Oensingen

Gemeinde hat Werkhof neu in Saeco-Halle – doch die ist nicht gut genug

Oensingen hat seinen Werkhof neu in der ehemaligen Saeco-Halle. Doch das reicht der Gemeinde noch nicht. Die Halle genügt den Arbeitsbedingungen nicht. Nun soll ein Neubau her.

Alois Winiger
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Längst ist die Saeco ausgezogen, der Werkhof hat sich eingerichtet. Die Halle soll verkauft und eine neue gebaut werden.wak

Längst ist die Saeco ausgezogen, der Werkhof hat sich eingerichtet. Die Halle soll verkauft und eine neue gebaut werden.wak

Dass dem Werkhof Oensingen die ehemalige Saeco-Halle zur Verfügung steht, ist vor allem bezüglich Nutzfläche bereits ein grosser Fortschritt. Das Ziel aber ist noch nicht erreicht, denn «die Arbeitsbedingungen entsprechen in Bezug auf die Personal- und Büroräume sowie der Arbeitssicherheit nicht den gesetzlichen Vorgaben.» Das hat eine Analyse aufgezeigt, die der Gemeinderat in Auftrag geben liess. Ferner können die Halle und das Areal im heutigen Zustand nicht optimal genutzt werden. Damit alle Vorgaben erfüllt werden können, ist ein Neubau geplant.

Der Gemeinderat hat dem Antrag einer Arbeitsgruppe zugestimmt, das Projekt voranzutreiben, sodass der Budgetgemeindeversammlung vom 7. Dezember ein Kreditantrag vorgelegt werden kann. Ferner hat der Rat beschlossen, wie es auf den beiden kürzlich erworbenen Nachbarparzellen und den darauf stehenden Gebäuden (Marti-Haus, Speicher etc.) weitergehen soll.

Gelingt beides, umso besser

Noch vor knapp einem Jahr ging man davon aus, dass die angrenzenden Grundstücke zumindest teilweise für den Neubau eines Werkhofs genutzt werden. Danach sieht es nicht mehr aus. Gemäss Analyse ist zwar die Grundstückfläche mit der Saeco-Halle «unförmig» und mit 4000 Quadratmetern eher knapp bemessen, jedoch ausreichend für Halle, Abstellraum aussen sowie Zu- und Wegfahrt. Das Raumprogramm sei so ausgelegt, dass in den nächsten dreissig Jahren kein Ausbau nötig wird.

Hervorgehoben wird im Bericht, der dem Gemeinderat vorliegt, dass «ein Werkhof in erster Linie den betrieblichen Ansprüchen genügt und kein architektonisches Meisterwerk darstellt». Beigefügt wird noch: «Wenn beides gelingt, umso besser.» Die bestehende Halle soll rückgebaut und nach Möglichkeit verkauft werden. Auch was die Liegenschaften Nr. 3 und 5 angeht, kommt es anders: Entgegen erster Pläne werden sie nun nicht abgebrochen.

Chance für die Jugendarbeit

Haus Nr. 3, unmittelbar neben der Bahnlinie, will man längerfristig vermieten. Das Marti-Haus (Nr. 5) dient bekanntlich als Unterkunft für Asylsuchende, ein entsprechender Vertrag läuft bis im Juni 2016 (siehe beigefügten Text). Die anschliessende Nutzung ist noch nicht definitiv festgelegt. Es wird derzeit abgeklärt, ob die Liegenschaft für die Jugendarbeit geeignet sein könnte. Ohne Swimmingpool jedenfalls, denn der wird rückgebaut.

Wäre also – theoretisch – der Kauf der beiden Parzellen samt den Liegenschaften, die ja nun stehen bleiben, gar nicht nötig gewesen? Gemeindepräsident Markus Flury hat diese Frage schon mehrfach so beantwortet: «Diese Grundstücke liegen an einer strategisch wichtigen Stelle bezüglich der Oensinger Ortsplanung. Dort, wo Pläne für eine Umfahrung und eine anders gestaltete Kreuzung Kestenholz-, Jura- und Aebisholzstrasse gemacht werden.»