Balsthal

Mit Raum-Gottis und -Göttis gegen das Littering

Am Balsthaler Tag der Natur wurde neu das Raumpatenschafts-Projekts lanciert.

Peter Wetzel
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Generationen gegen Littering: Via Patenschaft wird ein Jahr lang ein bestimmter Raum gesäubert.

Generationen gegen Littering: Via Patenschaft wird ein Jahr lang ein bestimmter Raum gesäubert.

zvg

Am Tag der Natur, gekoppelt mit dem Clean-up-Day, vor wenigen Tagen, freute sich Claudia Hubler von der Umweltschutz- und Energiekommission Balsthal über die rund 50 freiwilligen Helfer, die sich einen halben Tag lang für die Pflege diverser Naturschutzprojekte einsetzten. Besonders erfreulich sei, dass bei den Helfern vermehrt junge Naturschützer festzustellen sind, bemerkte Hubler.

Sie dankte speziell dem Koordinator Hugo Roth sowie den Postenchefs Georg Darwesh, Peter Etter, Kari Christen, Max Rütti, Philipp Buxtorf, Paul und Walter Meister. Eingeladen zu diesem Tag hatten auch die Interessengemeinschaft Naturschutz Thal sowie der Naturpark Thal.

Als Pate mindestens einmal pro Monat säubern

Claudia Hubler wies speziell auf die Arbeit der Clean-up-Gruppen hin. Die Umweltschutz- und Energiekommission wolle nämlich mit dem heutigen Tag der Natur den Startschuss für das Projekt «My Raumpatenschaft» geben. Man suche weiter Gottis und Göttis, die sich für ein Jahr bereit erklären, einen bestimmten Raum im Dorf mindestens einmal pro Monat vom Abfall zu befreien. Patenschaften könnten auch Gruppen, Schulklassen, Vereine, Jugendliche, Asylbewerber usw. übernehmen.

In der Schweiz existieren bereits zahlreiche Raumpatenschafts-Projekte. Diese werden von der 2007 gegründeten Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) getragen. Mit «My Raumpatenschaft» stellt die IGSU ein kostenloses Instrument zur Verfügung, um den Aufwand für die Organisation möglichst klein zu halten. Claudia Hubler konnte auf Anfrage vermelden, dass für Balsthal bereits überraschend viele Patenschaften ins Leben gerufen wurden und ihnen bestimmte Räume zugewiesen werden konnten. Weitere Interessierte können sich bei Claudia Hubler melden. Ausrüstung und notwendiges Material werden zur Verfügung gestellt.

Die Einteilung der Gruppen für die Arbeit am Tag der Natur ging dann schon fast wie von selbst vor sich, weil die meisten Teilnehmer ihre Aufgaben vom Vorjahr schon kannten.

Sträucher schneiden, Bäche entrümpeln

Auch jetzt wurden an vernässten Standorten, Tümpeln und an drei Bächen das Gras und die Stauden gemäht, Sträucher geschnitten und Haufen geschichtet. Eine Equipe machte sich daran, Abschnitte des Augst- und Mümliswilerbaches zu entrümpeln. Natürlich schwärmten die Clean-up-Gruppen aus, um das Dorf von den Folgen des Litterings zu befreien. Das schöne Wetter und die Überschaubarkeit der Arbeitsplätze sorgten für zufriedene Teilnehmer, welche sich nach der Arbeit im Restaurant Burg das vom Naturpark Thal spendierte Mittagessen schmecken liessen.

claudia.hubler@bluewin.ch; 079 480 41 42.