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16 Tage Vorspiel bei Federer und Nadal: Schnecken, Wein, Paella, Muskelkater

Wie Roger Federer (37) und Rafael Nadal (33) die Wochen vor ihrem Wiedersehen in den Wimbledon-Halbfinals erlebt haben. Am Freitag treffen die beiden Erzrivalen zum ersten Mal seit ihrem historischen Final 2008 wieder in Wimbledon aufeinander.
Simon Häring, Wimbledon
Zum vierten Mal, aber zum ersten Mal seit über elf Jahren, treffen Roger Federer und Rafael Nadal in Wimbledon aufeinander. (Bild: Keystone)

Zum vierten Mal, aber zum ersten Mal seit über elf Jahren, treffen Roger Federer und Rafael Nadal in Wimbledon aufeinander. (Bild: Keystone)

Roger Federer: Von Schnecken, Wellen und Wein

Nichts ist bei Roger Federer so, wie es in den letzten Jahren gewesen war. Er spielt auf Sand, erreicht in Paris die Halbfinals, verzichtet auf Stuttgart, feiert in Halle aber seinen 10. Titel und rückt in der Setzliste für Wimbledon vor Rafael Nadal auf Platz 2 hinter Titelverteidiger Novak Djokovic, obwohl er in der Weltrangliste deutlich hinter dem Spanier liegt. Das sorgt 16 Tage vor ihrem Duell für Unstimmigkeiten und hitzige Diskussionen. Federer lässt sich nicht darauf ein, sagt: «Wer das Turnier gewinnen will, muss jeden schlagen.» Die Regel belohne jene, die oft und gut auf Rasen spielen würden. Und es seit ja nicht so, dass diese erst seit gestern gültig sei. Bereits seit 2002 wird die Setzliste so erstellt.

Sein Start verläuft harzig. Gegen Lloyd Harris verliert er den ersten Satz. «Meine Beine fühlten sich an, als seien sie gefroren», sagt Federer. Ob der Platz langsamer sei als in den Jahren zuvor, wird heftig diskutiert. Federer sagt dazu: «Das habe ich mich auch gefragt. Aber vielleicht bin auch ich es, der sich wie eine Schnecke bewegt hat.» Auch dieser Diskussion kann der Baselbieter wenig abgewinnen. «Beim Rasen ist es wie beim Wein, es ist nicht in jedem Jahr gleich.» In der zweiten Runde gewinnt er auf Court 1 – und damit dort, wo er im Vorjahr als Titelverteidiger nach einer 2:0-Satzführung und Matchball in den Viertelfinals am Südafrikaner Kevin Anderson gescheitert war.

Nachtessen mit Rivale Rafael Nadal

Federer ist nun im Turnier, für anderes bleibt keine Zeit. «Ich muss schauen, dass ich zur Ruhe komme, und verbringe viel Zeit im Garten und mit den Kindern», sagt er nach dem Sieg gegen Lucas Pouille. In der Woche vor Wimbledon war er noch in London an einer Hochzeit – und zum Essen mit seinem Laver-Cup-Team, zu dem auch Rafael Nadal gehört. Der totale Fokus – er zahlt sich aus. Gegen Matteo Berrettini feiert Federer seinen 185. Sieg auf Rasen - Rekord. Sein bestes Spiel seit Monaten, befindet Federer. «Dieses Gefühl, dass alles, was du machst, funktioniert, ist nicht zu übertreffen. Alles war rosa, alles happy.» Auf dem Centre Court, und das ist in Wimbledon äusserst selten, geht die Welle durchs Rund. Ganz zur Freude der Söhne, Leo und Lenny.

Als Federer in den Viertelfinals gegen Kei Nishikori seinen 100. Sieg im Rasen-Mekka feiert, fehlen sie. «In den wichtigen Spielen ist die Anspannung bei mir, Mirka und dem Team grösser. Wir fanden, dass es vielleicht besser ist, wenn sie Zuhause bleiben.» Und sowieso: «Sie sollen selber entscheiden, ob sie Lust haben, zu kommen, oder nicht.» Die Buben zeigten aber mehr Interesse am Tennis, als es die Töchter Charlene und Myla im gleichen Alter gehabt hätten. Nur einmal trainiert Roger Federer während der zwei Wochen in Wimbledon auf einem jener Plätze, auf denen auch Spiele ausgetragen werden. Auf Court 9. Es ist mehr als eine Zahl. Es ist ein Statement. Denn am Sonntag will Federer in Wimbledon seinen neunten Titel holen. Vor den Augen der Liebsten.

2006: Federer vs. Nadal 6:0, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7), 6:3Federer steht im Zenit seines Schaffens. Er gewinnt zum dritten Mal in Folge mehr als zehn Turniere in einem Jahr und weist Ende Jahr eine 92:5-Siegbilanz auf. Auf dem Weg zum vierten Wimbledon-Titel gibt er nur im Final gegen Rafael Nadal einen Satz ab, gegen den er in diesem Jahr zuvor alle Duelle verloren hatte, unter anderem im Final der French Open. «Es war schrecklich eng», sagt Federer nach dem vierten Triumph in Folge. «Ich bin sehr glücklich. Das war das beste Grand-Slam-Turnier meiner Karriere.»2006: Federer vs. Nadal 6:0, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7), 6:3
Federer steht im Zenit seines Schaffens. Er gewinnt zum dritten Mal in Folge mehr als zehn Turniere in einem Jahr und weist Ende Jahr eine 92:5-Siegbilanz auf. Auf dem Weg zum vierten Wimbledon-Titel gibt er nur im Final gegen Rafael Nadal einen Satz ab, gegen den er in diesem Jahr zuvor alle Duelle verloren hatte, unter anderem im Final der French Open. «Es war schrecklich eng», sagt Federer nach dem vierten Triumph in Folge. «Ich bin sehr glücklich. Das war das beste Grand-Slam-Turnier meiner Karriere.»
2007: Federer vs. Nadal 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2Erneut geht Roger Federer mit der Hypothek eines kurz zuvor verlorenen French-Open-Finals ins Duell mit Erzrivale Nadal. Nach einem Fünfsatz-Sieg wird er zum zweiten Spieler neben Björn Borg, der in Wimbledon fünf Mal in Folge gewinnt. Ehrfürchtig sagt er nach dem Sieg: «Rafa wird immer besser. Ich nehme jeden Titel, den ich bekomme.» Im Publikum sitzen neben Borg John McEnroe, Jimmy Connors und Boris Becker. «Daran werde ich mich immer erinnern», sagt Federer.2007: Federer vs. Nadal 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2
Erneut geht Roger Federer mit der Hypothek eines kurz zuvor verlorenen French-Open-Finals ins Duell mit Erzrivale Nadal. Nach einem Fünfsatz-Sieg wird er zum zweiten Spieler neben Björn Borg, der in Wimbledon fünf Mal in Folge gewinnt. Ehrfürchtig sagt er nach dem Sieg: «Rafa wird immer besser. Ich nehme jeden Titel, den ich bekomme.» Im Publikum sitzen neben Borg John McEnroe, Jimmy Connors und Boris Becker. «Daran werde ich mich immer erinnern», sagt Federer.
2008: Nadal vs. Federer 6:4, 6:4, 6:7 (5:7), 6:7 (8:10), 9:7Der dritte Wimbledon-Final zwischen Federer und Nadal gilt als bestes Tennis-Spiel der Geschichte. Als Nadal um 21.15 Uhr den Matchball verwertet, bricht die Dunkelheit über London herein. Später wird das 4:48-Stunden-Epos verfilmt. Federer, der im Frühling unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber litt, sagt später, die Niederlage sei die Folge des Final-Debakels in Paris im Monat zuvor gewesen, bei dem ihm Nadal nur vier Games überliess. Nach 41 Siegen in Folge verliert Federer erstmals seit 2002 wieder in Wimbledon.2008: Nadal vs. Federer 6:4, 6:4, 6:7 (5:7), 6:7 (8:10), 9:7
Der dritte Wimbledon-Final zwischen Federer und Nadal gilt als bestes Tennis-Spiel der Geschichte. Als Nadal um 21.15 Uhr den Matchball verwertet, bricht die Dunkelheit über London herein. Später wird das 4:48-Stunden-Epos verfilmt. Federer, der im Frühling unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber litt, sagt später, die Niederlage sei die Folge des Final-Debakels in Paris im Monat zuvor gewesen, bei dem ihm Nadal nur vier Games überliess. Nach 41 Siegen in Folge verliert Federer erstmals seit 2002 wieder in Wimbledon.
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Die drei Final-Duelle von Roger Federer und Rafael Nadal in Wimbledon

Rafael Nadal: Ärger, Muskelkater und Paella

Alles ist bei Rafael Nadal so, wie es in den vergangenen Jahren gewesen war. Anfang Juni gewinnt der Spanier zum zwölften Mal in Roland Garros. Danach zieht er sich nach Mallorca zurück, verbringt die Zeit mit Freunden und Familie. Und er trainiert vier Tage auf den Rasenplätzen seiner Akademie. Ein Turnier bestreitet er indes nicht - letztmals hatte der 33-Jährige 2015 in Queen’s ausserhalb von Wimbledon ein Rasenturnier gespielt. Er erhält dafür die Quittung.

Auf Basis einer Formel, welche die Weltrangliste als Basis verwendet, auf Rasen erzielte Resultate aber stärker gewichtet, wird Nadal in der Setzliste für Wimbledon hinter Roger Federer auf Position 3 versetzt. «Es ist jedes Jahr das Gleiche. Es ist unfair», moniert er, als die Setzliste am 26. Juni, also 16 Tage vor dem Halbfinal gegen Federer, offiziell wird. Doch es ist beileibe nicht die einzige Baustelle Nadals. In der Woche vor Wimbledon tritt er im exklusiven Gentlemen’s Club in Hurlingham im Londoner Stadtteil Fulham zu einem Schaukampf an. Seine Muskulatur steckt die Belastungen nicht wie gewünscht weg. An zwei Tagen verzichtet Nadal auf ein Training. «Von Sand auf Rasen zu wechseln, ist die radikalste Anpassung, die es im Tennis gibt», sagt Nadal.

Sturz im Training und Ärger mit Nick Kyrgios

Seine beiden Spiele verliert er. Und in Wimbledon angekommen, stürzt Nadal im ersten Training. «Auf Rasen ist es manchmal rutschig. Alles in Ordnung», wiegelt Nadal ab. Zwar stand der 33-Jährige im Vorjahr in den Wimbledon-Halbfinals, doch seit seinem zweiten Sieg in Wimbledon 2010 verlor er auch vier Mal gegen Spieler ausserhalb der Top 100. Wie 2014, als er dem damals erst 19-jährigen Nick Kyrgios (damals die Weltnummer 144) in den Achtelfinals unterliegt. Und seit der Auslosung spricht alles über das mögliche Duell der beiden. Nur Nadal weigert sich, sagt: «Ich kenne Nick nicht. Und ich möchte nicht über ihn reden, weil ich nicht gegen ihn spiele», schmettert er alle Fragen ab.

2005: Halbfinal Roland Garros: Nadal s. Federer 6:3, 4:6, 6:4, 6:3Rafael Nadal reist kurz vor seinem 19. Geburtstag mit der Referenz von fünf Turniersiegen auf Sand (darunter in Monte Carlo, Barcelona und Rom) als Favorit nach Paris, wo er erstmals überhaupt antritt. Federer ist die Nummer 1 der Welt, Titelhalter in Australien, Wimbledon und New York. Nur der Erfolg an der Porte d'Auteil fehlt ihm noch zum Karriere-Grand-Slam. Federer verliert mit 3:6, 6:4, 4:6, 3:6. 2005: Halbfinal Roland Garros: Nadal s. Federer 6:3, 4:6, 6:4, 6:3
Rafael Nadal reist kurz vor seinem 19. Geburtstag mit der Referenz von fünf Turniersiegen auf Sand (darunter in Monte Carlo, Barcelona und Rom) als Favorit nach Paris, wo er erstmals überhaupt antritt. Federer ist die Nummer 1 der Welt, Titelhalter in Australien, Wimbledon und New York. Nur der Erfolg an der Porte d'Auteil fehlt ihm noch zum Karriere-Grand-Slam. Federer verliert mit 3:6, 6:4, 4:6, 3:6.
2006: Final Roland Garros: Nadal s. Federer 1:6, 6:1, 6:4, 7:6 (7:4)Ein Jahr später kommt es erstmals zu einem Grand-Slam-Final zwischen Federer und Nadal. Der Schweizer verlor in diesem Frühling zuvor schon in Monte Carlo und in Rom den Final gegen Nadal. In der Hauptstadt Italiens im Tiebreak des fünften Satzes und nach vergebenem Matchball. Trotz eines Blitzstarts geht er auch im Final von Roland Garros als Verlierer vom Platz – 6:1, 1:6, 4:6, 6:7 (4). «Nadal ist auf Sand unglaublich schwer zu besiegen. Er verdient diesen Titel», sagt Federer danach gönnerhaft. 2006: Final Roland Garros: Nadal s. Federer 1:6, 6:1, 6:4, 7:6 (7:4)
Ein Jahr später kommt es erstmals zu einem Grand-Slam-Final zwischen Federer und Nadal. Der Schweizer verlor in diesem Frühling zuvor schon in Monte Carlo und in Rom den Final gegen Nadal. In der Hauptstadt Italiens im Tiebreak des fünften Satzes und nach vergebenem Matchball. Trotz eines Blitzstarts geht er auch im Final von Roland Garros als Verlierer vom Platz – 6:1, 1:6, 4:6, 6:7 (4). «Nadal ist auf Sand unglaublich schwer zu besiegen. Er verdient diesen Titel», sagt Federer danach gönnerhaft.
2006: Final Wimbledon: Federer s. Nadal 6:0, 7:6, (7:5), 6:7 (2:7), 6:3.Federer steht im Zenit seines Schaffens. Er gewinnt zum dritten Mal in Folge mehr als zehn Turniere in einem Jahr und weist Ende Jahr eine 92:5-Siegbilanz auf. Auf dem Weg zum vierten Wimbledon-Titel gibt er nur im Final gegen Rafael Nadal einen Satz ab, gegen den er in diesem Jahr zuvor alle Duelle verloren hatte, unter anderem im Final der French Open. «Es war schrecklich eng», sagt Federer nach dem vierten Triumph in Folge. «Ich bin sehr glücklich. Das war das beste Grand-Slam-Turnier meiner Karriere.»2006: Final Wimbledon: Federer s. Nadal 6:0, 7:6, (7:5), 6:7 (2:7), 6:3.
Federer steht im Zenit seines Schaffens. Er gewinnt zum dritten Mal in Folge mehr als zehn Turniere in einem Jahr und weist Ende Jahr eine 92:5-Siegbilanz auf. Auf dem Weg zum vierten Wimbledon-Titel gibt er nur im Final gegen Rafael Nadal einen Satz ab, gegen den er in diesem Jahr zuvor alle Duelle verloren hatte, unter anderem im Final der French Open. «Es war schrecklich eng», sagt Federer nach dem vierten Triumph in Folge. «Ich bin sehr glücklich. Das war das beste Grand-Slam-Turnier meiner Karriere.»
2007: Final French Open: Nadal s. Federer 6:3, 4:6, 6:3, 6:4. Zwei Wochen vor den French Open bezwingt Federer Nadal im Final von Hamburg im fünften Anlauf erstmals auf Sand und beendet damit auch dessen Rekordserie von 81 Siegen in Folge auf dessen bevorzugter Unterlage. Doch in Roland Garros geht er im dritten Jahr in Folge gegen Nadal als Verlierer vom Platz – 3:6, 6:4, 3:6, 4:6. Auch drei Jahre nach seinem Debüt ist Rafael Nadal am Bois de Boulogne unbesiegt. 2007: Final French Open: Nadal s. Federer 6:3, 4:6, 6:3, 6:4.
Zwei Wochen vor den French Open bezwingt Federer Nadal im Final von Hamburg im fünften Anlauf erstmals auf Sand und beendet damit auch dessen Rekordserie von 81 Siegen in Folge auf dessen bevorzugter Unterlage. Doch in Roland Garros geht er im dritten Jahr in Folge gegen Nadal als Verlierer vom Platz – 3:6, 6:4, 3:6, 4:6. Auch drei Jahre nach seinem Debüt ist Rafael Nadal am Bois de Boulogne unbesiegt.
2007: Final Wimbledon Federer s. Nadal 7:6 (7:5), 4:6, 7:6, (7:3), 2:6 6:2Erneut geht Roger Federer mit der Hypothek eines kurz zuvor verlorenen French-Open-Finals ins Duell mit Erzrivale Nadal. Nach einem Fünfsatz-Sieg wird er zum zweiten Spieler neben Björn Borg, der in Wimbledon fünf Mal in Folge gewinnt. Ehrfürchtig sagt er nach dem Sieg: «Rafa wird immer besser. Ich nehme jeden Titel, den ich bekomme.» Im Publikum sitzen neben Borg John McEnroe, Jimmy Connors und Boris Becker. «Daran werde ich mich immer erinnern», sagt Federer.2007: Final Wimbledon Federer s. Nadal 7:6 (7:5), 4:6, 7:6, (7:3), 2:6 6:2
Erneut geht Roger Federer mit der Hypothek eines kurz zuvor verlorenen French-Open-Finals ins Duell mit Erzrivale Nadal. Nach einem Fünfsatz-Sieg wird er zum zweiten Spieler neben Björn Borg, der in Wimbledon fünf Mal in Folge gewinnt. Ehrfürchtig sagt er nach dem Sieg: «Rafa wird immer besser. Ich nehme jeden Titel, den ich bekomme.» Im Publikum sitzen neben Borg John McEnroe, Jimmy Connors und Boris Becker. «Daran werde ich mich immer erinnern», sagt Federer.
2008: Final French Open: Nadal s. Federer 6:1, 6:3, 6:0Zwar erreicht Federer zum dritten Mal in Folge den Final der French Open, unterliegt Nadal dort aber in 1:48 Stunden epochal mit 1:6, 3:6, 0:6.Mats Wilander kritisiert die Einstellung von Federer scharf: «Seine Körpersprache drückte aus, dass er den Match schon in den ersten Ballwechseln verlor, um nicht zu sagen in de Garderobe.» Nadals Onkel und Trainer Toni Nadal sagte zur «L'Equipe»: «Federers Auftritt war bizarr. Er hatte nicht die Einstellung eines Siegers. Das war nicht der wahre Roger.» Vier Wochen nach der Niederlage in Paris verliert Federer nach fünf Titeln in Folge auch im Final von Wimbledon gegen Nadal und muss die Führung in der Weltrangliste abgeben.2008: Final French Open: Nadal s. Federer 6:1, 6:3, 6:0
Zwar erreicht Federer zum dritten Mal in Folge den Final der French Open, unterliegt Nadal dort aber in 1:48 Stunden epochal mit 1:6, 3:6, 0:6.Mats Wilander kritisiert die Einstellung von Federer scharf: «Seine Körpersprache drückte aus, dass er den Match schon in den ersten Ballwechseln verlor, um nicht zu sagen in de Garderobe.» Nadals Onkel und Trainer Toni Nadal sagte zur «L'Equipe»: «Federers Auftritt war bizarr. Er hatte nicht die Einstellung eines Siegers. Das war nicht der wahre Roger.» Vier Wochen nach der Niederlage in Paris verliert Federer nach fünf Titeln in Folge auch im Final von Wimbledon gegen Nadal und muss die Führung in der Weltrangliste abgeben.
2008: Final Wimbledon Nadal s. Federer 6:4, 6:4, 6:7 (5:7), 6:7 (8:10), 9:7Der dritte Wimbledon-Final zwischen Federer und Nadal gilt als bestes Tennis-Spiel der Geschichte. Als Nadal um 21.17 Uhr den Matchball verwertet, bricht bereits die Dunkelheit über London herein. Das 4:48-Stunden-Epos wird zur Vorlage des Buches «Strikes of Genius» – Geniestreiche. Und erscheint zehn Jahre später auch als fast zweistündiger Dokumentarfilm. Federer, der im Frühling unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber litt, sagt später, die Niederlage sei auch Folge des Final-Debakels in Paris im Monat zuvor gewesen, bei dem ihm Nadal nur vier Games überliess. Nach 41 Siegen in Folge verliert Federer erstmals seit 2002 wieder in Wimbledon.2008: Final Wimbledon Nadal s. Federer 6:4, 6:4, 6:7 (5:7), 6:7 (8:10), 9:7
Der dritte Wimbledon-Final zwischen Federer und Nadal gilt als bestes Tennis-Spiel der Geschichte. Als Nadal um 21.17 Uhr den Matchball verwertet, bricht bereits die Dunkelheit über London herein. Das 4:48-Stunden-Epos wird zur Vorlage des Buches «Strikes of Genius» – Geniestreiche. Und erscheint zehn Jahre später auch als fast zweistündiger Dokumentarfilm. Federer, der im Frühling unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber litt, sagt später, die Niederlage sei auch Folge des Final-Debakels in Paris im Monat zuvor gewesen, bei dem ihm Nadal nur vier Games überliess. Nach 41 Siegen in Folge verliert Federer erstmals seit 2002 wieder in Wimbledon.
2009: Final Australian Open: Nadal s. Federer 7:5, 3:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2«Oh, Gott, das bringt mich um», versagt Federer nach der Niederlage bei der Siegerehrung die Stimme. Nadal legt ihm den Arm um die Schulter. Er hatte zwei Tage zuvor im Halbfinal gegen Landsmann Fernando Verdasco fünf Sätze, fünf Stunden und 53 Minuten benötigt. Nadal gewinnt als erster Spanier überhaupt in Melbourne.2009: Final Australian Open: Nadal s. Federer 7:5, 3:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2
«Oh, Gott, das bringt mich um», versagt Federer nach der Niederlage bei der Siegerehrung die Stimme. Nadal legt ihm den Arm um die Schulter. Er hatte zwei Tage zuvor im Halbfinal gegen Landsmann Fernando Verdasco fünf Sätze, fünf Stunden und 53 Minuten benötigt. Nadal gewinnt als erster Spanier überhaupt in Melbourne.
2011: Final Roland Garros: Nadal s. Federer 7:5, 7:6 (7:3), 5:7, 6:1Federer bezwingt im Halbfinal Novak Djokovic und beendet damit dessen Serie von 42 Siegen in Folge zum Start in die Saison 2011. Im vierten Paris-Final gegen Nadal führt er im Startsatz 5:2, vergibt einen Satzball und verliert mit 5:7, 6:7 (3:7), 7:5, 1:6. Für Nadal ist es der sechste Titel. Federer: «Rafa hat ein grossartiges Turnier gespielt und verdient gewonnen. Für mich war es ebenfalls ein super Turnier, natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber Rafa auf Sand, das ist eine Klasse für sich.» Mit seinem sechsten Paris-Sieg zieht Nadal auch mit dem Schweden Björn Borg gleich. 2011: Final Roland Garros: Nadal s. Federer 7:5, 7:6 (7:3), 5:7, 6:1
Federer bezwingt im Halbfinal Novak Djokovic und beendet damit dessen Serie von 42 Siegen in Folge zum Start in die Saison 2011. Im vierten Paris-Final gegen Nadal führt er im Startsatz 5:2, vergibt einen Satzball und verliert mit 5:7, 6:7 (3:7), 7:5, 1:6. Für Nadal ist es der sechste Titel. Federer: «Rafa hat ein grossartiges Turnier gespielt und verdient gewonnen. Für mich war es ebenfalls ein super Turnier, natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber Rafa auf Sand, das ist eine Klasse für sich.» Mit seinem sechsten Paris-Sieg zieht Nadal auch mit dem Schweden Björn Borg gleich.
2012: Halbfinal Australian Open: Nadal s. Federer 6:7 (5:7), 6:2 7:6 (7:5), 6:4In den Viertelfinals spielt Federer gegen Juan Martin Del Potro «wie von einem anderen Stern», wie Lleyton Hewitt sagt. «Niemand in der Garderobe konnte sich vorstellen, dass jemand gegen Roger gewinnen kann.» Nadal kann. Er gewinnt das achte von zehn Grand-Slam-Duellen gegen Federer, der zuvor 24 Spiele in Folge gewonnen hatte und dabei in Basel, Paris-Bercy und die World Tour Finals den Titel holte. Federer: «Es scheint fast, dass Rafa gegen mich besser spielt als gegen andere.»2012: Halbfinal Australian Open: Nadal s. Federer 6:7 (5:7), 6:2 7:6 (7:5), 6:4
In den Viertelfinals spielt Federer gegen Juan Martin Del Potro «wie von einem anderen Stern», wie Lleyton Hewitt sagt. «Niemand in der Garderobe konnte sich vorstellen, dass jemand gegen Roger gewinnen kann.» Nadal kann. Er gewinnt das achte von zehn Grand-Slam-Duellen gegen Federer, der zuvor 24 Spiele in Folge gewonnen hatte und dabei in Basel, Paris-Bercy und die World Tour Finals den Titel holte. Federer: «Es scheint fast, dass Rafa gegen mich besser spielt als gegen andere.»
2014: Halbfinal Australian Open: Nadal s. Federer 7:6(4), 6:3, 6:3Erst zum zweiten Mal nach dem French-Open-Final 2008 verliert Federer gegen Nadal ein Spiel auf Grand-Slam-Stufe ohne Satzgewinn. «Rafa war stark, wie so oft gegen mich», hadert der Baselbieter danach. «Gegen ihn fühle ich mich am unwohlsten, weil ich mein Spiel komplett umstellen muss.» Federer verpasst damit auch eine historische Chance auf einen rein schweizerischen Final eines Grand-Slam-Turniers gegen Stan Wawrinka. «Dies werde ich noch lange Zeit bedauern.» Wawrinka hatte zuvor alle zwölf Spiele gegen Nadal verloren und keinen einzigen Satz gewonnen, setzt sich im Final aber gegen Nadal durch und gewinnt seinen ersten Grand-Slam-Titel. 2014: Halbfinal Australian Open: Nadal s. Federer 7:6(4), 6:3, 6:3
Erst zum zweiten Mal nach dem French-Open-Final 2008 verliert Federer gegen Nadal ein Spiel auf Grand-Slam-Stufe ohne Satzgewinn. «Rafa war stark, wie so oft gegen mich», hadert der Baselbieter danach. «Gegen ihn fühle ich mich am unwohlsten, weil ich mein Spiel komplett umstellen muss.» Federer verpasst damit auch eine historische Chance auf einen rein schweizerischen Final eines Grand-Slam-Turniers gegen Stan Wawrinka. «Dies werde ich noch lange Zeit bedauern.» Wawrinka hatte zuvor alle zwölf Spiele gegen Nadal verloren und keinen einzigen Satz gewonnen, setzt sich im Final aber gegen Nadal durch und gewinnt seinen ersten Grand-Slam-Titel.
2017: Final Australian Open: Federer s. Nadal 6:4, 3:6 6:1, 3:6 6:3Nach halbjähriger Pause bestreitet Roger Federer in Melbourne sein erstes Turnier. Er ist noch die Nummer 17 der Welt. In den Achtelfinals bezwingt er Kei Nishikori in fünf Sätzen, wie auch in den Halbfinals Stan Wawrinka. Im Final trifft er auf Erzrivale Nadal, der ebenfalls aus einer Verletzungspause zurückkehrt. Im fünften Satz liegt Federer mit 1:3 hinten, setzt sich aber mit 6:3 durch. Es ist sein 17. Grand-Slam-Titel, der erste seit Wimbledon 2012 und fünfjähriger Durststrecke. Und der erste Sieg gegen Nadal bei einem Grand-Slam-Turnier seit fast zehn Jahren und dem Wimbledon-Final 2007.2017: Final Australian Open: Federer s. Nadal 6:4, 3:6 6:1, 3:6 6:3
Nach halbjähriger Pause bestreitet Roger Federer in Melbourne sein erstes Turnier. Er ist noch die Nummer 17 der Welt. In den Achtelfinals bezwingt er Kei Nishikori in fünf Sätzen, wie auch in den Halbfinals Stan Wawrinka. Im Final trifft er auf Erzrivale Nadal, der ebenfalls aus einer Verletzungspause zurückkehrt. Im fünften Satz liegt Federer mit 1:3 hinten, setzt sich aber mit 6:3 durch. Es ist sein 17. Grand-Slam-Titel, der erste seit Wimbledon 2012 und fünfjähriger Durststrecke. Und der erste Sieg gegen Nadal bei einem Grand-Slam-Turnier seit fast zehn Jahren und dem Wimbledon-Final 2007.
2019: Halbfinal French Open: Nadal s. Federer 6:3, 6:4, 6:2Erstmals seit vier Jahren bestreitet Roger Federer die French Open. Und er erreicht die Halbfinals von Roland Garros, wo er bereits zum sechsten Mal auf Rafael Nadal trifft. Und auch zum sechsten Mal verliert. Die Bedingungen indes sind schwierig. Es ist kalt und windig. Federer sagt: «Das hatte nicht mehr viel mit Tennis zu tun. Es war ein bisschen wie wenn man als Kind im Sandkasten gespielt hat.» Zwei Tage darauf gewinnt Nadal bereits zum zwölften Mal in seiner Karriere die French Open. 2019: Halbfinal French Open: Nadal s. Federer 6:3, 6:4, 6:2
Erstmals seit vier Jahren bestreitet Roger Federer die French Open. Und er erreicht die Halbfinals von Roland Garros, wo er bereits zum sechsten Mal auf Rafael Nadal trifft. Und auch zum sechsten Mal verliert. Die Bedingungen indes sind schwierig. Es ist kalt und windig. Federer sagt: «Das hatte nicht mehr viel mit Tennis zu tun. Es war ein bisschen wie wenn man als Kind im Sandkasten gespielt hat.» Zwei Tage darauf gewinnt Nadal bereits zum zwölften Mal in seiner Karriere die French Open.
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Rivalität für die Ewigkeit: Alle Grand-Slam-Duelle zwischen Federer und Nadal

Nachdem Nadal sich in der Startrunde gegen den Japaner Yuichi Sugita durchgesetzt hat, kommt es dann doch zum Wiedersehen mit Kyrgios. Und Nadal äussert sich doch noch, als er sagt: «Nick ist sehr gefährlich - wenn er Tennis spielen will.» Kyrgios will. Drei Mal zielt der launische Australier beim Passierschlag nicht an dem am Netz stehenden Nadal vorbei, sondern zielt direkt auf dessen Körper. Er entschuldigt sich nicht, sagt später sogar: «Wieso auch? Wie viele Grand-Slam-Titel hat der Kerl gewonnen? Wie viel Geld hat er auf dem Bankkonto? Ich denke, er kann einen Ball auf die Brust wegstecken.» Zwar gewinnt Kyrgios einen Satz, Nadal aber das Spiel in vier Sätzen, zwei davon im Tiebreak.

«Es war erst die zweite Runde, kein Halbfinal», sagt Nadal. Gegen Jo-Wilfried Tsonga bleibt er ohne Satzverlust. Von den nie enden wollenden Diskussionen, wie schnell der Rasenplatz in Wimbledon ist, zeigt Nadal sich indes genervt. «Seit 15 Jahren spiele ich hier. Und jedes Jahr ist es die gleiche Diskussion. Und ich sage jedes Mal: Für mich ist immer noch genau gleich wie damals.» Gegen Joao Sousa und Sam Querrey gibt Nadal keinen Satz ab. Den mittleren Sonntag verbringt er mit Freunden und Familie im Garten seines Mietshauses. Es gibt Paella, seine Leibspeise. Nadal sagt: «Es ist keine Zeit, um zu entspannen.» Im Kopf ist er woanders. Beim Halbfinal von Wimbledon gegen Roger Federer. 16 Tage nach dem Ärger um die Setzliste. Es war ein langes Vorspiel.

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