«Wir vom Stallteam sind keine Plauschgruppe»

Seit 15 Jahren ist Beat von Rickenbach an der Olma als Helfer dabei. «Ich musste damals als 17-Jähriger den Muni in der Arena präsentieren», sagt er. Sonst wollte das niemand freiwillig übernehmen.
Sind die beiden Bosse im Olma-Stall: Muni Leo und Stallchef Beat von Rickenbach in der Halle 7. (Bild: Sheila Eggmann)

Sind die beiden Bosse im Olma-Stall: Muni Leo und Stallchef Beat von Rickenbach in der Halle 7. (Bild: Sheila Eggmann)

Seit 15 Jahren ist Beat von Rickenbach an der Olma als Helfer dabei. «Ich musste damals als 17-Jähriger den Muni in der Arena präsentieren», sagt er. Sonst wollte das niemand freiwillig übernehmen. Der Jüngste im Team war den Umgang mit Munis vom väterlichen Hof gewohnt, also übernahm er die Aufgabe. 15 Jahre später ist der nun 32jährige Landwirt aus dem Kanton Schwyz Stallchef an der Olma, und dies bereits zum dritten Mal. Er rekrutiert die Tierwärter, hilft im Stall mit und schaut, dass es allen Tieren gut geht. Er ist dabei für alle an der Olma anwesenden Tiere verantwortlich, mit eingeschlossen die Kühe im Laufstall, die Tiere im Bogenzelt und die Kleintiere im Streichelzoo. Nur für die Hühner im ersten Stock in der Halle 7.1 sind andere zuständig.

«Ich bin während der Olma-Zeit schon ein bisschen angespannt», gibt von Rickenbach zu. Dass ein Besitzer der ausgestellten Tiere anrufe, um nach ihrem Wohl zu fragen, komme häufig vor. «Die Tiere, die hier sind, sind meist die Lieblinge der Landwirte. Deshalb müssen die Bauern ein grosses Vertrauen in mich und die Tierpfleger haben.» Dieses Vertrauen wurde noch nie enttäuscht: Seit von Rickenbach an der Olma dabei ist, kann er sich an keinen grösseren Zwischenfall mit den Tieren erinnern.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgt auch von Rickenbachs Stallteam. Neben ihm arbeiten 23 Männer in den Olma-Ställen mit. Das sind drei Helfer mehr als in den letzten Jahren. «Wegen des Laufstalls mit dem Melkroboter haben wir aufgestockt», sagt von Rickenbach. Frauen sind in diesem Jahr im Stallteam nicht vertreten. «Sie hätten aber schon eine Chance, dabei zu sein. Sofern es sie nicht stört, im Massenlager zu schlafen», sagt von Rickenbach. Obwohl die Helfer abends auch mal feiern gehen, sei ihre Arbeit kein Schoggi-Job. «Wir sind keine Plauschgruppe. Wer sich hier bewirbt, muss auch anpacken können», stellt er klar. Die Arbeit an der Olma sei zwar körperlich weniger anstrengend als auf dem Hof, fordere jedoch lange Präsenzzeiten.

Von Rickenbach möchte als Stallchef den Konsumenten die «richtige Landwirtschaft» zeigen. «Nicht das, was in einigen Fernsehshows als Landwirtschaft verkauft wird.» Aus diesem Grund möchte er auch die nächsten Jahre wieder dabei sein. (she)

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