Geld für drei neue Fördermassnahmen

Die erste Massnahme betrifft hauptsächlich die Modernisierung von bestehenden Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, sowie von gewissen öffentlichen Bauten. Die zweite neue Massnahme betrifft Wärmepumpen. Hausbesitzer, die ihre Öl- oder Gasheizung durch eine solche ersetzen wollen, können sie beantragen. Als Drittes sollen Anergienetze unterstützt. werden.

Malolo Kessler
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Zusammen mit einem Berater der Energieagentur St. Gallen wird
ein detailliertes Konzept mit Modernisierungsvorschlägen erstellt. (Bild: Energieagentur St. Gallen)

Zusammen mit einem Berater der Energieagentur St. Gallen wird ein detailliertes Konzept mit Modernisierungsvorschlägen erstellt. (Bild: Energieagentur St. Gallen)

Für den Ersatz von Elektroboilern oder den Einbau von Sonnenkollektoren bietet der Kanton St. Gallen schon länger Förderbeiträge. Kürzlich hat der Kanton St. Gallen sein Förderprogramm um drei Massnahmen erweitert: Neu gibt es seit diesem Frühling finanzielle Beiträge für Wärmepumpen, Beratungen und für alternative Wärmenetze.

Geld für Modernisierung
Die erste Förderungsmassnahme betrifft die Modernisierung von bestehenden Einfamilienund Mehrfamilienhäusern sowie für Dienstleistungs- und Schulgebäude. Wer sich entscheidet, vor der Modernisierung ein Konzept erstellen zu lassen, kann dafür beim Kanton einen Beitrag beantragen. Anschliessend kann er sich aus dem gut 130köpfigen Expertenpool der Energieagentur St. Gallen einen Berater aussuchen. Dieser erstellt dann ein detailliertes Konzept mit Modernisierungsvorschlägen. So werden etwa der energetische Zustand und der Energieverbrauch des Gebäudes beurteilt, und es wird evaluiert, ob es sich für Solarenergie eignen würde. Weiter werden Überlegungen zu Aufstockung oder Anbauten angestellt und Kostenschätzungen zu den Massnahmen abgegeben.

Die Erstellung eines Konzepts wird mit einem Förderbeitrag unterstützt, die Konzepte werden von der Energieagentur überprüft. Werden danach Massnahmen umgesetzt, gibt es nochmals einen Beitrag. Ein Beispiel: Der Eigentümer eines Einfamilienhauses lässt ein Modernisierungskonzept erstellen. Dafür erhält er 4500 Franken Fördergeld. Im Konzept wird der Einbau von Sonnenkollektoren empfohlen, welchen der Eigentümer innerhalb von zwei Jahren realisiert. Für die Umsetzung dieser Massnahme bekommt er 3000 Franken, hinzu kommt der Bonus für die Konzeptumsetzung, der 2500 Franken beträgt. Damit belaufen sich die Fördergelder in dieser Beispielrechnung auf insgesamt 10 000 Franken.

Wärmepumpen fördern
Die zweite neue Fördermassnahme betrifft Wärmepumpen. Hausbesitzer, die ihre Öl- oder Gasheizung durch eine solche ersetzen wollen, können einen Beitrag beantragen. Ausserdem wird auch der Einsatz von Strom und Wärmeproduktionszählern, welche die Effizienz von Wärmepumpen aufzeigen, gefördert. Das sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Pumpen.

Unterstützung für Anergienetze
Mit der dritten Massnahme, die vor allem Unternehmen und die öffentliche Hand betrifft, werden sogenannte Anergienetze finanziell unterstützt. Über solche Netze wird Wasser mit einer Temperatur von etwa 8 bis 20 Grad transportiert. Die Wärme, die zum Beispiel aus geklärtem Abwasser stammt, wird bei den Verbrauchern mittels Wärmepumpen auf die gewünschte Temperatur gebracht.