Orientierungslauf

Bis am Sonntag gastieren die besten Orientierungsläufer der Welt im Kanton Aargau

Rund 1400 Sportlerinnen und Sportler werden erwartet. Die drei Wettkämpfe rund um die Stadt Aarau bilden den Abschluss der internationalen Saison.

Melanie Gamma
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Matthias Kyburz wird als Leader und Favorit für den Weltcup-Gesamtsieg auch durch die Wälder Safenwils und Köllikens rennen.

Matthias Kyburz wird als Leader und Favorit für den Weltcup-Gesamtsieg auch durch die Wälder Safenwils und Köllikens rennen.

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Heute Freitag wird das OL-Wochenende mit dem Sprintstaffel-Final im Gebiet Aarau Telli eröffnet. Am Samstag starten die weltbesten Orientierungsläufer im Gebiet Roggenhausen zu einem Weltcuplauf über die Langdistanz, der sie auch durch Kölliker und Safenwiler Waldgebiet führt, bevor am Sonntag ein Sprint durch die Strassen und Gassen von Aarau auf dem Programm steht. Mit dem Saisonfinal 2016 kehrt die OL-Weltelite zurück in den Aargau. Vor drei Jahren wurde der Weltcup-Final rund um Baden ausgetragen.

Ehemalige Cracks involviert

Damals war dies der letzte grosse Auftritt der 23-fachen Weltmeisterin Simone Niggli. Und es waren ebenso die letzten internationalen Wettkämpfe der Lokalmatadoren Matthias Merz und Matthias Leonhardt. Dem OK ist es gelungen, die ehemaligen Spitzenathleten für den Weltcup-Final 2016 zu verpflichten. Merz ist verantwortlich für die Strecken des Langdistanzlaufs, Leonhardt ist Bahnleger des Sprints.

Die Spitzensportler-Vergangenheit hilft den beiden bei ihrer Arbeit als Streckenplaner, doch der Reiz, Wettkämpfe auf diesem Niveau zu bestreiten, sei nicht mehr vorhanden, sagen die beiden. «Ich habe meine Zeit als Spitzensportler extrem genossen und denke gerne daran zurück. Nun geniesse ich die Läufe als Zuschauer oder eben als Bahnleger», sagt Leonhardt. Merz ergänzt: «Meine Form würde nicht mehr ausreichen, darum überlasse ich solche Wettkämpfe gerne den anderen.

Heuer sollen Athleten wie Matthias Kyburz aus Möhlin für Furore sorgen. Er hat die Chance, den Gesamtweltcup für sich zu entscheiden. Sein grösster Konkurrent dürfte Daniel Hubmann aus Herrenschwanden sein. Er liegt 127 Punkte hinter seinem Kaderkollegen, wobei über die Langdistanz und im Sprint je noch mal 100 Punkte zu holen sind. Auch bei den Frauen ist eine Einheimische auf Podestkurs: Die 28-jährige Judith Wyder hat, derzeit auf Rang 2, noch die Chance, sich den Gesamtweltcupsieg noch zu schnappen.

Parallel zum Weltcupfinal finden zwei nationale Wettkämpfe statt. Die Aargauer Vereine OLG Suhr und OLK Argus Seon organisieren den 8. und 9. nationalen OL der Saison, wo auch eine Delegation des OLK Wiggertal mitlaufen wird.