Runde kommen, sind gerade noch acht Amateurmannschaften vertreten. Dazu kommen 15 Vertreter aus den oberen beiden Liga, die zuvor ein Freilos erhalten haben. Die Chance, dass wir ein tolles Los ziehen, wäre riesig.»

Auf der Suche nach dem Erfolgserlebnis

Doch Moor ist sich auch bewusst, dass man sich nicht zu fest auf Träumerei einlassen darf. Denn mit Sierre kommt ein starker Gegner nach Schöftland: «Sie haben in der Quali-Runde unseren Liga-Konkurrenten FC Rotkreuz ausgeschaltet, der individuell stark besetzt ist. Wir rechnen mit einem überdurchschnittlich starken Gegner aus der 2. Liga inter, der mit viel spielerischer Qualität antreten wird.»

Der Saisonstart verlief für den SC Schöftland nicht nach Wunsch.

Der Saisonstart verlief für den SC Schöftland nicht nach Wunsch.

Chris Iseli

Für Schöftland kommt erschwerend hinzu, dass die bisherigen Ernstkämpfe der neuen Saison nicht gerade von Erfolg gekrönt waren. In der ersten Cup-Runde gab es einen hart erkämpften 2:0-Sieg gegen den Zweitligisten FC Wettingen in der Verlängerung. Darauf folgte eine 0:1-Niederlage im ersten Saisonspiel gegen den FC Klingnau: «Defensiv sind wir zwar stabil, aber unsere Effizienz ist ungenügend», so das Urteil von Moor. Die Chancen wären jeweils da, aber es fehle noch an Selbstvertrauen: «Wir brauchen ein richtiges Erfolgserlebnis. Nun bekommen wir die optimale Gelegenheit dafür. Der Cup schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten.»

Der Traum vom Derby gegen den FCA

Eine Herausforderung bringt der Samstag für den SC Schöftland allerdings nicht nur auf dem Platz mit sich, sondern auch in organisatorischer Hinsicht: «Wir wollen viele Zuschauer anziehen und müssen dafür auch grossen Wert auf das Schutzkonzept legen. Es wird fünf Sektoren mit verschiedenen Ausgängen geben. Damit haben wir Kapazität für 400 bis 500 Zuschauer.»

SCS-Sportchef Manuel Moor arbeitet als Sachbearbeiter beim FC Luzern.

SCS-Sportchef Manuel Moor arbeitet als Sachbearbeiter beim FC Luzern.

Chris Iseli

Gelingt der Einzug in die nächste Runde tatsächlich, so könnte es für den Sportchef zu einer ganz speziellen Situation kommen. Moor arbeitet nämlich beim FC Luzern als Sachbearbeiter und könnte zwischen die Fronten gelangen: «In diesem Fall bin ich mir noch nicht ganz sicher, wen ich unterstützen sollte», sagt er lächelnd. Jedoch träume die Mannschaft und das SCS-Umfeld eher vom Derby gegen den FC Aarau. 15 Spieler von Schöftland haben eine Vergangenheit im Nachwuchs des FCA. Nebenbei würde das Derby auch zum Zuschauermagneten werden.