Niederbuchsiten

Bürgergemeinde schliesst ein «bewegtes Kapitel»

Die Lücke in Niederbuchsiten ist gefüllt – die Spuren der Kiesgrube sind beseitigt. Borkenkäfer und Burglind belasten die positive Rechnung.

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Die Spuren der Kiesgrube im Wald Buechban sind endgültig beseitigt.

Die Spuren der Kiesgrube im Wald Buechban sind endgültig beseitigt.

Patrick Lüthy

An der Rechnungsgemeinde-Versammlung der Bürgergemeinde Niederbuchsiten nahmen 13 stimmberechtigte Bürger teil. Sie konnten die Corona-Abstandsregeln im umgebauten Forstmagazin problemlos einhalten.

Die Bürgergemeinde hiess die Nachtragskredite in der Höhe von total gut 44'000 Franken einstimmig gut. Diese Nachtragskredite seien immer noch auf Folgen des Sturmes Burglind vom 3. Januar 2018 zurückzuführen, teilt die Bürgergemeinde mit. Durch die grosse Fläche, welche neu angepflanzt wurde, fiel auch entsprechend mehr Pflegearbeit an. Weiter habe die Trockenheit im letzten Sommer zu mehr Borkenkäferschäden geführt, welche die Forstrechnung zusätzlich belasten.

Zudem fielen die Beiträge an den Selbsthilfefond höher aus, der aufgrund der verkauften Menge Rundholz für die Sägeindustrie berechnet wird. Die Neuanschaffung des Dienstfahrzeuges der Revierförster war ebenfalls im Budget nicht vorgesehen und musste somit mittels Nachtragskredit genehmigt werden. Die Versammlung genehmigte alle Nachtragskredite wie vom Bürgerrat beantragt. Positiv auf die Forstrechnung ausgewirkt haben sich die Beiträge vom Kanton von rund 47'000 Franken. Dieser übernahm rund 70 Prozent der Kosten der Aufforstung der Burglind-Schadenfläche. Der Ertragsüberschuss von gut 128'000 Franken sei das Resultat von grossen verkauften Holzmengen, aber auch von einer Ausgabendisziplin, die das ganze Jahr über in allen Sparten gelebt werde, schreibt die Bürgergemeinde in ihrem Communiqué.

Ein «bewegtes Kapitel» werde mit der nun definitiv aufgefüllten Kiesgrube im Buechban geschlossen. Wie aus dem Regierungsratsbeschluss aus dem Jahre 1984 hervorging, war die Bewilligung für den Kiesabbau in der Grube Buechban daran geknüpft, dass die Grube jeweils wieder aufgefüllt und rekultiviert wird. Dies sei nicht konsequent durchgeführt worden, schreibt die Bürgergemeinde auf ihrer Website. «So dass halt über Jahre ein unschönes Erscheinungsbild am Hang des Buechbans zu sehen war.» Gemäss einem Gestaltungsplan musste die Bürgergemeinde die Grube per Ende 2019 auffüllen.

Nachdem dies vollendet ist, kann das Areal nun aufgeforstet werden. Das Nachmessen der Auffüllung ergab, dass rund 8000 Kubikmeter mehr Aushubmaterial deponiert wurde als vereinbart. Für dieses Volumen konnte die Bürgergemeinde zusätzlich Deponiegebühren einfordern. Nach Abschluss der Auffüllung wird der Weg zur Grube wieder in Stand gestellt. (yas/mgt)