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VADUZ: Die Olma macht Liechtenstein zum Kanton

In drei Wochen beginnt die Olma in St.Gallen. Ehrengast ist in diesem Jahr das Fürstentum Liechtenstein. In Vaduz wurde gestern das Programm der 74. Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung vorgestellt.
Katharina Brenner
Vom Schloss Vaduz geht der Blick hinüber in die Schweiz. (Bild: Konstantin Kalishko/Fotolia (Vaduz, 21. August 2015))

Vom Schloss Vaduz geht der Blick hinüber in die Schweiz. (Bild: Konstantin Kalishko/Fotolia (Vaduz, 21. August 2015))

VADUZ. «Die Olma-Nervosität ist wieder spürbar», sagte der St.Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin gestern im Regierungsgebäude in Vaduz. In St.Gallen hängen schon die ersten Plakate. Und Arbeitnehmer tragen Ferientage ein, um die Olma im Oktober besuchen zu können. Noch drei Wochen sind es bis zum Beginn der 74. Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung. Sie findet vom 13. bis zum 23. Oktober statt.

Jedes Jahr laden die Olma-Messen einen Kanton als Gast ein. Dieses Mal ist es kein Kanton, sondern ein Land, das sechstkleinste der Welt: das Fürstentum Liechtenstein. «Wir haben uns auf den Begriff Ehrengast geeinigt», sagte Fabian Reuteler von Liechtenstein Marketing. Doch auch Scheitlin sprach gestern einmal vom Gastkanton Liechtenstein. «Hätten wir für das Wort jedes Mal fünf Franken bekommen, hätten wir die Ausgaben längst doppelt wieder drin», sagte Reuteler. Das Budget für den Auftritt als Ehrengast beträgt 985 000 Franken. Er finde die Bezeichnung Gastkanton jedoch sehr sympathisch, sagte Reuteler und schloss sich damit der Liechtensteiner Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer an. «Das Wort drückt die enge Verbundenheit der beiden Ländern aus», sagte sie. Das gelte auf wirtschaftlicher, internationaler und persönlicher Ebene.

Mitglied der Messegenossenschaft

Zum fünftenmal bereits ist Liechtenstein Ehrengast an der Olma, zuletzt 1993. Das Fürstentum ist ausserdem seit den 1950er-Jahren offizielles Mitglied der Olma-Messen-Genossenschaft. Die Freundschaft und die Ähnlichkeiten zwischen der Schweiz und dem Fürstentum wurden gestern sowohl von St.Galler als auch von Liechtensteiner Seite wieder und wieder betont. Doch die Regierungsrätin und die beiden Vertreter von Liechtenstein Marketing sagten auch, die Besucher der Olma würden ebenso auf überraschende Facetten stossen. «Manchmal hat man das Gefühl, der unbekannte Nachbar zu sein», sagte Ernst Risch von Liechtenstein Marketing. Das soll sich nach der diesjährigen Olma ändern. Zum Auftritt des Ehrengastes gehören eine Tierschau, die Umrahmung der Eröffnungsfeier für geladene Gäste, eine grosse Show in der Arena am Tag des Ehrengastes sowie der Festumzug durch die St.Galler Innenstadt. Ausserdem können Besucher in der Sonderschau «Liechtenstein-Erlebniswelt» unter anderem einen Bagger führen, die elf unterschiedlichen Liechtensteiner Dialekte hören und ein Musikstück mit Bohrmaschinen spielen. «An den Erlebnisstationen zeigen wir die Vielfalt der Liechtensteiner Wirtschaft und Kultur», sagte Reuteler. Das alles steht unter dem Motto «Hoi metanand» – gemäss Amann-Marxer die typische Liechtensteiner Begrüssung einer Gruppe von mehr oder weniger vertrauten Personen.

Trachten, Schafe, Kühe und Bratwürste

Während Vertreter der Olma-Messen, Scheitlin und die Vertreter des Fürstentums sprechen, werden im Hintergrund auf einer Leinwand Bilder von vergangenen Olma-Messen gezeigt. Bratwürste, Schafe und jede Menge Kühe sind darauf zu sehen. Neben dem Programm des Ehrengastes zeigen in diesem Jahr 621 Aussteller in acht Hallen ihre Produkte. Erstmals in der Geschichte der Olma gibt es einen Freilaufstall. «Die Olma lebt von Tradition und Brauchtum, aber auch von Innovation», sagte Scheitlin.

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