Fussball

0:1 in Lausanne – Der FC Wil taumelt der Winterpause entgegen

Ein weiterer blasser Auftritt steht am Ursprung der nächsten Wiler Niederlage. Das 0:1 bei Stade Lausanne-Ouchy ist bereits die vierte verlorene Partie in Folge. Der Abstiegskampf rückt für die Ostschweizer unweigerlich näher.

Gianluca Lombardi
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Gegen Stade Lausanne-Ouchy haben die Wiler das Nachsehen.

Gegen Stade Lausanne-Ouchy haben die Wiler das Nachsehen.

Bild: Gianluca Lombardi

Es gibt Dinge, die sollten sich nicht wiederholen. Dazu zählt die nachlässige Art und Weise wie der FC Wil stehende Bälle verteidigt. Doch auch im Challenge-League-Spiel in der Westschweiz war es ein solcher, der die Ostschweizer ins Hintertreffen brachte. Nach einem Corner von links konnte Topskorer Yanis Lahiouel lässig mit der Hacke einschieben. Die Mann­deckung Valon Fazlius glich dabei mehr einem Geleitschutz.

Trotz mehr Ballbesitz und mehr Abschlüssen waren die Wiler nur selten gefährlich. Es fehlten im Offensivspiel die nötigen Ideen, aber auch Entschlossenheit. Das beste Beispiel dafür erbrachte Maren Haile-Selassie nach einer halben Stunde. Die Zürcher Leihgabe zog über links los und hatte alle Zeit der Welt, um eine präzise Hereingabe zu spielen. Stattdessen produzierte er einen Kullerball in die Arme des Torhüters. Sinnbildlich für diese erste Halbzeit.

Von den Westschweizer Gastgebern war im ersten Durchgang nicht mehr zu sehen als von den Wilern. Mehr war aber auch nicht nötig, um mit einer 1:0-Führung in die Pause zu gehen.

Ideenloser Auftritt

Auch im zweiten Abschnitt machten die Ostschweizer einen bemühten Eindruck. Klare Torchancen blieben aber weiterhin Mangelware. Diese optische Druckphase flachte aber schon 15 Minuten nach Wiederanpfiff ab. Lausanne-Ouchy hatte diese Partie nun zunehmend besser im Griff, ohne sich dafür übermässig verausgaben zu müssen.

Nach vorne lief bei den Wilern nun gar nichts mehr. Es war schlichtweg zu wenig, was an diesem Abend geboten wurde. Nicht wenige Spieler müssen in der anstehenden Pause ihre Leistungen, aber auch ihre Einstellung, deutlich hinterfragen. Die Wiler sind im Abstiegskampf angekommen. Es bedarf einiger Änderungen, um im neuen Jahr in die Spur zu finden.

Telegramm:

FC Stade-Lausanne-Ouchy – FC Wil 1900 1:0 (1:0)
Pontaise, Lausanne: keine Zuschauer – Schiedsrichter: Staubli.
Tor: 25. Lahiouel 1:0.
SLO: Da Silva; Efendic, Hajrulahu, Routis, Perrier; Gaillard (83. Tavares); Ramovic (77. Qarri), Bamba, Gazzetta, Ndongo (83. Amdouni); Lahiouel.
Wil: Köhn; Schäppi (86. Sarcevic), Izmirlioglu, Mätzler, Kronig (86. Abazi); Kamber, Krasniqi; Brahimi (54. Jones), Zumberi (74. Camara), Haile-Selassie; Fazliu.
Bemerkungen: SLO ohne Albizua, Laugeois, Abdullah, Davland (alle verletzt), Barroca und Mbombo (beide nicht im Aufgebot). Wil ohne Muntwiler, Sauter (beide gesperrt), Talabidi (krank) de Mol, Abubakar, Ndau, Ismaili (alle verletzt), Paunescu, Mayer und Blasucci (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 14. Kronig, 36. Zumberi, 58. Ramovic, 84. Efendic, 89. Sarcevic.