Gemeindefusion

Die Fusion zwischen Welschenrohr und Gänsbrunnen ist jetzt Realität

Welschenrohr und Gänsbrunnen haben sich am Sonntag zur Einheitsgemeinde zusammengeschlossen.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Sie freuen sich mit Corona-Handshake: (v.l.) Theres Brunner, Christian Nydegger und Stefan Schneider.

Sie freuen sich mit Corona-Handshake: (v.l.) Theres Brunner, Christian Nydegger und Stefan Schneider.

Solothurner Zeitung

66,2 Prozent der Gänsbrünneler stimmten gestern darüber ab, ob sie mit Welschenrohr eine Einheitsgemeinde bilden wollen oder nicht. Und 41 Stimmberechtigte sagten Ja dazu. Es gab Null Nein-Stimmen und zwei Stimmbürger legten leer ein.

In Welschenrohr gingen 45,45 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne. Dort wurden 336 Ja-Stimmen gezählt, elf Stimmbürger legten ein Nein ein und es gab eine Enthaltung. Somit ist die Gemeindefusion von Welschenrohr und Gänsbrunnen angenommen und kann ab 1. Januar 2021 in Kraft treten.

«Ich bin super zufrieden und erleichtert über dieses tolle Resultat», sagte gestern Nachmittag der Präsident der Arbeitsgruppe Gemeindefusion, Stefan Schneider. Und auch die Gemeindepräsidentin von Welschenrohr Theres Brunner zeigte sich sichtlich gelöst. «Mich freut, dass überhaupt so viele Stimmberechtigte aus beiden Gemeinden an die Urne gegangen sind und dass das Resultat so eindeutig ist.» Für Gänsbrunnen spricht der Gemeindeschreiber Christian Nydegger: «Auch ich bin erleichtert über das Resultat. Dies ist das Ergebnis eines langen Prozesses. Doch natürlich ist auch ein wenig Wehmut mit dabei».

Ein Abstimmungskampf ohne Kampf

«Der Wille zur Zusammenarbeit ist eben in den beiden Gemeinden schon lange vorhanden», sagt auch Stefan Schneider. So habe es im Vorfeld zur Abstimmung keine grossen Diskussionen in beiden Dörfern gegeben. «Auch an unseren Info-Veranstaltungen wurde die Fusionsabsicht nie grundsätzlich in Frage gestellt. Es ging höchstens um Detailfragen.»

Und vielleicht, so sinniert Schneider, war auch der Zeitpunkt für die Fusion jetzt reif. «Die beiden Gemeinden arbeiten ja schon seit Jahren in wichtigen Bereichen zusammen und dieses Abstimmungsresultat zeigt uns auch, dass diese Arbeit als gut angesehen wird.»

Die Arbeitsgruppe Fusion werde noch bis Ende Jahr die wichtigsten Reglemente vorbereiten und dann im Verlauf des kommenden Jahres ihre Arbeit beenden, erklärt Schneider. Ab 1. Januar 2021 werden die beiden Gemeinderäte zusammen ihre Sitzungen abhalten, dies bis zu den kommenden Wahlen im Juni 2021. Danach wird es einen gemeinsamen Gemeinderat Welschenrohr-Gänsbrunnen geben, voraussichtlich mit der gleichen Sitzzahl wie bisher.

Fusions-Prozedere trotz Corona durchgezogen

Theres Brunner ist zufrieden, dass man dieses Fusionsprozedere mit Info-Veranstaltungen, Gemeindeversammlungen in beiden Dörfern und der jetzigen Abstimmung trotz der Corona-Situation in diesem Jahr hat durchziehen können. «Wenn wir das alles hätten verschieben müssen, wäre es wegen der anstehenden Wahlen dann wieder komplizierter geworden.»

Sie erklärt, dass man im Verlauf des kommenden Jahres sicher noch mit einem grossen Dorffest diese Gemeindefusion, der man im übrigen von Seite Kanton Solothurn sehr wohlwollend gegenüberstand, feiern werde.