2:0 gegen Kriens – Wil holt Zuhause erneut drei Punkte

Mit einer abgebrühten und konzentrierten Leistung schlägt der FC Wil den SC Kriens. Julian von Moos und Valon Fazliu waren die entscheidenden Akteure. Die Äbtestädter scheinen nun wieder vollends in die Spur gefunden zu haben.

Gianluca Lombardi
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Valon Fazliu zeigte nach seiner Vertragsverlängerung eine starke Leistung.

Valon Fazliu zeigte nach seiner Vertragsverlängerung eine starke Leistung.

Bild: Gianluca Lombardi

Den besseren Start erwischten die Hausherren. Die Wiler standen von Beginn weg hoch und versuchten den SC Kriens früh im Aufbauspiel zu stören. Beinahe hätten sich Ostschweizer bereits nach 12 Minuten dafür belohnt. Nach einer mustergültigen Flanke von Andrea Padula brachte es Julian von Moos fertig, den Ball aus kürzester Distanz nicht im Tor unterzubringen.

Vor allem auf der linken Wiler Angriffsseite herrschte viel Betrieb. Bledian Krasniqi und Andrea Padula stellten die Gäste nicht selten vor Probleme. Vom SC Kriens kam indes offensiv wenig. Es dauerte rund 35 Minuten bis der Wiler Schlussmann, Zivko Kostadinovic, das erste Mal richtig gefordert war. Weil aber auch die Gäste nur wenig zuliessen, waren auch die Chancen des FC Wil an einer Hand abzuzählen.

Obwohl die Hausherren den besseren Eindruck hinterliessen, wäre der SC Kriens beinahe in Führung gegangen. Nach einem Fehler im Aufbauspiel konnten die Zentralschweizer schnell umschalten, der Abschluss von Rrezart Hoxha war aber zu harmlos. In den Minuten kurz vor der Halbzeit, hatte der FC Wil seine beste Phase in diesem Durchgang. Weil aber von Moos im Abschluss ein zwei weitere Male sündigte, blieb es vorerst beim torlosen Unentschieden.

Früher Treffer nach der Pause

Die erste Möglichkeit nach der Pause hatten ebenfalls die Wiler. Valon Fazliu setzte aber einen Freistoss, aus bester Position, weit über das Tor. Doch der erste Torjubel des Abends folgte keine 60 Sekunden später. Im vierten Anlauf machte es von Moos besser und brachte den FC Wil mit 1:0 in Führung. Der Assist kam von Kostadinovic, dessen Abschlag bis hin zum Torschützen keinen Abnehmer fand.

Bledian Krasniqi hätte beinahe auf 2:0 erhöht, doch es fehlten ihm ein paar wenige Zentimeter Körpergrösse um den Ball entscheidend abzulenken. Als Asumah Abubakar mit einem ansatzlosen Abschluss Kostadinovic zu einer Parade zwang, waren die Krienser dem Ausgleich plötzlich gefährlich nah. Es sollte dies für die Zentralschweizer ein positives Zeichen gewesen sein. Denn fortan agierten die Gäste in der Offensive mutiger.

Souverän zu Ende gespielt

Ein Konter wie aus dem Bilderbuch führte zum 2:0 für die Wiler. Eigentlich wollte Fazliu einschieben, Liridon Berisha sprang aber mit seinem unglücklichen Eigentor in die Bresche. Das Heimteam hatte die Sache nun im Griff, auch als Schiedsrichter Mirel Turkes in der 85. Minuten auf den Elfmeterpunkt zeigte. Abubakar vom SC Kriens schoss diesen Elfer aber so, als läge sein Team mit 2:0 in Front. Kostadinovic bedankte sich und hielt den mässigen Strafstoss des SCK Angreifers.

In der Folge spielte das der FC Wil geschickt zu Ende. Das 2:0 war ein leistungsgerechtes Resultat und von den Ostschweizern erneut eine starke Antwort auf eine Niederlage. Bereits am Dienstag geht es in der Challenge League weiter, dann mit einem Auswärtsspiel beim FC Schaffhausen.

Telegramm:

FC Wil 1900 – SC Kriens 2:0 (0:0)
Bergholz, Wil: 370 Zuschauer – Schiedsrichter: Mirel Turkes.
Tore: 48. Von Moos 1:0, 79. Berisha (ET) 2:0.
FC Wil 1900: Kostadinovic; Rohner, Schmied, Kamberi, Padula; Muntwiler (81. Abedini), Ndau; Krasniqi (71. Duah), Fazliu (85. Ismaili), von Moos, Silvio (85. Paunescu).
SC Kriens: Brügger; Elvedi, Berisha, Alessandrini; Bürgisser; Ulrich (82. Urtic), Follonier, Wiget, Busset (73. Yesilcayir); Hoxha (76. Tadic), Abubakar.
Bemerkungen: Wil ohne Brahimi (verletzt), Celant, Dimitriou, Bosic und Celant (alle nicht im Aufgebot). Kriens ohne Fanger, Fäh, Dzonlagic, Mijatovic Costa, Texeira, Sadrijaj (alle verletz), Osigwe und Kukeli (beide nicht im Aufgebot). – 44. Pfostenschuss Julian von Moos.
Verwarnungen: 64. Ulrich, 89. Bürgisser