Kestenholz

Gemeinderat bedankt sich bei der Jubla für Einsatz im Lockdown

Der Kestenholzer Gemeinderat bedankt sich für die Dienstleistungen der Jubla während des Lockdowns mit einem finanziellen Beitrag.

Gülpinar Günes
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Die Jubla Kestenholz freut sich über den Beitrag des Gemeinderats. Oben rechts in Hellblau: Katrin Suter.

Die Jubla Kestenholz freut sich über den Beitrag des Gemeinderats. Oben rechts in Hellblau: Katrin Suter.

zvg

Sie boten Unterstützung, wo sie gebraucht wurde und verlangten nichts im Gegenzug: Die Jubla Kestenholz erhält 1000 Franken von der Gemeinde für ihren gemeinnützigen Einsatz während des Lockdowns im Frühjahr. Das entschied der Gemeinderat an ihrer vergangenen Sitzung. «Er möchte damit ein Zeichen setzen und sich für die Solidarität der Jugendlichen bedanken», sagt Gemeindeschreiber, Marco Bürgi, auf Anfrage.

Als im März der Lockdown verhängt wurde, fing die Jubla an, Hilfe für die Risikogruppe des Coronavirus anzubieten. Rund 10 Studenten und Gymnasiasten der Jubla, die aufgrund der Situation plötzlich mehr Freizeit hatten, gingen für Senioren einkaufen, Medikamente abholen oder fuhren sie sogar gleich persönlich zum Arzt. «Wir haben alle Anfragen angenommen, die reingekommen sind», sagt Katrin Suter.

Sie ist Gruppenleiterin bei der Jubla und koordinierte die Einsätze via einen Chat. Innerhalb eines Tages habe die Jubla damals Infoflyer geschrieben, gedruckt und in die Briefkästen der Gemeinde verteilt sowie die Spitex auf ihr Angebot aufmerksam gemacht. «Es hat alles problemlos funktioniert», sagt Suter. Verdient hat die Jubla an der Aktion nichts, sie habe keine Gegenleistung für die Hilfe verlangt. «Uns ist es auch nicht ums Geld gegangen», sagt Suter.

Willkommener Beitrag an die Jublakasse

Umso erstaunter sei sie gewesen, als sie am Dienstagabend vom Beitrag der Gemeinde erfuhr. «Wir haben uns riesig darüber gefreut», sagt Suter. Damit gerechnet hätten sie aber nicht. «Das ist sehr grosszügig von Gemeinderat.» Besonders in der momentanen Lage aber kann die Organisation die 1000 Franken gut gebrauchen: Mit der Absage der Chilbi beispielsweise fehle der Jubla ein Grossteil ihrer Einnahmen.

Den Beitrag können sie gut für das zweiwöchige Lager mit der ganzen Schar nächsten Sommer gebrauchen, so Suter. Solange es die Lage dann auch erlaubt. Allgemein sei der Lockdown nicht so einfach gewesen für die Mitglieder. «Es war keine schöne Zeit, besonders für die Kinder unter uns», sagt sie weiter. Normalerweise treffen sich die Mitglieder jeweils alle zwei Wochen für eine Gruppenstunde. Das sei aber nicht mehr möglich. «Die sozialen Kontakte fehlen schon», sagt sie. «Wir hoffen, dass alles bald durch ist.»

Auf alles wollen sie derweil aber nicht verzichten: Traditionsgemäss führt die Jubla auch dieses Jahr den Samichlaus-Besuch am 6. Dezember durch. Allerdings in abgespeckter pandemietauglicher Version: Es werden keine Glöggeler dabei sein, nur der Samichlaus und der Schmutzli. Ausserdem überbringt er dieses Jahr auch keine Geschenke, das müssen die Eltern für ihn tun. Und: Der Samichlaus darf auch nicht mehr in die warme Stube eingeladen werden. «Wir rechnen damit, dass es dieses Jahr weniger Besuche sein werden», sagt Suter. Anmeldungen dafür habe es nämlich noch nicht so viele gegeben.