45 Minuten bis zur Erschöpfung

SQUASH. Der Frauenfelder Squashclub Supernova ist der einzige im Kanton Thurgau, Courts gibt es aber an mehreren Orten. Denn Squash ist eine Sportart, die in der Schweiz vor allem bei Amateuren beliebt ist. Trotz mehrerer Versuche des Weltverbandes ist Squash noch nicht olympisch.

Ralf Rüthemann
Merken
Drucken
Teilen
Patrick Miescher (Nummer 3 der Schweiz, links) und Nicolas Müller (Nummer 1) bei einem Spiel an der Schweizer Meisterschaft. (Bild: Stefan Kleiser)

Patrick Miescher (Nummer 3 der Schweiz, links) und Nicolas Müller (Nummer 1) bei einem Spiel an der Schweizer Meisterschaft. (Bild: Stefan Kleiser)

Ein Tennisspiel kann Stunden dauern, beim Squash wäre das unvorstellbar. Der Rückschlagsport, der seinen Ursprung in England hat, ist bekannt für seine Intensität. Das sieht auch Dierk Reichle, Präsident des Squashclubs Supernova Frauenfeld, so: «Das Spiel ist schnell und erfordert enorme Reflexe. Squash ist für das Herz-Kreislauf-System eine sehr fordernde Sportart.» Ein intensives Squash-Match kann auch Profis nach etwa 45 Minuten an den Rand ihrer Kräfte bringen.

Durchschnittsalter 40

Squash boomte in der Schweiz ungefähr ab den Siebzigerjahren. In den 2000er-Jahren war der Sport laut Dierk Reichle etwas rückläufig, seit etwa fünf Jahren aber wieder stabil. Der Squashclub Supernova hat 32 Aktivmitglieder, das Durchschnittsalter ist laut Dierk Reichle etwa 40 Jahre. Die Frauenfelder haben eine 1.-Liga- und eine 2.-Liga-Mannschaft. Pro Interclub-Team spielen jeweils vier Spieler im Einzel gegen einen anderen Squashclub.

Die Wettkampfszene ist im Squash allerdings weit weniger verbreitet als bei vielen anderen Sportarten, weshalb Squash in der Schweiz zu den Randsportarten gehört. Trotzdem gibt es viele Amateurspieler, die in Squash eine sehr gute Möglichkeit sehen, sich auszupowern. Anders ist es beispielsweise in Ägypten, wo Squash die unumstrittene Nummer-eins-Sportart darstellt. Auch in Australien, England, Pakistan und Indien gehört Squash zu den populärsten Sportarten.

Kaputte Gelenke

Die Sportart trägt allerdings auch einen grossen Negativpunkt mit sich, von dem vor allem die langjährigen Squasher ein Lied singen können: Das harte Stop-and-go-Spiel verursacht oft Knie- und Gelenkprobleme. «Mein Knie ist nach 22 Jahren Gott sei Dank immer noch in einem guten Zustand», sagt Dierk Reichle. Dafür habe er Lendenwirbelprobleme.

Der Squashclub Supernova ist im Industriegebiet Juch im Osten von Frauenfeld zu Hause und hat dort zwei Courts und ein Stammlokal. «Ein Probetraining ist jederzeit möglich», sagt Dierk Reichle.

www.squash-frauenfeld.ch

Dierk Reichle Präsident Squashclub Supernova Frauenfeld (Bild: Ralf Rüthemann)

Dierk Reichle Präsident Squashclub Supernova Frauenfeld (Bild: Ralf Rüthemann)

Bild: RALF RÜTHEMANN

Bild: RALF RÜTHEMANN