Coronavirus

Gewerbler im Schwarzbubenland fordern Abschaffung der Maskenpflicht

Die Forderung von Vertretern der Klein- und Mittelbetriebe und des Gewerbes aus dem Schwarzbubenland an Regierungsrätin Susanne Schaffner ist unmissverständlich: «Die generelle Maskenpflicht in den Läden des Schwarzbubenlands ist aufzuheben!» Moniert werden ungleich lange Spiesse zum benachbarten Baselbiet.

Urs Mathys
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In mehreren Kantonen gilt mittlerweile auch eine Maskenpflicht beim Einkaufen. In gewissen Fällen kann dies zu Unstimmigkeiten an der Kantonsgrenze führen.

In mehreren Kantonen gilt mittlerweile auch eine Maskenpflicht beim Einkaufen. In gewissen Fällen kann dies zu Unstimmigkeiten an der Kantonsgrenze führen.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Die Forderung von Vertretern der Klein- und Mittelbetriebe und des Gewerbes aus dem Schwarzbubenland ist unmissverständlich: «Die generelle Maskenpflicht in den Läden des Schwarzbubenlands ist aufzuheben!» Diese Botschaft steht in einem Brief, der von zwei Dutzend Verantwortlichen von KMU-Betrieben und Gewerbetreibenden aus den Bezirken Dorneck und Thierstein unterzeichnet worden ist. Empfängerin ist Regierungsrätin Susanne Schaffner (SP) und ihr Departement des Inneren.

Nötigung und Einschüchterung

Kritisiert werden im Schreiben die unterschiedlichen Regelungen im direkten Umfeld. Die Schwarzbuben seien überall von Baselbieter Gemeinden umgeben, dort herrsche keine Maskenpflicht: «Die Kunden verstehen diese Regelungen nicht und weichen deshalb zum Einkaufen ins benachbarte Baselbiet aus.» Dies verzerre den Wettbewerb und die bereits durch die Coronakrise gebeutelten Unternehmen würden «zusätzlich unter dieser restriktiven Regelung leiden», heisst es. Irritierend sei weiter, dass die Filialen von Post und Banken von der Maskentragpflicht ausgenommen seien. Die Rede ist von Nötigung und Einschüchterung.

In letzter Zeit würden die Betriebe «von Coronakontrolleuren der Regierung auf ihre Schutzkonzepte überprüft und dazu genötigt, Polizei zu spielen», heisst es. Und in scharfem Ton geht’s gleich weiter: «Unter Androhung einer polizeilichen Verfolgung und nachfolgenden hohen Bussgeldern werden die Unternehmer eingeschüchtert, sich an die genauen Vorgaben gemäss Liste zu halten.» Die Kontrolleure würden auch befehlen, dass Kunden nicht bedient werden dürften und aus dem Laden zu weisen seien.

«Wir nehmen die Pandemie ernst»

«Wir nehmen die Pandemie ernst und halten uns an die Vorgaben des Bundesrates», halten die Gewerbler fest. Aber: «Wir fordern unsere Gesundheitspolitiker auf, sich bei unserer Regierung dafür einzusetzen, dass die regionalen Begebenheiten berücksichtigt werden und nicht alle Bezirke über den gleichen Kamm geschert werden.»