1. LIGA
Der FC Gossau spielt zum ersten Mal seit acht Monaten wieder um Punkte - die U21-Auswahl des FC St.Gallen steht im Glarnerland im Einsatz

Am Samstag, 12. Juni, tritt der FC Gossau um 16 Uhr in der 1. Liga daheim gegen den Leader Wettswil-Bonstetten an. Die St.Galler U21-Auswahl spielt am Samstag auswärts gegen Linth.

Karl Schmuki und Daniel Good
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Gossau mit Yannik Grin (vorne) und die U21-Auswahl des FC St. Gallen mit Patrick Sutter spielen nach einer langen Zwangspause wieder um Punkte in der 1. Liga.

Gossau mit Yannik Grin (vorne) und die U21-Auswahl des FC St. Gallen mit Patrick Sutter spielen nach einer langen Zwangspause wieder um Punkte in der 1. Liga.

Bild: Ralph Ribi (Gossau, 17. Oktober 2020)

Zum ersten Mal seit dem 17. Oktober 2020 steht der FC Gossau wieder in einem Ernstkampf im Einsatz. Zu Gast auf dem Sportplatz Buechenwald ist ab 16 Uhr der Leader aus Wettswil-Bonstetten. Während die Spieler der Mannschaften der obersten Ligen noch in den Ferien weilen oder sogar – wie der FC Wil – das Training wieder aufgenommen haben, die Promotion League ihr Meisterschaftspensum an diesem Wochenende abschliesst, geht es in der 1. Liga nach fast acht Monaten Corona-Zwangspause und einer unorthodoxen Vorbereitung erst richtig wieder los.

Und in drei Wochen ist für Gossau nach vier Meisterschaftsspielen und der Cuppartie in Delsberg bereits wieder Saisonschluss.

Platz drei – und keine Chance auf den Aufstieg

In den Meisterschaftspartien der Gruppe drei geht es für das Team von Trainer Patrick Winkler eigentlich nur noch um die Ehre. Zwar liegen die Gossauer auf dem guten dritten Rang und hätten – in «normalen Zeiten» – noch Chancen auf eine Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Promotion League.

Aber der coronabedingte Entscheid des Schweizer Fussballverbands, dass heuer keine Aufstiegsspiele bestritten werden und die zwei punktbesten Teams aus den drei Erstligagruppen aufsteigen, führt dazu, dass der FC Gossau auch die nächste Saison in der 1. Liga spielen wird und diese letzten Partien gewissermassen als Vorbereitung für die kommende Saison nutzen kann.

Der FC Gossau spielte in der Saison 2016/17 um den Aufstieg in die Promotion League. Zunächst setzten sich die St.Galler in der Aufstiegsrunde souverän gegen den FC Münsingen durch. Aber Yverdon war in den beiden entscheidenden Partien eine Nummer zu gross und setzte sich 3:2 und 4:0 durch. Yverdon bewerkstelligte in dieser Saison abermals einen Aufstieg und spielt in der kommenden Saison in der Challenge League.

Auch Gossau spielte schon verschiedentlich in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz. Zuerst von 1975 bis 1978, als der damaligen Nationalliga B 14 Mannschaften angehörten. Dann schafften die Gossauer 1993 unter Trainer Roger Hegi und 1996 unter Heinz Bigler den Aufstieg in die NLB. Auch der Challenge League gehörte Gossau schon an, so in der Saison 2008/09 mit Gegner wie Gegnern wie St.Gallen, Servette und Lugano.

Jetzt wartet aber Wettswil-Bonstetten, vielleicht die homogenste und leistungskonstanteste Mannschaft der Gruppe drei der 1. Liga. Die Zürcher haben noch die Möglichkeit, in die Promotion League aufzusteigen. Mit einem Punktgewinn gegen den abwehrstarken Leader könnte Gossau aber die Ambitionen von Wettswil-Bonstetten einbremsen. Nach zwei schwachen Darbietungen in den Testspielen gegen Amriswil und Seuzach muss sich das Team von Patrick Winkler jedoch erheblich steigern, um eine Heimniederlage zu verhindern. Gemäss der Covid19-Verordnung ist die Zuschauerzahl auf 300 Personen beschränkt.

Die St.Galler U21-Auswahl hat schon Spielpraxis

Zum letzten Mal kämpften die Gossauer gegen die U21-Auswahl des FC St.Gallen um Punkte. Die Partie endete 1:1. Am Samstag, 12. Juni, treten die jungen St.Galler um 18 Uhr in Näfels gegen Linth an. Sie haben schon reichlich Spielpraxis, standen sie doch in der eigens wegen der Coronakrise ausgetragenen U21-Meisterschaft im Einsatz. Bereits im Februar kam die Mannschaft von Trainer Marco Hämmerli zu ihren ersten Punktspielen gegen gleichaltrige Gegner.

Linth aber ist eine gestandene Mannschaft, die 2017 den «richtigen» FC St.Gallen im Cup an den Rand einer Niederlage brachte.