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«2000 Watt sind möglich»

2000 Watt pro Person und Jahr.Das scheint bei einem derzeitigen Wert von über 5000 Watt fast unmöglich. Trotzdem verfolgen genau dieses Ziel viele Schweizer Städte, darunter auch St. Gallen und Gossau.
Die Grafik zeigt den Energiebedarf pro Kopf, angegeben als Dauerleistung in Watt. Ziel ist es, die 2000-Watt-Gesellschaft bis ins Jahr 2050 erreicht zu haben. (Bild: EnergieKonzept der Stadt St. Gallen/Grafik: St. Galler Tagblatt)

Die Grafik zeigt den Energiebedarf pro Kopf, angegeben als Dauerleistung in Watt. Ziel ist es, die 2000-Watt-Gesellschaft bis ins Jahr 2050 erreicht zu haben. (Bild: EnergieKonzept der Stadt St. Gallen/Grafik: St. Galler Tagblatt)

Die Energie war bis vor wenigen Jahren noch kaum ein Thema. Sie war da und man verbrauchte sie. Heute aber ist klar, dass die Ressourcen nicht unendlich lange reichen werden. Vor allem Erdöl dürfte schon bald knapp werden. Ein mögliches und realistisches Gegensteuer bildet die 2000-Watt-Gesellschaft. Sie steht für eine nachhaltige Gesellschaft, die mit weniger Energieverbrauch keinen Komfort einbüssen muss.

Umweltbewusst handeln
Mit etwas unter 5000 Watt pro Jahr und Person im Jahr 2014 ist die Schweizer Bevölkerung weit weg vom Ziel. Das schreckt Karin Hungerbühler nicht ab. «Wir schaffen die Energiewende und die 2000-Watt- Gesellschaft», sagt die stellvertretende Leiterin des Amtes für Umwelt und Energie der Stadt St. Gallen mit Überzeugung. «Deshalb ist sie auch Ziel unseres Energiekonzepts 2050.» Sie begrüsst dabei, dass umweltbewusstes Handeln ein Trend geworden ist. Minergiehäuser, Elektroautos, Ökostrom, LED-Technik, effizientere Geräte und vieles mehr tragen entscheidend zum Ziel bei. Darum werden sie in der Stadt St. Gallen auch gefördert. Verschiedene Energieversorger der Region offerieren ihren Strombezügern unterschiedliche Varianten beim Strommix. Auf diesem Weg können die Verbraucher mitbestimmen, wie ökologisch die verbrauchte Energie sein soll.

Eigenes Verhalten ändern
Karin Hungerbühler weist darauf hin, dass bald einmal die Grenzen der Effizienz erreicht sein werden. Die Technik ist irgendwann mal ausgereizt. «Es ist deshalb entscheidend, dass wir auch unser eigenes Verhalten anschauen », betont sie. «Nur so sind die 2000 Watt realistisch.» Als gute Möglichkeiten erwähnt sie «clevergeniessen in St. Gallen» (siehe Artikel). Aber auch weniger Wohnraum pro Person und gemeinschaftliches Wohnen spart Energie. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann man der Umwelt Gutes tun.

Mit der Anpassung des eigenen Lebensstils scheint also die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft durchaus möglich zu sein, bei gleich hohem Komfort und ohne Verzicht. «Unsere Vision kann ein Gewinn an Lebensqualität sein, wenn wir wissen, dass wir uns für unser Klima und für unsere Zukunft einsetzen. Mit kleinen Schritten kommen wir mit Sicherheit an unser Ziel.» (mab)

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