Biberdamm im Brunnbach verursacht Rückstau und wird weggeräumt

Schon seit mehr als einem Jahr ist mindestens ein Biber im Brunnbach auf der Höhe des Oberstufenzentrums aktiv und staut mit seinem Damm das Wasser. Deshalb wird man den Damm nun wegräumen.

Rahel Meier
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Der Biberdamm im Brunnmattbach auf der Höhe des OZ13: Hinter dem Damm steht das Wasser viel höher, was bei Hochwasser zu Rückstau in die Meteorwasserleitungen des Schulgebäudes führen kann.

Der Biberdamm im Brunnmattbach auf der Höhe des OZ13: Hinter dem Damm steht das Wasser viel höher, was bei Hochwasser zu Rückstau in die Meteorwasserleitungen des Schulgebäudes führen kann.

Rahel Meier

Der Damm wurde bereits mehrmals entfernt - was illegal ist. «Biber sind putzige Tierchen und grosse Sympathieträger» ist sich Mark Struch, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Amt für Wald, Jagd und Fischerei, bewusst. Biber, sowie ihre Bauwerke, stehen unter Schutz. Biberdämme dürfen deshalb nur mit Einwilligung des Kantons angerührt werden.

Im Winter 2007/2008 wurde schweizweit eine Biberzählung durchgeführt. Damals wurde der Biberbestand in der Schweiz auf rund 1600 Tiere geschätzt. Rund 100 davon leben im Kanton Solothurn. «In der Zwischenzeit sind es sicher schon mehr. Der grösste Teil der Tiere lebt im Wasseramt, im Gäu, entlang der Aare und der Emme», so Struch. Zunehmend nehmen die Biber auch die Seitengewässer dieser grossen Flüsse ein.

Die Oesch beispielsweise sei relativ dicht besiedelt. Entlang der Oesch liegt gleichzeitig viel Kulturland, das bewirtschaftet wird. Dies ist denn auch eine der grossen Herausforderungen für die Behörden. Der Biber soll gefördert und sein Lebensraum geschützt werden, Konflikte - beispielsweise mit der Entwässerungsstruktur im Landwirtschaftsland - sollen aber möglichst im tragbaren Rahmen bleiben.

Rückstau bis ins OZ13

Der Biberdamm im Brunnbach liegt an einer sensiblen Stelle. Bei Hochwasser staut das Wasser in die Meteorwasserleitungen der Schulanlage OZ13 zurück. «In solchen Situationen reagieren wir», so Mark Struch. Das heisst konkret, der Biberdamm beim OZ13 wird in den nächsten Tagen abgetragen. Man hofft so, den Biber an dieser heiklen Stelle zu vergrämen. Struch vermutet, dass es sich um Biber handelt, die aus dem Inkwilersee stammen und via Weiher in Etziken nach Subingen weiter gewandert sind.

Ist der Damm abgetragen, wird der Ort sowohl von Mark Struch, als auch vom zuständigen Mitarbeiter des Werkhofes der Gemeinde Subingen beobachtet. In gemeinsamer Absprache wird die Situation beurteilt und der Damm, falls er wieder aufgebaut wird, wieder rückgebaut. «Biber sind ziemlich sture Tiere. Wenn es ihnen an einem Ort gefällt, bauen sie immer wieder Dämme.»

Schutz vor Feinden

Der Biber baut diese Dämme, damit der Eingang zu seinem Wohnbau unterhalb der Wasseroberfläche zu liegen kommt und somit allfällige Eindringlinge wie Füchse von den Wurf- und Schlafräumen ferngehalten werden können.