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Im Nationenpreis ist ein Sieg
der Schweizer Reiter fällig

1996 gewann die Schweizer Springreiter-Equipe letztmals in St. Gallen den Nationenpreis. Vier Jahre später gelang dem Team in Luzern der letzte Heimsieg. Am Sonntag ist im Gründenmoos die Zeit reif für einen einheimischen Triumph.
Peter Wyrsch
Steve Guerdat vertraut in St. Gallen seiner Stute Bianca. (Bild: Urs Bucher)

Steve Guerdat vertraut in St. Gallen seiner Stute Bianca. (Bild: Urs Bucher)

Der Optimismus ist berechtigt. Die von Teamchef Andy Kistler nominierte Schweizer Equipe tritt im 23. Nationenpreis der Schweiz in St. Gallen in Top­besetzung an. Mit ihren derzeit stärksten Reitern und Pferden. Steve Guerdat, der Olympiasieger von London, vertraut seiner Stute Bianca, Martin Fuchs dem wiedergenesenen und erfolgreichen Chaplin, Werner Muff seinem Aufsteiger Daimler, Paul Estermann Lord Pepsi und US-Rückkehrer Beat Mändli seiner aufstrebenden Stute Dsarie. Welche vier Reiter letztlich im Nationenpreis in zwei identischen Umgängen starten werden, wird der Teamchef nach dem Grand Prix am Freitag entscheiden. Auf Wunsch des Hauptsponsors wurde der prestigeträchtige Länderwettkampf, der pro Land jedes Jahr nur an einem Turnier stattfindet, auf den Sonntag als Schlussbouquet verlegt und finanziell um 50'000 auf 250'000 Euro aufgewertet.

Zuversichtlich stimmt auch ein Blick auf das Zwischenklassement nach zwei von acht für den Nations Cup zählenden Turnieren. Mit dem Sieg im slowakischen Samorin Ende April und dem dritten Platz Mitte Mai in La Baule haben die Schweizer Reiter mit 180 Punkten die Führung im Zwischenklassement der Europa Division I übernommen. Irland mit 145 Punkten, Spanien mit 115 und das bislang enttäuschende Deutschland mit 110 Zählern haben ebenfalls schon zwei der fünf in die Wertung kommenden Wettkämpfe bestritten.

Kistler: «Ein Podestplatz ist das Minimalziel»

«Der Saisonstart ist uns geglückt», so der Schweizer Equipenchef Kistler. «Dazu zähle ich auch den zweiten Platz im Nationenpreis vor einer Woche in Rom mit anderen Pferden und teils anderen Reitern. Vor allem der Teamgeist ist derzeit ausgezeichnet. So sagte Steve Guerdat nach dem Sieg beim Aufgalopp in Samorin, dass er sich besonders freue, den Triumph mit Freunden zu teilen.» Ein Podestplatz in St. Gallen sei das Minimalziel, sagte Kistler weiter. «Ich hätte aber nichts dagegen, endlich einmal wieder am Heimturnier zuoberst auf dem Podest zu stehen. Alles ist parat. Es kann losgehen.»

Zum fünften Mal in den vergangenen sieben Jahren beendete die Schweizer Equipe im Vorjahr den beliebten Mannschaftswettbewerb im eigenen Land auf dem undankbaren zweiten Platz. 2017 stand Italien den Einheimischen vor der Sonne, 2015 Belgien, 2013 Grossbritannien, 2012 und 2011 die Niederlande. 2016 wurde Martin Fuchs disqualifiziert, die Schweiz von einem Spitzenplatz verdrängt. Das Heimturnier in
St. Gallen ist der dritte Wettkampf, der für die Schweizer in der West-Europa-League-Qualifikation zählt. Danach gelangen noch Rotterdam vom 21. bis 24. Juni und Dublin im August in die Wertung für den hochdotierten Nationenpreisfinal, der im Oktober nach den Weltreiterspielen, den World Equestrian Games (WEG), in Tryon/North Carolina ausgetragen wird. «Unser Saisonfokus richtet sich nach den WEG», ergänzt Kistler. St. Gallen weise aber einen wichtigen Weg Richtung WEG und gebe wertvolle Aufschlüsse über die Form von Reitern und Pferden.

67 Reiter aus 18 Ländern

Der 23. CSIO in St. Gallen von morgen bis Sonntag bringt nicht nur zahlreiche Neuerungen wie die Verlegung des Nationenpreises von Freitag auf den Sonntag mit sich. Sieben statt bislang fünf Konkurrenzen sind
als sogenannte Weltranglistenspringen, das heisst mit Preisgeldern von 30'000 Franken oder mehr, ausgeschrieben. Der mit 150'000 Euro dotierte Grosse Preis der Schweiz mit Finalrunde am Freitag
über eine Hindernishöhe von maximal 160 cm ist der schwierigste und lukrativste Einzelwettbewerb. Im Vorjahr siegte der Ire Bertram Allen mit Hector, der Schweizer Paul Estermann klassierte sich mit seinem jetzigen Nationenpreis-Pferd Lord Pepsi als Dritter.
Insgesamt werden in St. Gallen 67 Reiter aus 18 Ländern mit 160 Pferden an den Start gehen. Neun internationale Springen stehen auf dem Programm. Das totale Preisgeld beträgt etwas über 700'000 Franken. Morgen und neu am Samstag ist der Eintritt im Gründenmoos auf den Stehplätzen kostenlos. (wy)

Neuseeland feiert Premiere im Gründenmoos

Neben den Schweizern gehen am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr auch Belgien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Spanien auf Punktejagd. Grossbritannien steigt erstmals im Kampf um Zähler in die Qualifikation ein. Brasilien, die Sieger des Wettkampfs in La Baule, und Neuseeland vervollständigen das illustre Teilnehmerfeld. Neuseeland, das im Frühjahr in den Vereinigten Arabischen Emiraten erstmals einen Nationenpreissieg feierte, gibt seine Premiere im Gründenmoos. Samantha McIntosh, die einst in der Ostschweiz war und mit Markus Fuchs und Beat Mändli trainierte, führt das Team mit dem erfahrenen Bruce Goodin an. Die Vertreter vom Inselstaat im südlichen Pazifik sind wohl Aussenseiter, aber keinesfalls «Kanonenfutter».

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