Obergerlafingen

In Obergerlafingen steht die grösste Solaranlage im Kanton Solothurn

Jetzt ist die Solarstromanlage auf dem Reithof von Urs Steiner in Betrieb. Gestern wurde die Anlage geprüft und genehmigt. Eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern soll bis zu 140 Haushalte versorgen.

Christof Ramser
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Gegen 4000 Quadratmeter bedeckt die Anlage heute auf dem Reithof.

Gegen 4000 Quadratmeter bedeckt die Anlage heute auf dem Reithof.

Zur Verfügung gestellt

Er sei ein Energiefanatiker, sagt Urs Steiner. Vor fünf Jahren hat er mit der Planung einer Solarstromanlage auf dem Dach seines Reithofs Lindenhof in Obergerlafingen begonnen. Gestern wurde die Anlage von einem Auditor der Swissgrid nun geprüft und genehmigt.

Die Zahlen sind beeindruckend: 600000 Kilowattstunden Strom pro Jahr werden auf den Dächern produziert. Damit können bis zu 140 Haushalte versorgt werden. «Somit steht in Obergerlafingen die mit Abstand grösste Solarstromanlage im Kanton Solothurn und darüber hinaus», sagt Werner Zürcher. Er hat mit der Firma Mitholz Energie die Anlage geplant.

Höherer Einspeisetarif

Die Anlage bedeckt eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Sie wurde zwar als Aufdachanlage montiert, jedoch als Indachanlage bewilligt. Das bedeutet, dass die Fotovoltaikmodule direkt auf ein wasserfestes Unterdach montiert werden. Das ist optisch attraktiver, hat allerdings den Nachteil, dass die entstehende Wärme schlechter entweicht.

 Der Initiant Urs Steiner.

Der Initiant Urs Steiner.

crs

Damit die Luft besser zirkulieren kann, wurden die seitlich abschliessenden Bleche mit feinen Löchern versehen. Laut Werner Zürcher sind Indachanlagen etwas teurer und aufwändiger zu installieren, dafür profitiere Urs Steiner von einem höheren Tarif bei der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV.

Langer und mühsamer Weg

Der Einspeisetarif betrage 42 Rappen pro Kilowattstunde – 4 Rappen mehr als bei einer konventionellen Anlage. «Für mich war die Aussicht auf eine Indachanlage Bestandteil des Entscheides für das Projekt», sagt Steiner. Der Weg dahin sei aber lang und mühsam gewesen. Angesichts des Trends zu alternativer Stromgewinnung, so findet Steiner, müssten die Verfahren deutlich kürzer sein.

Immerhin: Mit der grössten Solaranlage im Kanton sichert er sich nicht nur ein lukratives Einkommen, sondern leistet auch einen Beitrag für die saubere und nachhaltige Stromgewinnung.