Oberbuchsiten

Fünf Jahre Ruhe auf dem Rainacker

Bei der Ortsplanungsrevision stellt sich die Frage, wo in Oberbuchsiten eine neue Gewerbezone entstehen soll.

Beatrice Unold
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Im braun markierten Gebiet dürften für die nächsten fünf Jahre keine Bauten entstehen, welche der Planung der Gemeinde entgegenlaufen.

Im braun markierten Gebiet dürften für die nächsten fünf Jahre keine Bauten entstehen, welche der Planung der Gemeinde entgegenlaufen.

zvg

Die Gemeinde Oberbuchsiten hat im Jahr 2014 das räumliche Leitbild verabschiedet. Damit wurde der erste Schritt der Ortplanungsrevision erbracht. In den folgenden Jahren ist die eigentliche Ortsplanung zu erarbeiten, erste Sitzungen mit dem Ortsplaner sind angelaufen. Das Leitbild sieht vor, dass die bestehenden Gewerbezonen in der Gemeinde Oberbuchsiten in ihrer Grösse beibehalten werden sollen.

Es wird als wichtig und richtig empfunden, genügend Gewerbefläche für das lokale Gewerbe anbieten zu können. Ziel ist die Sicherung geeigneter Entwicklungsmöglichkeiten für das regionale Gewerbe und Kleingewerbe. Die geografische Lage der Gewerbezonen wurde im Leitbild nicht behandelt. Diese Aufgabe fällt der Ortsplanungsrevision zu. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob zukünftig eine Gewerbezone nördlich der Hauptstrasse H5 erwünscht ist, oder die Gewerbezone zukünftig südlich der H5, zum Beispiel im Gebiet Halmacker, angesiedelt werden soll. Der Gemeinderat hat im Rahmen der Ortsplanungsrevision über diese Frage zu befinden.

Aus diesem Grunde will der Gemeinderat Oberbuchsiten für das Gewerbegebiet Rainackerstrasse/Hauptstrasse eine fünfjährige Planungszone gemäss Paragraf 23 (siehe Box) des Planungs- und Baugesetzes verhängen. Damit kann sichergestellt werden, dass der Gemeinderat über die geografische Lage der zukünftigen Gewerbezonen entscheiden kann. Die öffentliche Planauflage erfolgt vom 18. März bis 18. April 2016 auf der Gemeindeverwaltung Oberbuchsiten.

Neu drei gemischte 1./2. Klassen

Schulleiterin Susanne Carrard informierte den Gemeinderat, dass die Anzahl Schülerinnen und Schüler, welche ab Schuljahr 2016/17 in die 1. Klasse eingeschult werden, beziehungsweise diese repetieren müssen, sich gegenüber den Zahlen im Herbst 2015 nochmals vergrössert habe. Mit den vom Gemeinderat auf Antrag der Schulleitung bereits bewilligten Assistenzlektionen sei der Schulunterricht aufgrund der gesetzlich festgelegten Klassengrössen nicht mehr umsetzbar. Gestützt darauf unterbreitete Schulleiterin Susanne Carrard dem Gemeinderat den dringlichen Antrag, auf Beginn des Schuljahres 2016/17 die
1. und 2. Klasse in einer Klasse zu unterrichten (drei Klassen parallel). Mit dieser Massnahme können die Zu- und Wegzüge unter dem Jahr besser abgefedert und die Schülerzahlen pro Klasse reduziert werden.

Diese Lösung macht auf Beginn des Schuljahres 2016/17 jedoch zusätzlichen Schulraum und für eine Klasse auch die Anstellung von zusätzlichen Lehrkräften für verschiedene Fächer notwendig. Pirmin Nünlist, Ressortinhaber öffentliche Bauten, unterbreitet dem Gemeinderat betreffend dem zusätzlich notwendigen Schulraum ab Schuljahr 2016/17 den Antrag, das ausgerüstete Schulzimmer im Schulhaus Steinmatt, welches heute für den IT-Unterricht und als Gruppenraum gebraucht wird, ab August 2016 neu als ordentliches Schulzimmer zu nutzen. Im Erdgeschoss des Schulhauses Steinmatt (heutige Garderobe) werden zwei neue Räume realisiert für den IT-Unterricht/Gruppenarbeiten.

Ausserordentliche Kredite nötig

Für die baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit zwei Räumen im Erdgeschoss des Schulhauses Steinmatt ist mit einer Kostenfolge von 50 000 Franken, für die Neu-Möblierung und Ergänzung der Garderobe mit Kosten in Höhe von zirka 30 000 Franken zu rechnen. Die Lohnkosten für die Lehrkräfte für die zusätzliche Klasse lösen Ausgaben in Höhe zirka 70 000 bis 100 000 Franken aus. Es wurden auch noch andere räumliche Möglichkeiten geprüft wie zum Beispiel Mieten eines möblierten Schul-Containers, diese Variante wäre jedoch noch kostenintensiver gewesen. Diese eingeleiteten baulichen Massnahmen sind kompatibel mit der sich in Bearbeitung befindlichen Schulraumplanung.

Der Gemeinderat hat aufgrund der Dringlichkeit die entsprechenden Kredite für zusätzlichen Schulraum, Einrichtung und Lohnkosten ausserhalb des genehmigten Budgets 2016 der Gemeinde Oberbuchsiten in eigener Kompetenz bewilligt und wird anlässlich der nächsten Sitzung die entsprechenden Arbeitsvergaben vornehmen. Ab Schuljahr 2016/17 werden die drei 1./2. Klassen im Schulhaus Oberdorf und die 3./4./5./6. Klasse im Schulhaus Steinmatt unterrichtet.