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Datenaustausch in der Smart City

In den Wohnungen einer Smart City, wie sie St.Gallen zurzeit mit der enstehenden Siedlung "Sturzenegg" erprobt, sind so genannte Smart Meter (intelligente Stromzähler) installiert. In Abhängigkeit von Strompreis und Verfügbarkeit der Energie werden Verbraucher automatisch zu- oder abgeschaltet.
Sub-Logo_SmartCity_d

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Der Begriff «Smart City» bezeichnet im allgemeinen die Vernetzung einer ganzen Stadt. Alles ist miteinander verbunden: Strassenlampen, Ampeln, Autos, Ticketautomaten, Sammelcontainer, Haushaltsgeräte, Energieerzeugungsanlagen. Die Vernetzung soll hohe Lebensqualität sichern, gleichzeitig den Ressourcenverbrauch niedrig halten. Das kann in Zukunft zum Beispiel so aussehen: In den Wohnungen sind Smart Meter installiert, intelligente Stromzähler. Sie haben Internetverbindungund registrieren unter anderem den aktuellen Strompreis. Ist dieser niedrig, weil die Sonne scheint und die Solaranlagen in der Umgebung viel Strom produzieren, geht die vorher befüllte Waschmaschine automatisch an. Ihr Besitzer muss gar nicht da sein. Alles läuft von selbst.

Hohe Ansprüche an Sicherheit
So weit ist es noch nicht. Aber das technische Fundament für die künftige Smart City St. Gallen wird schon gelegt. Man baut das Glasfasernetz aus und erweitert es um eine strahlungsarme Funktechnik, den Long-Range-Standard, kurz LoRa. IBM und Cisco haben ihn entwickelt. Die St. Galler Stadtwerke testeten LoRa im Rahmen des Pilotprojekts «Smartnet». Es kann viele Objekte vernetzen, so lassen sich Strassenlampen fernsteuern, Stromzähler auslesen und die Belegungen von Aussenparkplätzen erfassen. Letzteres würde Autofahrern in St. Gallen künftig das Leben erleichtern. Sie müssten nicht lange nach einem freien Parkplatz suchen. Er wird ihnen auf dem Display angezeigt.

Bei dem ganzen Datenverkehr muss jedoch die Datensicherheit gewährleistet sein. Und da kann es Probleme geben. Anfang des Jahres wurde ein Sicherheitsleck im Zürcher Prime Tower ausgemacht. Dieses Gebäude ist stark vernetzt. Übers Internet liess sich ermitteln, welche Parkplätze im Haus wann belegt waren. Diese Daten, so hiess es, hätten Einbrecher für sich nutzen können. Zudem wäre es für Aussenstehende möglich gewesen, die Steuerung der ganzen Anlage zu übernehmen, etwa Schranken willkürlich auf- und zuzuschliessen.

Die IG Smart City
Städte wie Winterthur, Basel, Zürich und Genf, aber auch St. Gallen haben sich auf Initiative des Bundes zur IG Smart City zusammengeschlossen. Diese hat das Ziel, die Diskussion über den Smart-City-Ansatz anzuregen und diesen weiterzuentwickeln. «Eine der grossen Herausforderungen für Smart-City-Projekte ist es, dass dafür oftmals eine einwandfreie Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen nötig ist, was nicht immer einfach zu erreichen ist», sagt Benjamin Szemkus, Projektleiter von Smart City Schweiz. (alm/wie)

Das Energiekonzept 2050

«St. Gallen ist auf dem Weg in eine ‹saubere Energiezukunft›». So lautet das Oberziel des Energiekonzepts 2050, das sich auf die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität bezieht. Die CO2-Belastung durch die städtische Energieversorgung soll sinken, die Energieeffizienz verbessert, der Anteil erneuerbarer Energien vergrössert werden. Viele kleinere Einheiten wie Photovoltaikanlagen auf den Hausdächern führt man dabei zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen. Läuft es wie geplant, halbiert sich der Gesamtenergiebedarf für Raumwärme und Warmwasser bis 2050. Und der Anteil fossiler Brennstoffe sinkt auf weniger als 25 Prozent. (alm)

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