2:1 Auswärtssieg in Nyon – Wil muss gegen Lausanne-Ouchy zittern

Der FC Wil gewinnt zum dritten Mal in Folge, macht es aber am Ende unnötig spannend. In einer ruppigen Partie setzen sich die Ostschweizer verdient aber knapp durch.

Gianluca Lombardi
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Die Wiler bejubeln das 1:0 durch Andrea Padula.

Die Wiler bejubeln das 1:0 durch Andrea Padula.

Bild: Gianluca Lombardi

Für Fussballfeinschmecker war die erste Halbzeit in Nyon höchstens ein Diät Menu. Vor allem die Hausherren wussten vorwiegend mit Fehlpässen und Ungenauigkeiten zu glänzen. So verwunderte es nicht, dass der FC Stade-Lausanne-Ouchy, bis hin zur Pause, zu keiner zwingenden Torchance kam. Besser machten es die Wiler, wenn auch nur phasenweise.

In der ruppig geführten Partie mussten auch die Ostschweizer einige Fehlpässe zugestehen. Insgesamt machten es die Äbtestädter aber dann doch deutlich besser. Bis zum ersten nennenswerten Abschluss durch Valon Fazliu dauerte es aber fast 25 Minuten. Nur drei Zeigerumdrehungen später gleich zwei Grosschancen für Wil. Silvio lancierte Julian von Moos, der agierte aber überhastet und liess so die grosse Chance liegen. Er hatte aber ein Auge für den aufgerückten Passgeber. Doch Silvio scheiterte mit seinem Abschluss an Torhüter Barroca von Stade-Lausanne-Ouchy.

Wil mit dem besseren Ende

Zur Führung vor der Pause sollte es dann aber doch noch reichen. Andrea Padula wurde auf der linken Seite angespielt. Er zögerte, schaute, fand aber keinen Mitspieler. Stattdessen schlenzte er den Ball unhaltbar in die obere Torecke. Dieser Treffer dürfte den Weg in einige Highlight Videos finden. Gemessen am Gezeigten, war es eine Führung, die keineswegs unverdient war.

Auch nach der Pause dominierte das bekannte Bild. Fehlpässe, Grätschen und viel Kampf prägten die Partie. Doch erneut machten es die Wiler besser. Nur drei Minuten waren gespielt, als Julian von Moos auf 2:0 erhöhte und damit die Partie vorzeitig entschied, so schien es zumindest.

Wil schaukelt Resultat gut über die Zeit

Die Hausherren rafften sich auf und kämpften sich zurück in die Partie. Dies aber leider in einer sehr ruppigen Art und Weise, die den Wilern doch zu schaffen machte. So stand der eingewechselte Argtim Ismaili nur wenige Minuten auf dem Feld, ehe er verletzt wieder runter musste. Er wurde von seinem Gegenspieler überhart abgeräumt. Die Gelbe Karte für den Ouchys Marko Maletic war eine vergleichsweise milde Strafe.

Weil die Hausherren nach einer Stunde verkürzen konnten, wurde es nochmals spannend. Am Ende schaukelten die Wiler das Resultat aber gut über die Zeit und gingen verdient als Sieger vom Platz. Ein Ausgleich für Stade-Lausanne-Ouchy wäre zuviel des Guten gewesen.

Telegramm:

FC Stade-Lausanne-Ouchy – FC Wil 1900 2:1 (0:1)
Colovray, Nyon: 153 Zuschauer – Schiedsrichter: David Huwiler.
Tore: 44. Padula 0:1, 47. von Moos 0:2, 63. Lahiouel 1:2.
SLO: Barroca; Dalvand, Hajrulahu, Samandjeu, Tavares; Laugeois (81. Mutombo); Delley (56. Lahiouel), Gaillard (74. Eleouet), Perrier, Ndongo (81. Gazzetta); Oussou (56. Maletic).
Wil: Kostadinovic; Rohner, Schmied (62. Ismaili (72. Dimitriou)), Muntwiler, Padula; Ndau, Abedini; Duah, Fazliu, von Moos (63. Bosic), Silvio (72. Schäppi).
Bemerkungen: Stade-Lausanne-Ouchy ohne Abdullah, Amdouni (beide verletzt), Guedes, Chatelain, Parapar, Valle und Le Pogam (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Brahimi, Krasniqi (beide verletzt) und Traber (nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 21. Laugeois, 38. Rohner, 51. Oussou, 66. Maletic.