Herbetswil
Einsprachen zur Revitalisierung der Dünnern: «Wir haben damit gerechnet – es ist ein grosses Projekt»

Fabian Stöckli vom Amt für Raumplanung bestätigt Einsprachen zum Gestaltungsplan und spricht über Transparenzbemühungen des Kantons.

Gülpinar Günes
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An der Dünnern in Herbetswil soll ein Naherholungsgebiet entstehen.

An der Dünnern in Herbetswil soll ein Naherholungsgebiet entstehen.

Bruno Kissling

Zur Planung «Revitalisierung und Hochwasserschutzes Dünnern Herbetswil» sind Einsprachen eingegangen, wie Fabian Stöckli vom kantonalen Amt für Raumplanung bestätigt. Der Plan lag vom 7. Dezember bis 18. Januar sowohl physisch als auch digital auf der Website des Amts für die Öffentlichkeit auf. Demnach plant der Kanton gemeinsam mit der Thaler Gemeinde, den Fluss hochwassersicher zu machen und zu revitalisieren. In diesem Rahmen wird das Bachbett abgesenkt und verbreitert, damit die Dünnern wieder natürlicher mäandrieren kann und bei grossen Wassermengen nicht an den Brücken staut. Dadurch entsteht ein flaches Ufer, das die Bevölkerung als Naherholungsgebiet nutzen kann. Die Brücken aber verschwinden grösstenteils.

Unstimmigkeiten bereits im Vorfeld gelöst

Welche Einsprachen zu diesem Gestaltungsplan eingegangen sind, lässt Stöckli weitgehend offen. Die Verhandlungen mit den Einsprechern seien noch am Laufen. «Wir haben jedoch damit gerechnet. Es ist ein grosses Projekt», sagt er auf Anfrage. Der Projektauflage gingen seit dem Start des Projekts in 2015 zwei Mitwirkungsverfahren voraus, in denen laut Stöckli die grössten Unstimmigkeiten gelöst werden konnten.

Er nennt als Beispiel den Einwand der Solothurner Wanderwege, die einen Ersatz der Fussgängerbrücke auf der Höhe der Autogarage forderten und schliesslich auch erhalten werden. Wegen finanzieller Bedenken der Gemeinde sei das Projekt auch massgeblich geschrumpft, wie bereits Gemeindepräsident Stefan Müller-Altermatt gegenüber dieser Zeitung erwähnte. Schliesslich mussten sich auch sechs Grundeigentümer damit einverstanden erklären, ihr Land für das Projekt herzugeben.

Das Projekt «kritisch Revue passieren lassen»

Zu den eingegangenen Einsprachen sagt Stöckli lediglich, dass es sich nicht um Grundsatzdiskussionen handelt. «Die Planung wäre ansonsten nicht zur Auflage gebracht worden.» Er erwartet voraussichtlich Ende März einen Entscheid des Regierungsrates. Mit dieser wolle das Amt für Raumplanung umfassend über das Projekt kommunizieren, der Inhalt der Kommunikation sei aber noch offen. «Wir werden das Projekt kritisch Revue passieren lassen», so Stöckli. Er betont die Bemühungen des Kantons, die Bevölkerung in das Projekt miteinzubeziehen und ihr kein fertiges Projekt vor die Nase zu setzen.

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