Wolfwil

Vom Tagebuch zur Biografie: «Meine Nachkommen sollen wissen, wer ich bin»

Agatha Büttler aus Wolfwil erfüllt sich einen Traum und schreibt ihre eigene Biografie. Darin hält die 76-jährige ihre Erinnerungen fest und macht diese für ihre Nachkommen zugänglich.

Drucken
Teilen

Bruno Kissling

In ihren 76 Jahren hat Agatha Büttler schon allerhand erlebt. «Es wäre doch schade, wenn das einmal vergessen ginge», denkt sich Büttler und schreibt deshalb kurzerhand ihre eigene Biografie. Gedacht ist diese für ihre Nachkommen. «Aber wenn das sonst noch jemand interessiert, dürfen sie das gerne lesen», sagt sie schmunzelnd.

Seit 17 Jahren arbeitet Büttler als Sakristanin in Wolfwil, wo sie zusammen mit ihrem Mann auch wohnhaft ist. Dieser reiste in jüngeren Jahren oft nach Irland zum Fischen. Während ihr Mann dem grossen Fang nachjagte, reiste Büttler durch das Land. «Einfach, um die Welt ein wenig zu vergessen und Neues zu entdecken.» Diese Entdeckungen hielt sie dann jeden Tag in einem Tagebuch fest, das sie nun ebenfalls in ihre Biografie einbauen möchte.

«Es ist doch schön, wenn meine Enkel wissen, wer ihr Grosi wirklich ist», sagt Büttler. Sie würde mittlerweile auch gerne besser über ihre Eltern und deren Herkunft Bescheid wissen. «Früher hat mich das halt nicht interessiert, da habe ich auch nicht gefragt.» So ginge es ihren Enkeln momentan auch. Aber irgendwann werde der Zeitpunkt kommen, wo sie anfangen, Fragen zu stellen. «Dann will ich bereit sein», meint die Wolfwilerin lachend.

«Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kommt mir wieder in den Sinn», erzählt Büttler ausserdem. Dank der Biografie könne sie ihre Erfahrungen noch einmal erneut durchleben. (sku)