Gänsbrunnen

Kirchgemeinde bereitet die Fusion mit Welschenrohr vor

Die Kirchgemeindeversammlung Gänsbrunnen genehmigt die Rechnung 2014 und bereitet den Zusammenschluss mit der Kirchgemeinde Welschenrohr vor.

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Die Kirche St. Joseph in Gänsbrunnen.

Die Kirche St. Joseph in Gänsbrunnen.

Hansruedi Riesen

Die Jahresrechnung schliesst, wie Kurt Bargetzi, Treuhänder orientiert, bei 43 600 Franken Ertrag und 43 300 Franken Aufwand mit einem Ertragsüberschuss von 300 Franken ab, nachdem aus Spenden 5000 Franken Rückstellungen für bauliche Massnahmen für Messgewänder und dem Archiv gebildet wurden. Dank reger Nachfrage zur Benützung der Kirche für Anlässe auswärtiger Organisationen konnten rund 3300 Franken Benützungsgebühren vereinnahmt werden.

Dank sorgfältiger Bearbeitung der Steuerausstände nahmen die Steuereinnahmen auf über 26 000 Franken zu, budgetiert waren 22 000 Franken. Die Renovationskosten von 1,1 Mio. Franken konnten vollständig und die Anlagekosten der Kirche auf den Erinnerungsfranken abgeschrieben werden. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 48 200 Franken.

Erfreuliches vom Josephs-Tag

Die Kirche in Gänsbrunnen wurde 1628 zu Ehren des heiligen Josephs geweiht. Im Innern der Kirche steht denn auch eine entsprechende Inschrift auf dem Chorbogen. Robert Josef Haefeli, Kirchgemeindepräsident, bemüht sich, den Josephs-Tag, der jeweils am 19. März zu Ehren des Heiligen begangen wird, mit einem Gottesdienst zu feiern. Auch dieses Jahr zelebrierte Paul Rutz, emeritierter Domherr von Solothurn, die Messefeier, an der eine erfreulich hohe Anzahl Verehrer teilnahmen. Bei einer schlichten Mahlzeit im Hotel St. Joseph klang der Seppitag gemütlich aus. Auf vielseitigen Wunsch soll der Josephs-Tag erneut am kommenden 19. März 2016 in der Josephs-Kirche in Gänsbrunnen gefeiert werden.

Was seit Jahren Praxis ist

Gänsbrunnen mit knapp über 20 Katholikinnen und Katholiken existiert nach wie vor als eigenständige Kirchgemeinde, obwohl seit Jahren kein eigenes Pfarreileben gepflegt wird. Mit der geringen Anzahl Katholiken lässt sich keine eigenständige Pfarreiorganisation realisieren. Die seelsorgerliche Betreuung geschieht seit Jahren von Welschenrohr bzw. neu vom Pastoralraum Dünnernthal aus. Die Pfarreibücher von Gänsbrunnen sind in Welschenrohr und werden dort auch betreut. Die Schüler aus Gänsbrunnen gehen bereits seit Jahren in Welschenrohr und Matzendorf zur Schule und besuchen dort auch den Religionsunterricht. Mit einem Zusammenschluss würde von der rechtlichen Seite her festgeschrieben, was in der Praxis seit Jahren gelebt wird.

Nachdem die Restaurierung der Kirche erfolgreich und ohne Fremdverschuldung abgeschlossen werden konnte, scheint der Zeitpunkt gekommen, eine Fusion anzugehen und wenn möglich per 1. Januar 2017 rechtlich umzusetzen. Der Kirchgemeinderat wird mit der Behörde der Kirchgemeinde Welschenrohr das Gespräch aufnehmen. Neben der Zustimmung zur Vereinigung der beiden Kirchgemeinden sind auch die Zustimmungen der Regierung, des Kantonsrates und des Bischofs erforderlich. (jzr)