Härkingen
Katholiken sagen Ja zur Umgestaltung der Kirche

Die vom Kirchgemeinderat geplante Sanierung und Umgestaltung der Kirche St. Johannes in Härkingen kann ausgeführt werden. Dafür sprachen sich an der Urne 153 stimmberechtigte Katholiken aus, 123 sagten Nein zum dafür notwendigen Kredit von 500'000 Franken.

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Die Kirche St. Johannes Härkingen

Die Kirche St. Johannes Härkingen

Erwin von Arb

Von den insgesamt 495 Stimmberechtigen der Kirchgemeinde beteiligten sich 278 oder knapp 60 Prozent an der Abstimmung.

Kirchenpräsident ist erleichtert

Das sind rund 9 Prozent mehr als beim Urnengang im September 2015, bei dem sich die Stimmberechtigten mit 142 Ja- gegen 124 Nein-Stimmen für die Weiterführung des Projekts ausgesprochen hatten.

Diese Abstimmung über das Projekt war von den Gegnern an der Kirchgemeindeversammlung ebenso erzwungen worden wie der Urnengang über der Ausführungskredit in der Höhe von 500 000 Franken von diesem Wochenende.

Entsprechend gross war die Erleichterung gestern Nachmittag bei Kirchgemeindepräsident Eduard Jäggi über den deutlichen Unterschied von 30 Stimmen zwischen den zwei Lagern. Ein Wermutstropfen sei allerdings für die Kirchgemeinde, dass die Anzahl der stimmberechtigten Katholiken seit dem letzten Urnengang von 522 auf 495 abgenommen habe. «Kirchenaustritte lassen grüssen», so Jäggi.

Baubeginn erfolgt im Mai 2017

Mit der Umsetzung des Projekts soll im Mai 2017 nach dem Weissen Sonntag begonnen werden. Der Ende Juli dieses Jahres geplante Projektstart musste wegen der von den Gegnern erzwungenen Abstimmung verschoben werden. Nun werden Offerten eingeholt und das Projekt aufgegleist.

Neben der Innensanierung soll mit der räumlichen Abtrennung der Kirche und des Eingangsbereichs mittels eines Vorhangs mehr Platz für gesellschaftliche Anlässe geschaffen werden. Mit der Entfernung der hinteren Bankreihen und der bei Bedarf möglichen Verschiebung des Altars kann auch der Kirchenraum individuell genutzt werden.

Die nun eingetretene Verzögerung macht Jäggi keine Mühe. Ihm sei viel wichtiger, dass mit dem Projekt optimale Bedingungen für die Seelsorger und damit auch für ein aktives Pfarreileben geschaffen werden könnten. (eva)