Niederbuchsiten
Der Neubau des Schulhauses ist weiterhin auf Kurs – nun steht vor allem noch der Innenbau an

In Niederbuchsitens Dorfzentrum erhält das Schulhaus einen Anbau. Zwischen Sommer- und Herbstferien will die Schule in das sanierte Gebäude einziehen.

Rahel Bühler
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Zwischen den Sommer- und Herbstferien soll das neue Schulhaus eröffnet werden.

Zwischen den Sommer- und Herbstferien soll das neue Schulhaus eröffnet werden.

Bruno Kissling

Noch bis mindestens im Sommer dauern die Arbeiten am neuen Schulhaus in Niederbuchsiten. Zwischen Sommer- und Herbstferien wolle man umziehen, sagt Mario Baumgartner. Er ist Gemeinderat und Ressortleiter Bau. Die Planungsarbeiten für den Umzug der Schülerinnen und Schüler aus den jetzigen Containerschulzimmer seien aktuell im Gange.

«Ziel ist, den Schulbetrieb stets aufrecht zu erhalten.»

Im November 2019 genehmigte die Gemeindeversammlung den Kredit von 5,5 Millionen Franken für das Bauvorhaben. Seit April 2020 sind vier Klassenzimmer, eine Garderobe, Toiletten und ein Lehrerzimmer in Containern auf dem Schulhausplatz installiert. Im Mai 2020 fuhren die Bagger auf und die Sanierung begann. Durch die Erweiterung erhält das bestehende Schulhaus je zwei neue Klassen- und Halbklassenzimmer sowie einen Disponibelraum. Neu entstehen im Primarschulhaus Unterdorf zudem Lernnischen und eine Aula. Beim Neubau handelt es sich um einen Hybridbau. Das bedeutet, dass das Untergeschoss als tragender Massivbau konzipiert ist. Im Erd- und Obergeschoss ist eine Leichtkonstruktion aus vorgefertigten Elementen vorgesehen. Dies erlaubt eine schnelle Montage, da die Elemente vorgefertigt werden.

Ersetzt wird auch das Heizsystem. Die bis anhin genutzte Ölheizung wäre sanierungsbedürftig und soll nun durch eine Grundwasser-Wärmepumpe ersetzt werden. Gemäss der erstellten Studie sind die Mehrkosten für eine Wärmepumpe im Vergleich zur Ölheizung innerhalb von neun Jahren amortisiert. Künftig soll über die Wärmepumpe auch das nebenan liegende Feuerwehrmagazin geheizt werden. Somit erhofft sich die Gemeinde, die Energiekosten senken zu können.

Umbau wird teurer als ursprünglich geplant

Man sei auf Kurs, sagt Baumgartner. «Mittlerweile konnte der Rohbau abgeschlossen werden.» Die Coronapandemie habe den Bau nicht verzögert. Jedoch habe man einige zusätzliche Massnahmen treffen müssen, um die Bestimmungen einhalten zu können.

Wegen damals ausstehenden Fertigungsteilen habe die Aufrichtung allerdings nicht wie geplant im Dezember 2020, sondern erst im Januar 2021 stattfinden können. Den Bauplan habe dies jedoch nicht negativ beeinflusst. Nun steht noch der Innenausbau an: Böden verlegen, Wände streichen, Einbauschränke montieren. Man achte stark darauf, den Kredit einzuhalten, sagt Baumgartner. Allerdings nur, weil die letzte Gemeindeversammlung dem Nachtragskredit von 360'000 Franken zugestimmt hatte. Insbesondere bei der Erdbebensicherheit bestehen grössere Mängel an den Gebäuden, die behoben werden müssen. Damit kommt der gesamte Kredit auf 5,91 Millionen Franken.

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